Basel
Grilleure sollen einpacken
Von Alan Cassidy. Aktualisiert am 10.06.2010 63 Kommentare
Umfrage
Die Rheinuferanwohner haben schon nach den ersten Sommerabenden genug vom Gestank der Grillmeile und wollen Einschränkungen. Finden Sie das in Ordnung?
Ja
Nein
Es war eine der Attraktionen des vergangenen Sommers: Unzählige Baslerinnen und Basler eroberten mit Grillzangen, Würsten und Salatschüsseln das Rheinufer und machten das neu gestaltete Flussbord zwischen Dreirosen- und Johanniterbrücke zur inoffiziellen Grillmeile. An schönen Tagen brutzelte dort bis spätnachts Fleisch über dem Feuer, es wurde gespielt, gefeiert und Musik gehört.
Dieses Jahr dauerte es lange, bis der Sommer kam. Jetzt ist er da – und mit ihm auch die Grilleure. Wie lange sie das Rheinufer noch uneingeschränkt in Beschlag nehmen dürfen, ist aber umstritten. Schon im vergangenen Jahr beschwerten sich die Bewohner des unteren Kleinbasels über den Lärm, der an der Grillmeile verursacht wird, und über die Wildpinklerei in ihren Vorgärten.
« Als hätte eine Bombe eingeschlagen»
Viele Anwohner haben schon nach den ersten Sommernächten die Nase voll. «Vergangenen Samstag sah es hier aus, als hätte in der Nacht zuvor eine Bombe eingeschlagen», sagt André Stohler, Mitglied der IG Unterer Rheinweg, in der sich die Anwohner organisiert haben. Ihr Vorwurf: Die Besucher des Rheinufers befeuerten ihre Grills zunehmend mit chemischen Brandbeschleunigern, was laut Stohler einen «Wahnsinnsgestank» und viel Rauch mit sich bringe. Das führe dazu, dass viele Anwohner selbst bei grosser Hitze Fenster und Balkontüren schliessen müssten.
Viele Leute kämen mit Einweggrills an den Rhein, die sie nach dem Gebrauch samt den heissen Kohlen in den Gärten entsorgten. Stohler will auch schon gesehen haben, dass die Einweggrills direkt in den Rhein geworfen wurden. Für die IG Unterer Rheinweg sei klar, dass die Behörden einschreiten müssten. «Die ersten guten Steuerzahler sind nach den Erfahrungen des Sommers bereits weggezogen, andere Hausbesitzer überlegen sich das ebenfalls», behauptet Stohler.
Chemie verbieten
Balz Herter, Grossrat und Präsident der Jungen CVP Basel-Stadt, trägt den Kampf der Anwohner jetzt ins Parlament. In einer Interpellation will er von der Regierung wissen, wie diese die Anwohner des Rheinufers zu entlasten gedenke. Es gehe nicht darum, das Grillieren ganz zu verbieten, sagt Herter. Einschränkungen seien aber nötig. Zumindest auf die Brandbeschleuniger sollten die Grilleure verzichten. Herter will, dass die Regierung eine «gesetzliche Grundlage» prüft, damit Massnahmen gegen exzessives Grillieren ergriffen werden können.
Die Basler Behörden liessen die Besucher der Grillmeile bisher gewähren. Die Meinungen darüber sind indes auch in der Verwaltung geteilt. Stadt- und Kantonsentwickler Thomas Kessler bemängelte vergangenes Jahr öffentlich die «einseitige Nutzung» des neu gestalteten Rheinufers. Marc Keller, Mediensprecher des Bau- und Verkehrsdepartements, weist darauf hin, dass die Belebung des Rheinufers politisch gewollt sei. Die Anliegen der Anwohner seien aber berechtigt.
Vorerst kein Grillierverbot
Wenn sich die Situation am Flussbord weiter verschärfe, müsse «pragmatisch» über Einschränkungen nachgedacht werden. Eine denkbare Option wäre für Keller, das Grillieren in bestimmte Abschnitte zu verlagern, wo die Belästigung für die Anwohner geringer ausfällt – zum Beispiel in der Nähe der Theobald-Baerwart-Schule bei der Dreirosenbrücke. Dasselbe fordert auch Theres Wernli vom Stadtteilsekretariat Kleinbasel: «Öffentliche Grillplätze könnten das Problem entschärfen, weil sich die Besucher auf wenige Orte konzentrieren würden.»
