Basel
Filmreifer Ausbruch aus dem Waaghof
Von Lukas Bertschmann. Aktualisiert am 20.08.2012 29 Kommentare
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Da haben sich die Bewohner einer Wohnung an der Inneren Margarethenstrasse wohl nicht schlecht gewundert, als sie um etwa 17.30 Uhr ein Loch in der Decke ihrer Wohnung bemerkten. Denn am Sonntagnachmittag konnten drei Häftlinge des Untersuchungsgefängnisses Waaghof durch eben dieses Loch flüchten, wie die Basler Polizei mitteilte. Es handle sich dabei um zwei Serben und einen Slowenen im Alter zwischen 33 und 37 Jahren.
Millimeter für Millimeter durch die Wand
Die drei Häftlinge waren laut Polizeisprecher Klaus Mannhart Kalfaktoren, also im Gefängnisdienst beschäftigt. Am Sonntagnachmittag seien sie unbeaufsichtigt in der Waschküche eingeschlossen gewesen. «Permanent mit Video überwachen, dürfen wir nur Häftlinge, die eine ganz grosse Gefährdung darstellen», gibt Mannhart zu bedenken Nicht so diese Drei – offenbar haben sie sich in der Waschküche seit Längerem hinter einer Waschmaschine an der Wand zu schaffen gemacht und diese Stück für Stück bis zum Durchbruch bearbeitet. «Monatelang eingesperrte Häftlinge werden kreativ», weiss Mannhart. Obwohl alle Räume im Gefängnis regelmässig überprüft werden, seinen die «Grabungen» in der Waschküche nicht entdeckt worden.
Durch ein 45 Zentimeter grosses Loch in der Mauer der Waschküche gelangte das Trio in einen Leitungsschacht, der an der Gefängnisaussenmaurer entlang verläuft. «Die Aussenmauern sind elektronisch gesichert – aber auch hier haben die Flüchtigen eine Lücke gefunden», so Mannhart. Denn auch durch die Aussenmauer haben sich die Drei durchgearbeitet, bis sie im Nachbarhaus in eine Zwischenebene vorstiessen. Die Gipsdecke der Wohnung war dann erst recht kein Hindernis mehr für die Häftlinge und so gelangten sie schliesslich in die Freiheit.
Laut Mannhaurt gelten die drei Osteuropäer nicht als gemeingefährlich. Sie haben seit einigen Monaten wegen Raub- beziehungsweise Drogendelikten in Untersuchungshaft gesessen. Die Fahndung nach den drei Flüchtigen verlief bisher ergebnislos. (baz.ch/Newsnet)
Erstellt: 20.08.2012, 08:37 Uhr
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29 Kommentare
Ausbruch via Wand-Durchbruch ins Nachbarhaus? Das hatten wir doch schon einmal im Jahre 2005. Damals hiess es, es würden bauliche Massnahmen ergriffen, um dies in Zukunft zu verhindern. Hat man vor sieben Jahren bloss die Wände frisch gestrichen? Antworten
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