Basel
Ernst Beyeler ist tot
Aktualisiert am 26.02.2010 5 Kommentare
Artikel zum Thema
Etwas gesehen, etwas geschehen?
Haben Sie etwas Aussergewöhnliches gesehen, fotografiert oder gefilmt? Ist Ihnen etwas bekannt, das die Leserinnen und Leser von baz.ch/Newsnet wissen sollten? Senden Sie uns Ihr Bild, Ihr Video, Ihre Information per MMS an 4488 (CHF 0.70 pro MMS).
Die Publikation eines exklusiven Leserreporter-Inhalts mit hohem Nachrichtenwert honoriert die Redaktion mit 50 Franken. Mehr...
Ernst Beyeler ist gestern Abend im Alter von 88 Jahren gestorben. Dies wurde der «Basler Zeitung» aus dem Umfeld des international bekannten Galeristen und Museumsgründers bestätigt.
Seine Galerientätigkeit an der Bäumleingasse machte Ernst Beyeler international bekannt. Mit vielen Künstlern, die er vertrat, war er auch persönlich befreundet. Zusammen mit seiner im Jahr 2008 verstorbenen Frau Hildy errichtete er die Beyeler-Stiftung, welche die 1997 eröffnete Fondation Beyeler in Riehen betreibt.
Beyeler war ein «Lokalpatriot und ein Weltbürger». Das sagte der frühere Direktor des Museums Tinguely, Guido Magnaguagno, am Freitag der SDA.
Ein Gentleman der alten Schule
Ernst Beyeler habe eine «wahnsinnig gute Nase für Qualität» gehabt, «eigentlich erstaunlich, wenn man bedenkt, dass er als Amateur nicht zur 'Zunft' gehörte», so Magnaguagno. Beyeler sei weltweit einer der bedeutendsten Kunsthändler gewesen und habe geholfen, viele renommierte Kunstsammlungen aufzubauen.
Als Mensch sei er immer sehr verbindlich gewesen, habe nie Smalltalk gemacht sondern immer unglaublich sachkundig über Kunst gesprochen. Beyeler sei ein Gentleman der alten Schule gewesen, «immer leicht distanziert, aber so sind die Basler halt».
«Unvergleichlich» sei der Beitrag, den Ernst Beyeler für das Renommée der Schweiz geleistet habe, meinte Jean-Frédéric Jauslin, Direktor des Bundesamts für Kultur, am Freitag.
Nicht nur sei Beyelers eigene Sammlung eine der bedeutendsten überhaupt, er habe auch Kollektionen und Museen in aller Welt mit aufgebaut.
Vermächtnis pflegen
Auch der Regierungsrat des Kantons Basel-Stadt zeigte sich betroffen. Man werde sich «auch in Zukunft dafür einsetzen, das einzigartiges Vermächtnis Ernst Beyelers zu pflegen», heisst es in einer Mitteilung der Basler Regierung. Der Kanton und die gesamte Region verdankten Ernst Beyeler mit seiner bedingungslosen Leidenschaft für die Kunst und seinem unternehmerischen Geist unvergleichliche Ausstrahlung nach innen und aussen, so die Regierung weiter. (ras/amu/sda)
Erstellt: 26.02.2010, 11:57 Uhr
Kommentar schreiben
5 Kommentare
Man kann Ernst Beyeler Respekt zollen, für was er *geschaffen* hat. Das heisst nicht automatisch, dass man ihn als Basler mögen muss. Wie in anderen Bereichen gilt wohl auch hier... ohne all die Helferlein im Hintergrund kann man nie so gross werden. Wie gesagt – Respekt... Antworten
Basel
Basel
Meistgelesen in der Rubrik Basel
Ist der Kreisel bei der Prüfstation trotz Sanierung gefährlich?
Ja
Nein
1101 Stimmen