Von Grillierverboten will das Bau- und Verkehrsdepartement vorerst absehen. Dafür fehlten die gesetzlichen Grundlagen. Der Kanton bemühe sich ohnehin um eine «liberale Haltung», sagt Keller: «Wir wollen schliesslich keine Guerilla- und Protestgrilleure am Rhein.» (Basler Zeitung)
Erstellt: 10.06.2010, 07:52 Uhr
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63 Kommentare
"Nichts ist Gift und alles ist Gift, allein die Dosis macht es aus" - Paracelsus' medizinische Weisheiten liessen sich bestens auch als "Leitfaden" für das zumutbare Mass der Beanspruchung des öffentlichen Raums herbeiziehen; diverse "urbane Toleranz"-Prediger kennen offenbar selber kaum eines... Wie das eben so ist: bei Eigen-Interessen wird zuallererst die Toleranz der anderen eingefordert!... Antworten
Ich habe das Glück am Unteren Rheinweg wohnen zu dürfen. Mich stören die Grillaktivitäten nicht im geringsten. Im Gegengteil, ich geniesse die einzigartige Atmospäre in vollen Zügen. Allerdings gebe ich denen Recht, die das Müllproplem ansprechen. Am Morgen sieht der Rheinweg stellenweise wirklich übel aus. An dieser Stelle ein grosses Dankeschön an die Mitarbeitenden der Stadtreinigung... Antworten
Wenn man ans Rheinbord zieht, weiss man, dass es dort im Sommer immer viel Leute haben wird und es nicht immer all zu leise sein wird! Das ist wie wenn man Häuser in der Anflugschneise eines Flughafens baut und sich dann über den Lärmbeklagt! Wer kein Lärm will, dem empfehle ich auf eine einsame Insel zu ziehen o. zu hinterst in ein Bündner Tal. Alle wollen grillieren und niemand den Lärm + Geruch Antworten
Was soll denn die Lästerei über die Büntzlis? Es geht doch darum, dass die Leute heute keinen Anstand und auch Interesse an Sauberkeit haben. In anderen Leuten in den Garten pinkeln, den Dreck reinwerfen, das gehört sich nicht. Leider hat unsere Gesellschaft immer weniger Anstand und mehr Selbstsüchtigkeit. Sonst könnten Grillierende und Anwohner gut co-existieren. Rücksicht ist heute 1 Fremdwort Antworten
Das Rheinufer *gehört* ALLEN, nicht nur den Anwohnern! Dort, wie überall, gilt: Wer sich nicht benehmen kann, soll fernbleiben oder Busse zahlen fürs Fehlverhalten, aber nicht auch alle anderen, die sich vernünftig verhalten. Statt Jugendliche zu kriminalisieren die irgendwo gemütlich eins kiffen, könnte man die Polizisten auch mal als Littering- und Pinkel-Patrouille dort einsetzen. Antworten
Das kann doch nicht sein, dass die Einen im Sommer festen und grillieren und Anwohner Türen/Fenster wegen der Geruchsbelästigung in der Hitze schliessen müssen. Es geht nicht darum den Grillfetischisten die Freude zu nehmen,aber nicht auf Kosten der Mitmenschen. Es kann auch nicht sein, dass die Regierung zuwartet mit Entscheiden Bevor es eskaliert müssen öffentliche Grillplätze vergeben werden Antworten
Genau wegen solchen Diskussionen halte ich die Aussage, Basel sei offen und eine Kulturstadt für fragwürdig: Man wohnt mitten in der Stadt und beklagt sich über Lärm. Es wird mit der ganzen Problematik ein Bedürfnis klar: die Baslerinnen und Basler möchten Grillplätze und auch nach 22h nicht vertrieben werden. Danke Herr Dodo Keller, p.Müller, meine Worte. Ziehen Sie auf's Land, Frau Haass! Antworten
Lieber Herr Egger der von Ihnen beschriebene Grillevent findet in Ihrem Hinterhof statt, mit Anwohnern und nicht mit Quartierfremden, welche in Horden bei Ihnen vor Tür auf dem Trottoir grillieren. Da ist ein ganz grosser Unterschied, denn das sind keine Nachbarn. Auch wie haben einen Garten hintenraus und wenn ich dort meine Nachbarn treffe, setze ich mich auch dazu. Da gehts auch ohne grillieren Antworten
