Basel

Diskussion

Für den Fall, dass Baselland nicht mehr zahlt

Basels Bildungsdirektor Christoph Eymann will die Zukunft der Universität beider Basel sichern. Künftig sollen sämtliche Nachbarkantone die Uni mittragen. Mehr...

Von Peter de Marchi und Markus Vogt.

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16 Kommentare

Werner Zumbrunn

18.10.2012, 20:33 Uhr
Melden 3 Empfehlung 1

2012 zahlt BS netto 100 Mio. in den NFA-Ausgleichstopf ein (527 pro Einw.), BL 11 Mio. (40). SO bezieht 176 Mio. (708), AG sogar 191 Mio. (329). Beim Instrument 5 des NFA (Beteiligung an der Uni Basel) fehlen von AG, SO und den übrigen Kantonen Beiträge von 100 Mio. Fr. pro Jahr, weil diese von BS und BL nicht eingefordert werden. BS und BL haben sich deshalb ausser Dummheit nichts vorzuwerfen. Antworten


Patrick Le Cloarec

18.10.2012, 15:46 Uhr
Melden 6 Empfehlung 2

"...Für den Fall, dass Baselland nicht mehr zahlt?!?": ..."Die Zukunft der Universität beider Basel?!?". ...Dann soll halt das département du Haut-Rhin mit Baden-Württemberg finanziell einsteigen: Schliesslich beschäftigt BS/BL und dem bewährten Wirtschaftsstandort ihren Arbeitslosen. Ein Geben und Nehmen; ...Oder ist das Projekt "Triregio" nur Bluff?!? Antworten


Patrick Le Cloarec

19.10.2012, 20:52 Uhr
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@seiler. Hier geht es nur und Primär um die Finanzierung zu sichern. ...Somit, philosophieren über die Qualität der Studenten, über die Fähigkeiten der Professur, über die Notwendigkeit oder den Sinn einen Universität am Rheinknie zu bestimmen ist deutlich verfrüht. Meinen Sie nicht?


M. Seiler

19.10.2012, 19:23 Uhr
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@ Le Cloarec. Eine Finanzierung hängt heute nicht mehr nur vom Staat ab. Basel ist heute - je nach Liste - noch in den Top-Ten der deutschsprachigen Unis. Dabei spielt wohl die Qualität der Studenten auch eine Rolle. Vielleicht wäre Weniger am Ende sogar Mehr. (Aber dies ist nicht der Platz die Verakademisierung unserer Gesellschaft zu diskutieren)


Patrick Le Cloarec

19.10.2012, 18:11 Uhr
Melden

@Seiler, Sie denken viel zu weit. Deutsch- oder Englischkenntnisse sind hier nicht verlangt. Lediglich ein Unterschrift unter einem Vertrag genügt um die Finanzierung der Finanzierung der Universität beider Basel zu sichern. ...Es ist ein Business: Nehmen und Geben.


M. Seiler

19.10.2012, 07:32 Uhr
Melden 1 Empfehlung 0

Der Bluff ist wohl eher, dass mittlerweile über 60 % der französischen Schüler irgendein Bac haben, das grösstenteils nicht vergleichbar mit einer eidg. Matur ist. Kommt noch dazu, dass wohl nur noch ein kleiner Teil Deutsch spricht und das unterrichtete Englisch sich auf dem Niveau von Flughafendurchsagen bewegt.


Dieter Schnetzer

18.10.2012, 14:34 Uhr
Melden 10 Empfehlung 1

Die Idee ist sicher nicht falsch, grundsätzlich. Allerdings sollte das Baselbiet etwas mehr an seine Verantwortung erinnert werden. Es ist kaum mehr ein verlässlicher Partner. Jahrzehntelang hat man gute Steuerzahler aus der Stadt weggelockt, Mittel verschleudert und wenn's mal etwas kriselt, möchte man sich der Verantwortung entziehen. Typsich für diese tragische Regierung und den Kantönligeist. Antworten


