Basel
Es war nicht der erste Brandanschlag
Aktualisiert am 06.09.2012 28 Kommentare
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Zur Brandattacke kam es am Mittwoch kurz nach 23 Uhr beim Restaurant-Café Istanbul an der Klybeckstrasse. Wie die Basler Staatsanwaltschaft mitteilte, warfen drei vermummte Personen zuerst einen Brandsatz an die Fassade des Lokals. Anschliessend flog ein weiterer in das Café, in dem sich mehrere Gäste aufhielten. Die Brandsätze detonierten, richteten jedoch keinen grossen Schaden an.
Das Café Istanbul steht nicht zum ersten Mal unter Beschuss. Am 18. Oktober 2008 kam es in dem Kleinbasler Lokal zu einem ähnlichen Vorfall als zwei mit Benzin gefüllte Flaschen ins Innere des mit 18 Personen gefüllten Cafés flogen und dabei die Kleider eines Gastes entzündeten. Damals vermuteten die Inhaber des Lokals, in dem hauptsächlich Türken oder Personen mit tükischem Migrationshintergrund verkehrten, dass Mitglieder der kurdischen Arbeiterpartei PKK hinter dem Anschlag steckten.
Drei vermummte Täter
Nach dem erneuten Anschlag am Mittwochabend gehen die Spekulationen in eine ähnliche Richtung. Anwohner vermuten, dass das Café Istanbul der Treffpunkt türkischer Nationalisten sei und dass kurdische oder syrische Kreise hinter der Brandattacke stehen könnten. Von Seiten der Staatsanwaltschaft heisst es vorerst, dass die Hintergründe des Anschlages noch nicht bekannt und Gegenstand laufender Ermittlungen sind.
Im Gegensatz zum Vorfall vor vier Jahren wurden dieses Mal keine Café-Gäste von den Brandsätzen geschädigt. Ein Gast verletzte sich allerdings leicht, als er sich in Deckung begab. Das Feuer konnte durch die Gäste noch vor Eintreffen der Feuerwehr gelöscht werden. Als einer der Anwesenden aus dem Lokal flüchtete, flog ein weiterer Brandsatz gegen das Gebäude. Die Gaststätte musste vorübergehend evakuiert werden. Die Täter flüchteten in Richtung Gärtnerstrasse – eine sofortige Fahndung blieb aber erfolglos.
Die Polizei sucht drei jüngere Männer mit einer Grösse von etwa 160-170 Zentimeter. Das Trio trug schwarz-weiss karierte «Arafatschals» und schwarze Kleidung. (jg/glw)
Erstellt: 06.09.2012, 10:44 Uhr
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28 Kommentare
Kann man hoffen, dass der Brandanschlag aufgeklärt wird? Ev. muss auch der Hintergrund ausgeforscht werden. Es kann in einem zivilisierten Staat nicht sein, dass die Behörden die Hände in den Schoss legen, "weil die Täter nicht ermittelt werden konnten". Subkulturen brauchen Kontrolle, ob sie nun Steuern hinterziehen, Privatkriege führen, morden oder sonst kriminell die Gesellschaft bedrohen. Antworten

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