@ Florian Reimann... Ich stimme Ihnen absolut zu. Ich verstehe schon Leute, die am Rhein grillieren wollen. Dass die sich dann völlig anders benehmen, als wenn es vor ihrer eigenen Hütte wäre, ist ja auch klar. Das Problem ist wohl, dass jeder denkt, es sei sein *individuelles* Recht, sich so aufzuführen, wie es ihm passt und es auch noch für völlig normal hält. Die Grillzonen-Idee finde ich gut. Antworten
wieso muss mann sich so verteidigen wenn mann das glück hat an so einem ort zu wohnen? in den 60iger jahren hatten manche leute die nase gerümpf , wen man sagte man wohne an einem rheinweg! aber heute ist es In anderen das leben schwer zu machen. ps wohnte am grossbasler ufer. Antworten
Gemütliches Beisammensein und der Lebensfreude fröhnen... Alles gut und Recht, ist man auch stets auch gerne ein Teil davon, aber wenn einem in den Garten gepinkelt wird und der eigene Hauseingang zur Abfallsammlung verkommt, wird hier jeder (zu Recht) zum Bünzli-Schwiizer. Antworten
........Die Rücksichtslosigkeit unserer Zeit ist immer wieder erschreckend.......... Das hatten wir doch schon mal oder etwa nicht ? Wenn es dir nicht passt dann zieh doch aufs Land und solche Sprüche sind sehr demütigend für Anwohner die ein Quartier noch Lebenswert machen. Wollt Ihr wirklich alle Einwohner vertreiben ? Noch mehr Steuerzahler für Binningen ? Antworten
Lebensfreude gut und recht aber nicht auf ANDERE Kosten,welche sowie so nichts davon haben, ausser den Dreck der danach herumliegt.Die Freiheit des einen hört dort auf,wo diejenige des anderen beginnt,so einfach ist das!Sehe auch nicht ein,warum Leute,die schon Jahrzehnte lang am Rhein wohnen,sich plötzlich den Grilljongleuren anpassen und wegziehen sollen = Vortritts- u.Gewöhnungsrecht! Antworten
Mit dem neuen Rheinufer wollte man doch mehr Leute anlocken. Dass es nun auch mehr Grilleure hat ist doch nur logisch, da hätte man vielleicht früher mögliche Konsequenzen überlegen sollen. Ich wohne am Rhein und habe keine Lust flussabwärts laufen zu müssen, um grillieren zu können, statt vor meiner Haustüre. Und Einweggrille sollten gar nicht erst verkauft werden. Antworten
Die Stadt sollte endlich mal mehr öffentliche WC's hinstellen. Wenn man grilliert und sein 6-pack trinkt, möchte man nicht jede Stunde 0.50.- zahlen um seine Notdurft zu verrichten. Die Buvette-Betreiben nerven sich sowieso schon täglich über den Ansturm ihres WC's, da ist es naheliegend dass jeder zweite Besoffene den Vorgarten von Herr und Frau XY "benützt". Antworten
@ Frau Hass. Genau, im Gegenzug nehme ich dafür den Abfall wieder mit und uriniere brav in mein WC-Schüsselchen. So habe ich es gelernt. Die Kinderstube lässt sich jedoch sicher nicht mit Verboten in den Griff bekommen. Ist es so schlimm in den Sommermonateneine Reinigungstour mehr zu planen ? Könnte man ja den Rheinbewohner/innen als Zuschlag zum Mietzins weiterverrechnen. Antworten
Ab sofort einen Grilleurausweis einführen, den man und frau nur erlangt, wenn eine Prüfung bestanden wird! Geprüft wird: Abfallverhalten, geordnetes Urinieren, raucharmes Grillen, Ruhezeit, Anstand, richtiges Anfeuern, Recycling. Gastgrilleure brauchen ein Tagesausweis mit Merkblatt und sie unterschreiben diese Best. einzuhalten. Probleme gibts auch ausserhalb der Grillmeile. Antworten