Mario Crivelli

18.10.2012, 12:28 Uhr
Melden 4 Empfehlung 0

Gouverner c'est prevoir, absolut richtig, dass Regierungsrat Eymann sich Gedanken macht wie z.B. die BS/BL UNI weiterihin finanziert ja evtl. sogar ausgebaut werden kann, wieso nicht die unmittelbaren Nachbarkantone und auch Nutzer der hiesigen UNI anfragen? Dies aber nicht als Einbahnstrasse ("nur" Geld beitragen) verstanden, sondern als vollberechtigte Partner der Universität miteinbeziehen. Antworten


Daniel Frei

18.10.2012, 11:10 Uhr
Melden 13 Empfehlung 7

Man sollte da knallhart durchgreifen und dieser Schoggi-und-Weggli Mentalität ein Ende setzen. Wenn sich die umliegenden Kantone an den Leistungen, die sie beziehen, nicht beteiligen wollen, muss man das Geld halt direkt eintreiben: happiges Roadpricing, Austritt aus dem TNW, saftige Studiengebühren, Aufschläge bei Theatertickets etc.
BS sitzt am längeren Hebel!
Antworten


Beat Horn

18.10.2012, 10:23 Uhr
Melden 1 Empfehlung 21

umgekehrt ist auch gefahren - wäre Basel z.B. bereit, sich in anderen Kantonen gleichermassen an den Kosten zu beteiligen? Antworten


Dieter Schnetzer

18.10.2012, 14:37 Uhr
Melden 9 Empfehlung 1

Schon mal die Liste der Nettozahler beim Finanzausgleich der Kantone studiert???


Chris Moser

18.10.2012, 14:29 Uhr
Melden 8 Empfehlung 2

Was genau müsste Basel bei anderen Kantonen an Dienstleistungen beziehen?
Bauernhöfe und Schulden?


Phil Bösiger

18.10.2012, 10:39 Uhr
Melden 26 Empfehlung 1

@Horn: Das macht Basel-Stadt schon mit den Zahlungen an den NFA - 2011 immerhin rund CHF 1'100.-- pro Steuerzahler. An welchen weiteren ausserkantonalen Kosten sollte sich Basel-Stadt Ihrer Meinung nach darüberhinaus beteiligen?


roland greber

18.10.2012, 09:25 Uhr
Melden 6 Empfehlung 21

Lieber Herr Eymann, herzlichen Dank für Ihren Steilpass ans Baselbiet. Als Landschäftler freud es mich immmer doppelt, wenn ich weniger Steuern zahlen muss, und Basel mir Ihre Dienstleistungen gratis anbietet. Allerdings stört es mich ein wenig, wenn Superreiche in BL zuwenig Steuern zahlen und Basel zuerst Dienstleistungen Anbietet, später Superreiche auch schonen muss, weil das Geld ausgeht. Antworten


M. Seiler

18.10.2012, 09:00 Uhr
Melden 13 Empfehlung 6

Es fehlt der Wille eine Gesamtauslegeordnung zu machen. Man traut sich schon gar nicht, z.B. Baden-Württemberg anzufragen. Wie soll man auch, bestehen dort doch über 40 % der Schüler die Abi-Prüfungen. Bedeutet nicht nur, dass diese Schüler scheints im Durchschnitt doppelt so intelligent sind wie CH-Schüler, sondern dass das Ländle noch so froh ist, wenn ein paar abwandern. Antworten


Phil Bösiger

18.10.2012, 08:01 Uhr
Melden 11 Empfehlung 7

Dasas Eymann einen Plan B entwickelt, ist sicher zu begrüssen. Mit seinen rechtsbürgerlichen Oberbaselbietern ist Baselland im Moment ein unsicherer Partner, wenns um gemeinsame Projekte geht. Allerdings finde ich es taktisch ungeschickt, BL im Voraus ein Ausstiegsszenario anzubieten. Das könnte auch Liestaler Mitte-Politiker in Versuchung führen.... Antworten



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