Basel
Falschparkierer blockiert 3er-Tram
Von Lukas Bertschmann. Aktualisiert am 24.05.2012 24 Kommentare
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Kurz nach halb 9 Uhr geht bei der BVB die Meldung ein, dass der 3er auf Höhe Musikakademie nicht mehr in Richtung Burgfeldergrenze fahren könne: Die Strecke ist durch ein aus der Parkbucht ragendes Fahrzeug blockiert.
«Das kommt immer wieder vor», weiss Polizeisprecher Klaus Mannhart. In so einem Fall wird versucht, den Fahrzeughalter zu erreichen. «Vielfach hält sich dieser mit dem Handy in der Tasche in der Nähe auf», sagt Mannhart. Nicht so in diesem Fall – der Halter ist nicht erreichbar. Der Druck auf die BVB-Streckenleitung und die Polizisten vor Ort steigt. Unterdessen ist bereits der erste Kurs des 3er umgeleitet. «Das betreffende 3er Tram fährt nach dem Bankverein links zum Theater via Markthalle und Schützenhaus zur Burgfeldergrenze», meint Anna Dobr von den BVB. Für die Polizisten vor Ort ist jetzt klar: Das Auto muss per Kran aus der Parklücke gehoben und abgeschleppt werden.
Hohe Kosten zu erwarten
Das wird teuer für den Halter aus dem Kanton Aargau: Nebst der Busse fürs Falschparkieren, erwartet ihn eine Rechnung für den Abschleppdienst von gegen 600 Franken. Zudem wird er auch noch von den BVB Post erhalten: «Für eine Streckenblockade zwischen fünf und zehn Minuten muss ein Verursacher 150 Franken bezahlen. Danach kommen pro verstrichene Minute weitere 15 Franken hinzu», so Dobr. Die gesamten Kosten fürs Autoabstellen des fehlbaren Autofahrer dürften so knapp vierstellig ausfallen.
Wie bei jedem juristischen Verfahren üblich, hat der Halter die Möglichkeit, gegen die verhängten Kosten zu rekurrieren. Es ist gut denkbar, dass dies passieren wird. Denn baz.ch stellte vor Ort fest, dass das Tram unter Anleitung eines BVB-Streckentechnikers doch noch ganz knapp neben dem Falschparkierer durchkam. «Der Chauffeur muss abschätzen, ob ein Engnis die Durchfahrt blockiert, oder nicht. Wir gehen dabei lieber auf Nummer sicher und schliessen Schäden am Tram und Dritten aus», meint Dobr dazu. (baz.ch/Newsnet)
Erstellt: 24.05.2012, 11:40 Uhr
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24 Kommentare
"Wir gehen dabei lieber auf Nummer sicher und schliessen Schäden am Tram und Dritten aus"
Schade eigentlich. Trams sollten an den Seiten am besten massive Stosstangen haben um solche Hindernisse selbst aus dem Weg zu räumen. Der Lerneffekt ist dann sicher ungleich höher.
Antworten
Schienen auf der Strasse: Ein Hinweis dass man genügend platz lassen sollte. Ein Tram ist halt nicht nur so breit wie die Schiene selbst. Ich hoffe das der oder die Automobilst/In etwas daraus gelernt hat.. und die die diesen Artikel lesen auch. Antworten
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