Nein Danke, die Meckerer dürfen gerne in der Stadt bleiben. Denn auf dem Lande ist es nicht anders. Macht man wie gewohnt eine Hausparty, läutet garantier um 22:05 die Poliezei an der Türe mit der Begründung dem Nachbar sei es zu laut. Sich fragen woher der kommt, muss man sich ja nicht. Antworten
@Ursula Haass@ Nein, ich wohnte nur 18 Jahre im Steinenbachgaesslein, dort wo Sie sich ja nicht einmal am Tag hingetrauen. Seit 6 Jahren lebe ich in Suedamerika, wo die Leute das Leben geniessen, grilliert werden kann, so lange und viel man will und die laute Musik 24 Stunden droenen darf. Hier gibt es fast keine Gesetze, dafuer eben Lebensfreude und -Qualitaet. Antworten
@Florian Egger: Mit dem Unterschied, dass Sie Ihren Müll danach mitnehmen und wahrscheinlich auch nicht in den Hintgerhof pinkeln, oder? @Walter Vogt: Falsch! Hier in meiner Nachbarschaft wird in einem Garten im Sommer fast täglich 19.00 bis 01.00 nachts gefeiert - mit kleinen Kindern und viel Geschrei und Musik! Die Kinder erhalten absolut keine Kinderstube! Antworten
Ich lass mal Grillgestank und urinieren bei Seite und spreche nur das Littering an. Die Stadt betreibt wirklich Aufwand was Bereitstellung von Containern anbelangt. Aber wenn ich sehe wie 2 Meter neben dem Container der Abfall liegen gelassen wird den lupfts mir den Hut. So nicht. Antworten
Grillieren in Wohngebieten, dazu gehört auch das Rheinufer, sind eine Zumutung für die Anwohner. Von den Abfällen nicht zu reden, wer bezahlt diesen unsinnigen Aufwand, der Rhein wird zur Abfallentsorgung. Lärm bis in den Morge und Uringestanck überall. Nein danke wir können darauf verzichten! Mit freundlichen Grüssen H. Weber Antworten
@ Fabien Geiser: der klügste Kommentar bis jetzt, danke! @ Abdul R. Furrer: genauso könnten sie die Frage stellen 'wer war zuerst in der Schweiz?' was dann konsequenterweise bedeuten würde, dass Sie ausreisen- doch wohin? Lärm kann lästig sein, doch das ist in einem Stadthalbkanton mit beschränktem Platzangebot nicht zu vermeiden, es fragt sich nur ists der Lärm oder der Neid, der Probleme macht? Antworten
Interessantes Phänomen das hier besprochen wird. Man könnte sich ja auch mal fragen, wieso das Grillieren sich heute einer so grossen Popularität erfreut. Das Grillieren, einst Ausdruck kleinbürgerlichen Spiessertums in den Vorgärten der Agglomeration, ist zum urbanen Lifestyle der jungen Stadtbevölkerung geworden. Wie kann man diesen Wandel deuten? Antworten
Ich möchte nochmals daran erinnern das Basel eine Stadt ist, in einer Stadt wird gelebt und wo gelebt wird kommt Lärm und Abfall vor. Das Abfall Problem ist das Eine, aber wer sich entschieden hat in der Innenstadt zu wohnen, der muss sich damit abfinden das es an den Wochenenden auch mal etwas lauter wird. Leute die Ruhe suchen können ins Paulusquartier umziehen oder aufs Land. Antworten
Lieber Herr Egger wenn es denn nur bei einem Grill bleiben würde. Aber am Rheinufer kommt das Gefühl einer Grossküche auf, da vergeht einem der Spass in dieser Kolchose mit wirken zu wollen. Für Herrn Hirzer, ich denke nicht das öffentliches Grillieren zur Erwartungshaltung zählen muss, wenn jemand in die Stadt zieht. Mann muss auch nicht einfach alles Neue akzeptieren. Antworten
Regeln für ein konfliktfreies Nebeneinander: 1. Anstand und gegenseitige Rücksichtnahme (uns von unsern Eltern mühsam beigebracht). 2. Allgemeine Auflagen bei Benützung der Allmend. 3. Nachtruheordnung (22.00 - 07.00 Uhr). 4. Bewilligungspflicht für das Betreiben eines Lautsprechers auf öffentlichem Grund. etc. Für einen schönen Sommer, saftige Grilladen und friedliche Begegnungen am Rhein. Antworten
