Basel

Frankreich verlangt von den BVB französisch sprechende Tramchauffeure

Aktualisiert am 11.03.2016 91 Kommentare

Die verlängerte Linie 3 der BVB nach Saint-Louis soll nur von Chauffeuren befahren werden, die des Französischen mächtig sind. Die Trams wurden bereits aufgrund ihrer «Frankreich-Tauglichkeit» ausgewählt.

Nur die Flexity-Trams sind «Frankreich-tauglich». Das Personal soll es noch werden.

Nur die Flexity-Trams sind «Frankreich-tauglich». Das Personal soll es noch werden.
Bild: Keystone

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Basler Tramchauffeure, die ab 2017 auf der Tramlinie 3 über die Grenze nach Saint-Louis fahren, müssen französisch Sprechen können. Dies verlangen die Behörden Frankreichs von den Basler Verkehrs-Betrieben (BVB) im Rahmen ihrer Auflagen für die Tramverlängerung.

Konkret werden «einfache Konversationen auf Französisch» verlangt, wie ein BVB-Mediensprecher einen entsprechenden Bericht des SRF-Regionaljournals Basel bestätigte. Diese Regel gelte in Frankreich landesweit für alle Angestellten im öffentlichen Verkehr.

Grundlegende Interaktionen erfordert

Ein spezifisches Sprachniveau werde nicht verlangt. In erster Linie geht es gemäss dem Sprecher darum, Fahrgästen einfache Auskünfte zu erteilen, aber auch um sicherheitsrelevante Durchsagen im Tram. Die BVB planen nun spezifische Schulungen ihres Personals.

Die Vorgabe von Sprachkenntnisse ist indes nur ein Teil der Auflagen der französischen Behörden: So werden gemäss BVB etwa an allen Türen SOS-Knöpfe verlangt und Beschriftungen müssen auch auf Französisch angebracht sein. Wie auf der Linie 8 nach Deutschland müssen alle Trams zudem Bremslichter haben.

Eröffnung Ende 2017

Bei den Basler Trams der neusten Generation, den sogenannten Flexity-Fahrzeugen, seien viele der Auflagen bereits umgesetzt. Die «Frankreich-Tauglichkeit» ist ein Kriterium bei der Ausschreibung gewesen, wie der Sprecher weiter sagte. Es sei daher geplant, nur mit Flexity-Trams nach Frankreich zu fahren.

Die Zulassung für den französischen Abschnitt der Tramlinie liegt gemäss BVB für die Fahrzeuge indes noch nicht vor. Von den 3,1 km Schienen der sich im Bau befindenden Verlängerung der Tramlinie 3 liegen rund 2,6 km auf französischem Boden. Die Gesamtkosten für die Tramverlängerung samt Park Ride-Anlage an der künftigen Endhaltestelle werden auf rund 91,3 Millionen Franken beziffert. Die ersten Trams sollen ab Ende 2017 über die Grenze fahren. (las/sda)

Erstellt: 11.03.2016, 17:07 Uhr

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91 Kommentare

Rudolph Stucki

11.03.2016, 17:19 Uhr
Melden 411 Empfehlung 49

die Behörden Frankreichs ... vas te fair cuire un oeuf......
wieso muss das Basler Traemmli ueberhaupt nach Frankreich fahren.... wieder etwas wofuer der Schweizer bezahlt um den Franzosen zu dienen.....
Antworten


Peter Krummbuckel

11.03.2016, 17:21 Uhr
Melden 319 Empfehlung 53

Ein gutes Beispiel von Interessenspolitik. Damit will man erreichen, dass wir mehr Grenzgänger anzustellen haben. Ich war grundsätzlich gegen die Tramverlängerung. Antworten



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