Basel
«Diese Häufung macht mir Sorgen»
Von Silvana Guanziroli. Aktualisiert am 13.10.2012 51 Kommentare
Artikel zum Thema
Teilen und kommentieren
Etwas gesehen, etwas geschehen?
Haben Sie etwas Aussergewöhnliches gesehen, fotografiert oder gefilmt? Ist Ihnen etwas bekannt, das die Leserinnen und Leser von baz.ch/Newsnet wissen sollten? Senden Sie uns Ihr Bild, Ihr Video, Ihre Information per MMS an
4488 (CHF 0.70 pro MMS).
Die Publikation eines exklusiven Leserreporter-Inhalts mit hohem Nachrichtenwert honoriert die Redaktion mit 50 Franken. Mehr...
Korrektur-Hinweis
Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.
Sie greifen meist von hinten an, schlagen ihre Opfer nieder und rauben sie aus. Seit Wochen werden in Basel immer häufiger Passanten von unbekannten Tätern angegriffen – und in vielen Fällen auch verletzt. Erstmals äussert sich jetzt Justiz- und Sicherheitsdirektor Hanspeter Gass (FDP) zur neuen Gewaltentwicklung. «Es ist richtig, dass wir in unserem Kanton mit rund 40 Prozent eine sehr hohe Zunahme im Bereich der Raubüberfälle verzeichnen müssen», sagt Gass. Die Staatsanwaltschaft Basel-Stadt wollte bisher die konkreten Zahlen nicht bekannt geben. Für Hanspeter Gass ist jetzt aber Transparenz wichtig. «Konkret weist die Statistik von Januar bis September 2011 117 Fälle aus, in diesem Jahr wurden in der gleichen Periode 165 Überfälle angezeigt.»
Verfälschtes Bild in Zürich
In einem Vergleich mit den Kantonen St. Gallen, Bern und Zürich (die BaZ berichtete) lag Basel damit auf dem ersten Platz – mit der höchsten Zunahme. «Wir haben diesen Vergleich zur Kenntnis genommen», sagte Hanspeter Gass gestern. «Gemäss den uns bekannten Zahlen der Kantonspolizei Zürich hat dieser Kanton bei Raubüberfällen eine Zunahme von 45 Prozent zu verzeichnen – und nicht wie zu lesen war von 38 Prozent.» So rechne die Kantonspolizei Zürich die Quartalszahlen in der Statistik anders zusammen, was gemäss Gass zum verfälschten Bild führe. «Es ist also nicht so, dass die Zunahme in Basel am höchsten ist, aber sie folgt dem Trend in anderen Städten.» Die Kantonspolizei Zürich konnte gestern aus zeitlichen Gründen nicht zur Aussage des Basler Regierungsrats Stellung nehmen.
Verstärkung an den Hotspots
Für Gass bleibt die Entwicklung in Basel dennoch alles andere als erfreulich. «Diese Häufung macht mir Sorgen, da wir uns im oberen Bereich der schwankenden Fallzahlen der letzten 20 Jahre bewegen.»
Den Vorwurf, dass die Polizei im Kampf gegen die Täter zu wenig unternimmt, weist die Regierung entschieden zurück. Gemäss Gass leisten Kantonspolizei und Strafverfolgungsbehörden eine gute Arbeit. «Wir reagieren auf die Entwicklung auf zwei Ebenen», erklärt er. «Auf operativer Ebene, unter Leitung des Kommandanten Gerhard Lips, findet laufend eine Lagebeurteilung durch die Fachleute statt. Daraus resultieren Sofortmassnahmen, wie zum Beispiel die Verstärkung der Polizeipatrouillen an den jeweiligen Hotspots.» Zudem werden immer wieder Schwerpunktaktionen durchgeführt. «Diese können präventiv, kontrollierend oder repressiv sein.»
Reaktionen nur auf nachhaltige Entwicklungen
Als wichtiges Mittel im Kampf gegen Gewalt nennt Gass auch die kürzlich in Betrieb genommene mobile Polizeiwache. Damit sei die Polizei, wenn nötig, schnell vor Ort und könne «gezielt Präsenz markieren».
Schwieriger sei die Arbeit auf sicherheitspolitischer Ebene. «Hier darf nicht aufgrund kurzfristiger Schwankungen reagiert werden, nötig wird dies bei nachhaltigen Entwicklungen», sagt Gass. Als Beispiel nennt der Justiz- und Sicherheitsdirektor die von ihm beantragte stufenweise Aufstockung des Polizeikorps um 45 Polizisten. «Das wird nun umgesetzt. Die ersten zwölf Aspiranten sind planmässig in der Ausbildung.» (Basler Zeitung)
Erstellt: 13.10.2012, 13:02 Uhr
Kommentar schreiben
Verbleibende Anzahl Zeichen:
51 Kommentare
Das eine Problem ist die Grenzlage, insbesondere zu Frankreich. Auch in der Romandie gibt es ähnliche Probleme, das andere die linke (Un)Sicherheitspolitk und das Herunterspielen von der gleichen Seite. Ob Raubüberfälle oder Vergewaltigungen, der grosse Teil kommt aus der gleichen Ecke. Frau Soland sei an dieser Stelle gegrüsst. Alles nur ein Problem der Integration??? Antworten
erstaunlich ist dass Politiker immer die letzten sind die etwas merken- der Bürger auf der Strasse ist an der Front- aber auf den hört niemand... im Gegenteil er wird belächelt und nicht Ernst genommen. ...
Die Raubüberfälle in Basel haben schon seit Monaten die Einwohner beunruhigt- jetzt nimmt jemand in der Regierung Stellung dazu?- d.h. dass frühestens in ein paar Monaten etwas geschieht- ??
Antworten
Basel
Jetzt wechseln und sparen
Finden Sie in nur fünf einfachen Schritten die optimale Fahrzeugversicherung.

Bitte warten




