Lieber Herr von Velten. Ich wohne im Gundeli und finde es toll, wenn jemand den Grill im Hinterhof anschmeisst und ich mein Kotelett einfach auch drauf schmeissen darf. Im Gegenzug bring ich ein Sixpack mit und pflege so die gute nachbarschaftliche Beziehung. Gegenseitiger Respekt und Toleranz ermöglicht ein tolles Zusammenleben. Probieren Sie es aus! Antworten
Die Bünzli-Fraktion meint man müsse aufs Land, dort treffen wir auf die Bünzlis die schon aus der Stadt draussen sind und die Naturschützer. Ob das gut geht? Am Sonntagabend dann der Stau auf dem Weg zurück und die Bünzlis klagen wieder. Wir sollten Bünzlis verbieten das ist einfach und billig. Antworten
Urs P.Mueller@ Anscheinend wohnen Sie nicht am Rheinweg! Was würden Sie sagen, wenn Ihnen fremde Leute ihren Müll, ihre Musik, ihren Gestank und ihren Urin in Ihren Vorgarten bringen würde? Wo wäre dann Ihre Lebensfreude? Dave Tramell@: Die Fasnacht dauert auch nur ein paar Tage, aber die Grillzeit dauert mit Glück 5 Monate! Antworten
Was sollen wir als Anwohner des Schützenmattparks sagen. Ich lade die Leute die an der Rheinpromenade gerne an einem schönen Abend bei uns ein. Bei den Rheinanwohner stelle ich aber fest, dass diese immer zu klagen haben. Denn wenn es nicht die Drogen- oder Alkoholabhängigen sind, sind es die Ausländer oder nun jetzt der normale Stadtbürger der ans Wasser möchte. Antworten
Es ist schön sich am Rhein zu vergnügen und soll auch so sein. Es gibt aber auch andere Verpflegungsarten als nur grillieren. Sandwiches und Wein sind auch gemütlich. Warum haben Anwohner am Rhein damit zu leben? Wie sieht es denn aus, wenn diese mal in den Vorgärten im Gundeli grillieren. Ich bin mal gespannt wie gross dann der Aufschrei ist? Antworten
Leben gehört in die Stadt, und macht diese auch attraktiv. Leute, die dann Flaschen zerdonnern muss man einfach rauspicken, der grosse Rest verhält sich ja positiv. Übrigens stört es mich auch als Rheinweg-Besucher, wenn dort Brandbeschleuniger verwendet wird - das ist echt ecklig. Ein Feuer anzuzünden mit Holz sollte jeder imstande sein... Antworten
Die IGURW hat schon Recht. Die Regierung muss endlich einmal einschreiten und den Leuten die am Rhein wohnen klar machen, dass sie nicht inmitten einer Stadt an den schönsten Plätzen wohnen können und gleichzeitig den Frieden einer abgelegenen Berghütte geniessen können. Ich ziehe auch nicht neben eine Hauptstrasse und beschwere mich dann über die Autos! Lasst noch ein wenig Leben in unserer Stadt Antworten
Was hier viele vergessen: Die Mehrheit der Anwohner des Unteren Rheinwegs leben schon seit vielen Jahren dort. Die momentanen Probleme wurden erst mit der Umgestaltung aktuell. Ich bin nicht grundsätzlich gegen das Grillieren am Rheinbord, appeliere aber an die Vernunft der Nutzer, sich respektvoll zu verhalten und so etwas für ein friedliches Miteinander zu machen. Antworten
Ich denke, die Lösung kann hier nur in der Vernunft und dem Entgegenkommen beider Seiten liegen. Die Grilleure sollten den Lärm und den Gestank dämpfen und ihren Abfall korrekt entsorgen, sonst dürfen sie sich auch nicht beschweren, wenn ihre "Rechte" beschnitten" werden. Im Gegenzug können sich die Anwohner etwas kulanter zeigen. Man weiss, was einen erwartet, wenn man in die Stadt zieht.... Antworten
