Basel
Erinnerungsstücke fürs Sportmuseum
Aktualisiert am 24.09.2011 3 Kommentare
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Kampf ums Geld
Das nach 1945 gegründete Sportmuseum stand 1997 vor dem Aus, als Basel-Stadt es nicht mehr als kantonales Museum betrachtete und finanzierte. Seither ist es daran, sich neu zu positionieren und Mittel zu finden.
In jüngster Vergangenheit sorgte das Schweizer Sportmuseum in Basel für Schlagzeilen, weil ihm von Basel-Stadt die Subventionen verweigert wurden. Später kam dann doch noch die Zusage – allerdings ist diese gekoppelt an die finanzielle Beteiligung des Kantons Baselland. Diese steht noch aus. Am Montag entscheidet zudem der Nationalrat in Bern über weitere Subventionen für das Sportmuseum, welches mit finanziellen Engpässen zu kämpfen hat. jg
www.sportmuseum.ch
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Das Schweizer Sportmuseum in Basel hat ein neues Konzept: Man ist kein Museum mehr im klassischen Sinn, sondern ein «Begehlager», bei welchem der gesamte Fundus von über 150'000 Exponaten entdeckt werden kann. Das neue Domizil auf dem Dreispitz wurde am Freitag mit viel Sportprominenz eingeweiht. Die 48-stündige Nonstop-Eröffnung übers Wochenende ist für die Museumsbelegschaft ein spezieller Marathon, mit einsamen Passagen frühmorgens und viel Volk bei Anwesenheit der Stars - unter anderem mit Adolf Ogi, Marie-Theres Nadig und Karl Odermatt.
Ab Oktober ist das Sportmuseum regulär nachmittags offen (ausser Samstag). Bisher war das Sportmuseum in einem Jahrhundertwende-Wohnhaus an der Basler Missionsstrasse domiziliert. Viele seiner Objekte und Dokumente lagerten indes in einem Gebäude im Rheinhafen Birsfelden. Das einzige Schweizer Sportmuseum hat nach eigenen Angaben eine der weltweit grössten Sammlungen zur Geschichte des Sports.
Objekte zum Schmunzeln
Als Blickfang vor dem schmucklosen Lagergebäude an der Reinacherstrasse 1 in Münchenstein (das erste Haus nach der Kantonsgrenze) dient ein oranger Wohnwagen, den holländische Fussballfans stehen liessen, nachdem ihr Team an der EM 2008 ausgeschieden war. Tritt man im 3. Stock ein, wird der Sinn des Namens «Begehlagers» klar: Die Objekte sind nicht im Scheinwerferlicht isoliert, sondern in Regalen sortiert.
Zu entdecken sind beispielsweise Dutzende Bobs in Holz und Metall, Velos vom Hochrad bis zum Renner, Kegel und -Kugeln aus Jahrhunderten, diverseste Wanderstöcke, einen Raum voller Pokale sowie allerhand Flaggen und Wimpel. Auch schmunzeln ist erlaubt, hat doch etwa ein ledernes Turn-«Pferd» einen Echthaar-Schwanz.
Vereinsausflugs-Ziel
Am neuen Standort entfällt die immer heikle Objekt-Auswahl für Sonderausstellungen, weil das meiste greifbar ist; auch in Dokumenten kann man Nachschauen. Am meisten bieten könne das Sportmuseum wohl Gruppen, etwa Vereinen, sagte ein Sprecher, denn für solche könne man gezielt Material bereitstellen und erläutern. Ziel des Sportmuseums ist nicht nur Unterhaltung mit ausgefallenen Objekten, sondern primär das Einbetten des Sports in die Schweizer Kulturgeschichte. Historiker bereiten die Bestände auf, die durch Schenkungen auch immer weiter wachsen. Das Museum hätte gerne noch mehr Platz, doch das knappe Budget steckt enge Grenzen. (jg/sto/sda)
Erstellt: 24.09.2011, 15:07 Uhr
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