Basel

FCB macht Druck auf Gass

Von Philipp Loser. Aktualisiert am 28.07.2009 25 Kommentare

Pro Jahr werden im St.-Jakob-Park laut einer Studie 20 Millionen Franken Steuergelder generiert. Damit müssten sich die Sicherheitskosten subventionieren lassen – findet der FC Basel.

Hohe Kosten: Der FCB möchte, dass die Regierung die Sicherheitskosten mit den im Joggeli generierten Steuern subventioniert.

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Muss Gass dem FCB entgegenkommen?

Im St.-Jakob-Park werden jährlich 20 Millionen Steuerfranken generiert. Trotzdem verlangt Sicherheitsdirektor Hanspeter Gass mehr Geld vom FC Basel. Muss er seine Haltung überdenken? Soll er nachgeben?

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Die Wertschöpfungsstudie von Stadionbetreiberin Basel United, dem FCB und der Stadiongenossenschaft ist rund zwei Jahre alt und war bis gestern nur für den internen Gebrauch bestimmt. Dass die Studie gerade jetzt veröffentlicht wird, ist kein Zufall: Seit einiger Zeit verlangt Sicherheitsdirektor Hanspeter Gass (FDP) sehr dezidiert, dass der FC Basel einen grösseren Anteil der Sicherheitskosten übernehmen muss. Die Veröffentlichung der Studie ist die direkte Antwort auf diese Forderung. «Wir wollen zeigen, was der FCB für einen Wert generiert», sagt FCB-Finanzchef Mathieu Jaus. «Es ist richtig, dass dies die Öffentlichkeit erfährt, auch wenn die Studie in keinem Zusammenhang mit den Sicherheitskosten steht», ergänzt FCB-Vizepräsident Bernhard Heusler.

92 Millionen

Die von der Basler Hochschule für Wirtschaft erstellte Studie hat die Wertschöpfung von St.-Jakob-Park und St.-Jakob-Arena in den Jahren 2004 bis 2006 untersucht und kommt dabei auf einen wirtschaftlichen Nutzen für die Region in der Höhe von jährlich durchschnittlich 92 Millionen Franken. Davon abgeleitet haben die Studienverfasser ausgerechnet, wie viele direkte und indirekte Steuern im Joggeli generiert werden. Für die beiden Basel kommen sie dabei auf jährlich 20 Millionen Franken. «Damit liessen sich die Sicherheitskosten ohne Weiteres bezahlen», sagt Christian Kern, CEO von Stadionbetreiberin Basel United. «Die Regierung muss nun endlich über die Querfinanzierung dieser Kosten nachdenken.»

Doch diese weist den Vorschlag von Basel United und dem FCB weit von sich. Stellvertretend für Sicherheitsdirektor Hanspeter Gass (FDP), der diese Woche noch in den Ferien ist, sagt sein Mediensprecher Klaus Mannhart: «Das sind zwei verschiedene Paar Stiefel. Nur weil jemand Steuern zahlt, heisst das nicht, dass er von Gebühren befreit wird.» Bis anhin zahlt der FCB zwischen 3 und 3,5 Millionen Franken jährlich für die Sicherheit, was nur «schwer» zu verkraften sei, wie Finanzchef Jaus sagt: «Diese Kosten stellen einen Wettbewerbsnachteil gegenüber den anderen Clubs dar.» Noch lieber als die Querfinanzierung wäre Jaus darum eine nationale Lösung, bei der die Vereine prozentual zu ihrem Zuschaueraufkommen in einen Fonds einzahlen. Oder das deutsche Modell: Dort ist die Finanzierung der Sicherheit ausserhalb der Stadien Staatsaufgabe.

Einen Kommentar und mehr zum Thema finden Sie heute in der Printausgabe der Basler Zeitung. (Basler Zeitung)

Erstellt: 28.07.2009, 07:46 Uhr

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25 Kommentare

Rolf Schmidhauser

28.07.2009, 08:27 Uhr
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Die 20'000 Zuschauer bezahlen in ihren Gemeinden Steuern in der Höhe von mehreren Mio. -somit sollte wohl der (meist unverhältnissmässige Polizei-Einsatz) abgedeckt sein! Dann darf die Kultur mit Steuergeldern auch nicht mehr subventioniert werden! sprich der FCB muss zwingend Subventionen von der Stadt verlangen! Hanspeter Gass hat Defizite - sofortiger Rücktritt bitte!!! Antworten


Sandra Borner

28.07.2009, 10:29 Uhr
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Weshalb soll der FCB mehr bezahlen? Er kann ja nichts gegen die Übeltäter unternehmen... Und die Polizei schaut ja nur zu... Präsenz ist ja gut und recht, aber jetzt müssen endlich härtere Bussen und Strafen her! Dann hören auch die Ausschreitungen auf... Antworten



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