Basel

Ernst Beyeler ist tot

Der weltberühmte Riehener Galerist, Kunsthändler und Begründer der Fondation Beyeler verstarb im Alter von 88 Jahren.

1/8 Ernst Beyeler am 16. August 2007, als er der Presse die Ausstellung «Hommage an Ernst und Hildy Beyeler» vorstellte.
Bild: Schmid Roland

   

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Ernst Beyeler ist gestern Abend im Alter von 88 Jahren gestorben. Dies wurde der «Basler Zeitung» aus dem Umfeld des international bekannten Galeristen und Museumsgründers bestätigt.

Seine Galerientätigkeit an der Bäumleingasse machte Ernst Beyeler international bekannt. Mit vielen Künstlern, die er vertrat, war er auch persönlich befreundet. Zusammen mit seiner im Jahr 2008 verstorbenen Frau Hildy errichtete er die Beyeler-Stiftung, welche die 1997 eröffnete Fondation Beyeler in Riehen betreibt.

Beyeler war ein «Lokalpatriot und ein Weltbürger». Das sagte der frühere Direktor des Museums Tinguely, Guido Magnaguagno, am Freitag der SDA.

Ein Gentleman der alten Schule

Ernst Beyeler habe eine «wahnsinnig gute Nase für Qualität» gehabt, «eigentlich erstaunlich, wenn man bedenkt, dass er als Amateur nicht zur 'Zunft' gehörte», so Magnaguagno. Beyeler sei weltweit einer der bedeutendsten Kunsthändler gewesen und habe geholfen, viele renommierte Kunstsammlungen aufzubauen.

Als Mensch sei er immer sehr verbindlich gewesen, habe nie Smalltalk gemacht sondern immer unglaublich sachkundig über Kunst gesprochen. Beyeler sei ein Gentleman der alten Schule gewesen, «immer leicht distanziert, aber so sind die Basler halt».

«Unvergleichlich» sei der Beitrag, den Ernst Beyeler für das Renommée der Schweiz geleistet habe, meinte Jean-Frédéric Jauslin, Direktor des Bundesamts für Kultur, am Freitag.

Nicht nur sei Beyelers eigene Sammlung eine der bedeutendsten überhaupt, er habe auch Kollektionen und Museen in aller Welt mit aufgebaut.

Vermächtnis pflegen

Auch der Regierungsrat des Kantons Basel-Stadt zeigte sich betroffen. Man werde sich «auch in Zukunft dafür einsetzen, das einzigartiges Vermächtnis Ernst Beyelers zu pflegen», heisst es in einer Mitteilung der Basler Regierung. Der Kanton und die gesamte Region verdankten Ernst Beyeler mit seiner bedingungslosen Leidenschaft für die Kunst und seinem unternehmerischen Geist unvergleichliche Ausstrahlung nach innen und aussen, so die Regierung weiter. (ras/amu/sda/)

Erstellt: 26.02.2010, 11:57 Uhr

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5 Kommentare

Bruno Gasser

26.02.2010, 15:38 Uhr
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Eine zünftige Beleidigung, wie sich Magnaguagno über den grossen Macher Beyeler auslässt. Gerade deshalb, weil Ernst Beyeler die Kunst aus dem Leben heraus verstanden hat, konnte er Grosses erkennen und bewegen. Antworten


Pablo Ruiz

26.02.2010, 14:13 Uhr
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Welch ein Lebenswerk! Die Ausstellungen in der Fondation konnten unter E.B. stets mit Paris, New York, Berlin, London oder Madrid mithalten, oft waren sie in den wunderschönen Räumlichkeiten an der Baslerstrasse in Riehen noch ein bisschen schöner! Hut ab, vor einer grossen Basler Person und Persönlichkeit. Aufrichtigster Dank für alles, was Sie für uns und für Basel gemacht haben! Antworten


Juliana Gomez-Colomb

26.02.2010, 14:12 Uhr
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ein grosser mann der Kunst *EIN Gentelman* und dennoch immer bodenständig geblieben..... ex Baslerin j.Gomez-Colomb Antworten


Rolf Schlumpf

26.02.2010, 14:03 Uhr
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Man kann Ernst Beyeler Respekt zollen, für was er *geschaffen* hat. Das heisst nicht automatisch, dass man ihn als Basler mögen muss. Wie in anderen Bereichen gilt wohl auch hier... ohne all die Helferlein im Hintergrund kann man nie so gross werden. Wie gesagt – Respekt... Antworten


hans scholl

26.02.2010, 13:42 Uhr
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Schlicht und einfach, so wie es die Basler mögen: DANKE für Dein Schaffen ! Für die Kunst und für die Stadt Basel. Und was für ein Abschied - direkt nach Abschluss der Basler Fasnacht - die "drey scheenschte Dääg" nochmals für Dich! Antworten



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