Basel
Flughafencasino-Neustart mit weniger Personal
Von Joel Gernet. Aktualisiert am 26.09.2012 7 Kommentare
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Am Dienstag wurde der frisch umgestaltete Spielbereich im zweiten Untergeschoss des Grand Casino Basel eröffnet. Hier soll der neu zusammengelegte Tischspiel- und Automatenbereich besser mit Show-Angeboten kombiniert werden können. Mit einer neuen Strategie will sich das Flughafencasino als «Swiss Las Vegas» etablieren (wir berichteten). Vier der insgesamt 48 Croupiers, das sind die Mitarbeiter an den Spieltischen, erhielten beim Neustart am Dienstagabend die Kündigung.
Der frischgebackene Casino-Direktor Marcel Wenger bestätigt auf Anfrage entsprechende Informationen der BaZ. Sein Vorgänger Timothy Cullimore arbeitet nicht mehr im Crand Casino Basel. «Cullimore hatte vom Verwaltungsrat den Auftrag, neue Ideen und Konzepte nach Basel zu bringen – nun wurden seine Vorschläge umgesetzt», erklärt Wenger, der seit der Eröffnung im Flughafencasino arbeitet und zuletzt Vize-Direktor war. Dass Cullimore, ein in England wohnhafter schweizerisch-britischer Casino-Consultant, nur vorübergehend das Flughafencasinos leitete, war so vereinbart.
Gestaffelter Personalabbau
Zur genauen Zahl der Entlassungen möchte sich auch Casino-Direktor Wenger nicht äussern. «Wir versuchten, die natürliche Fluktuation zu berücksichtigen – die Einschnitte sind jedenfalls nicht sehr gross.» Aus gut informierten Kreisen ist zu erfahren, dass von den über 200 Angestellten gegen zwanzig Personen aus allen Casino-Bereichen ihre Stelle verlieren dürften. «Es geht in diese Richtung», sagt Rudolf Schiesser, Verwaltungsratspräsident des Grand Casino Basel. Er betont, dass der Abbau gestaffelt ablaufe. «Wir müssen das Personal leider dem Geschäftsgang anpassen.»
Casino-Direktor Wenger macht drei Faktoren für die personellen Einschnitte verantwortlich: Erstens sei die Wirtschaftslage allgemein schlechter geworden; zweitens sorge der tiefe Euro für kleinere Einsätze der ausländischen Kunden – insgesamt kommen knapp 40 Prozent der Spieler aus Frankreich und rund 10 Prozent aus Deutschland; und drittens sorge das Sozialkonzept des Flughafencasinos dazu, dass jährlich bis zu 600 Spieler gesperrt werden. Weil das Spielverbot landesweit gilt, weichen viele auf die Konkurrenz im Ausland aus.
Neue Pläne für das Obergschoss
«Die Casinos in Grenznähe haben am meisten eingebüsst», erklärt Wenger. «Dem Grand Casino Basel geht es aber immer noch gut. Unsere Gästezahl ist nicht drastisch zurückgegangen, aber die Einsätze sind gesunken.» In seiner besten Phase hätte das Grand Casino Basel 2009 gegen 2000 Gäste pro Tag gezählt, heute sind es rund 1600. Die Umstrukturierungen seien vor allem mit Blick auf die Zukunft getätigt worden. Das gelte auch für die Diversifizierung des Angebots.
Durch die Zusammenlegung der Spielbereiche sind im ersten Obergeschoss rund 400 Quadratmeter frei geworden. Auf diesen soll das Casino-Angebot erweitert werden. Wie die Fläche künftig genutzt wird, möchte Wenger noch nicht verraten. Es gebe bereits Ideen, diese tendierten eher auf eine Nutzung im Spiel- als im Eventbereich. Der frisch zusammengelegte Spielbereich ist gestern Dienstag ohne speziellen feierlichen Rahmen eröffnet worden. Zum neunten Casino-Geburtstag im Oktober soll es einen Spezialevent geben. (baz.ch/Newsnet)
Erstellt: 26.09.2012, 14:46 Uhr
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7 Kommentare
Mit der Umstrukturierung verschwinden (vorerst) auch die 2 Pokertische. Natürlich verdient ein Casino nicht wahnsinnig viel Geld mit Poker. Trotzdem gehört es einfach zum Gesamtkonzept dazu. Fehlendes Pokerangebot wird sich mit der Zeit rächen! Antworten
Flughafencasino-Neustart mit weniger Personal, und weniger Besucher seit der Eröffnung im 2003. In meinen Augen rentiert ein besuch bald nicht mehr, das Casino hat sich negativ verändert. Weil Glück im spiel, zum Fremdwort geworden ist im Gegensatz zu früher. Das ist jedenfalls meine Meinung! Auch was die Ausstattung betrifft, am Anfang war es viel gemütlicher.
Oder darf man das nicht erwähnen?
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