Basel
Ex-Lehrer verfolgt Christoph Eymann
Von Raphael Suter. Aktualisiert am 22.01.2012 16 Kommentare
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Wegen «Amtsmissbrauch» und «falschen Anschuldigungen» hat ein ehemaliger Lehrer gegen den Vorsteher des Basler Erziehungsdepartementes, Christoph Eymann, in der vergangenen Woche Strafanzeige eingereicht. Dies ist nur ein weiterer Höhepunkt in einem seit sechs Jahren schwelenden Konflikt zwischen dem Mann und dem Erziehungsdepartment.
Das Arbeitsverhältnis mit dem Lehrer an einer Orientierungsschule war im Jahr 2006 aufgelöst worden. Die Gründe, die zur Kündigung führten, versuchte Erziehungsdirektor Christoph Eymann in einem Brief an Lehrer und Eltern darzulegen. Allerdings konnte er aus rechtlichen Gründen nicht die gewünschte Transparenz herstellen. Der entlassene Lehrer spricht dagegen von «massivem Mobbing gegen meine Person».
Strafanzeige gegen neun Mitarbeiter
Im Internet kursieren seither mehrere anonyme Berichte über die damaligen Ereignisse, die aufgrund der Detailkenntnisse aus dem Umfeld des Lehrers stammen dürften. Dort heisst es, dass der Mann von mehreren Mitarbeitern Eymanns als «selbst- und fremdgefährlicher Lehrer» verleumdet wurde, ohne dass ihm eine Verfehlung nachgewiesen werden konnte. Nachdem ihm ein Gespräch mit dem Erziehungsdirektor verweigert worden sei und er auch von der Ombudsstelle keine Unterstützung erhielt, erstattete der Lehrer Strafanzeige gegen neun Mitarbeiter im Erziehungsdepartment.
Das Verfahren wurde allerdings von der Staatsanwaltschaft eingestellt. Am 17. Januar hat der Ex-Lehrer nun erneut Strafanzeige eingereicht. In einem Brief sei er von Mitarbeitern des Gesundheitsdienstes als «psychisch Kranker mit einem hohen Gefahrenpotenzial gegen sich selber und andere» diffamiert worden. Eymann wirft er vor, ein psychatrisches Verfahren losgetreten zu haben, ohne je ein Gespräch mit ihm geführt zu haben.
Strafanzeige von Eymann
Der Basler Erziehungsdirektor konnte sich gegenüber der BaZ zum laufenden Verfahren nicht äussern. Dies in Absprache mit der Basler Staatsanwaltschaft und dem Medienverantwortlichen des Regierungsrates. Wegen der im Internet aufgetauchten Anschuldigungen an seine Person hatte Christoph Eymann Ende 2010 selber eine Strafanzeige gegen unbekannt eingereicht. Der Sprecher der Staatsanwaltschaft Markus Melzl bestätigte der BaZ, dass der Fall «in intensiver Bearbeitung» sei. Es gebe noch komplizierte technische Beweisfragen abzuklären.
Es gelte zwar die Unschuldsvermutung, doch der ehemalige Lehrer gehöre zu den Tatverdächtigen der anonymen Pamphlete, erklärte Melzl. Der Mann wurde in dieser Sache erneut vernommen. Der Blog unter dem Titel «Behördenkriminalität» ist bis heute nicht vom Netz genommen worden. Der letzte Eintrag stammt vom 10. Januar dieses Jahres. Da heisst es: «Für Beamte und Behörden gilt das Schweizerische Strafgesetzbuch nicht. Die Behörden-Mafia kann tun und lassen, was sie will, ohne strafrechtlich belangt zu werden. Dieser Blog deckt auf, wie das kriminelle staatliche Terrorsystem im Kanton Basel-Stadt und in der Schweiz funktioniert.» Der Autor ist anonym. (Basler Zeitung)
Erstellt: 22.01.2012, 18:03 Uhr
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16 Kommentare
Die Fakten auf dem Blog sind durch Dokumente belegt. Die Idee, den Lehrer über die psychische Schiene auszugrenzen, stammt aus dem ED. Der damalige Leiter der Basler Gesundheitsdienste Dr. Andreas Faller hat das Telephonat mit Dr. Christoph Eymann bestätigt. Antworten
Meine Familie hat das gleiche erlebt, eine Aufsichtsbeschwerde über die Führung der Beistandschaft dauert seit 8 Monaten an, keine Kommunikation, nur sich davon schwatzen von der Verantwortung - dass jedoch ein gesellschaftlich bekannter Schwerenöter, der gerne Kuckuckseier hinterlässt, das Erziehungsdepartement führt ist mehr als fraglich. Schön wäre es er würde er seinen "Koffer" packen! Antworten
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