Leider war der Konflikt zwischen Anwohnern und rücksichtlosen "Grilleuren" am Rhein voraussehbar. Die Behörden müssen sich entscheiden zwischen Standortqualität für gute Steuerzahler und der in Basel besonders populären "Wohlfühl"-Kultur. Die Regierung sollte daran denken, dass es rheinaufwärts (zum Beispiel in Rheinfelden) gute Wohlagen mit tieferem Steuersatz als in Basel-Stadt gibt! Antworten
Grillieren auf Allmend (nicht im Wald) ist meiner Meinung nach gesteigerter Gemeingebrauch und braucht eine Bewilligung, wie z. B. eine politische Standaktion. Siehe § 1 und § 4 Allmendverordnung. Es braucht gar keine neuen Gesetze, man muss nur das geltende Recht durchsetzen! Antworten
Offenbar sind manche Leute der Ansicht, dass man auf Stadtbewohner keine Rücksicht nehmen muss, die sind ja alle selber schuld, dass sie dort leben! Die Rüpelhaftigkeit mancher Zeitgenossen kennt keine Grenzen. Schon dass man überhaupt auf die Idee kommen kann, einfach mitten in der Stadt auf öffentlichem Grund einen Grill aufzustellen...! Antworten
Wer war wohl zuerst da ? Die Anwohner und Hausbesitzer oder die rücksichtslosen Grilleure? Eben ! @Lorenz Weiss und Hans Meier : Wie wär's, wenn die Spassgesellschaft aufs Land oder in den Wald ziehen würde, dort können sie sich ungestört und hemmungslos austoben. Antworten
Dass die "gehobene" Anwohnerklasse des Rheinufers ständig meckert ist unerträglich. Gegen Krawall und Beschädigungen muss man restriktiv vorgehen.Aber das flanieren, verweilen und auch grillieren gehören doch zu Basel und dessen Rheinufer! Das muss man akzeptieren wenn man eine Wohnung am Rhein kauft! Ich tausche gerne meine Wohnung im B'bad gegen eine schicke Wohnig mit viel Leben umgebenamRhein Antworten
Perfekt, als Anwohner würde ich mir so jeden Sommerabend mein Abendessen grillieren lassen. Einfach runter laufen, Wurst drauflegen, dabei neue Leute kennen lernen und lecker Grilladen verputzen. Vielleicht mache ich auch mal nen Kartoffelsalat, den ich als Dank mitbringe. So schön könnte das Miteinander sein, wenn alle toleranter wären und aufhören würden Polizist der anderen zu spielen. Antworten
Habe Freitag meinen Enkel an der Leuengasse gehütet und konnte bis 01.30 kein Auge zutun. Laute Musik, Gegröle und Gestank haben ein gemütliches vor der Wohnung sitzen verunmöglicht. Um 03.30 durch lautes Geschrei und zerberstendes Glas aufgewacht, die 3 zerschlagenen Bierflaschen fand ich dann am Morgen vor unserem Hauseingang......auch meine Familie wird baldmöglichst wegziehen! Antworten
Unglaublich - Leute, die Ruhe haben wollen, sollen nicht mitten in der Stadt wohnen, sondern aufs Land ziehen. Es kann doch nicht sein, dass den (meist) jungen Menschen in dieser Stadt ein Verbot nach dem anderen aufgedrückt wird, nur weil gewisse Einwohner nicht verkraften können, was es heisst, in der Stadt leben zu wollen... Gewisse Dinge sind, wie sie sind - und das soll auch so bleiben. Antworten
Freiheit ohne Grenzen. Da hörts für mich aber auf. Viel zu viel Privates wird in den öffentliche Raum getragen. Würste gehören in die Küche aber nicht an die schönste Flaniermeile Basels. Unsere Gesellschaft will oder kann keine Grenzen mehr setzen. Und das in jedem Bereich. Alles ist erlaubt, oder nichts kann man mehr verbieten. Ganz schlimm das Saufen auf öffentlichen Grund. Antworten
Bin ich froh haben wir keine grösseren Probleme als über ein Grillirverbot und den damit verbundenen Brandbeschleuniger zu diskutieren. Die unmengen Sommertage die wir hier in Basel haben und an denen es möglich ist, an der freien Luft den Abend zu verbringen, sollten auch die "armen" Anwohner des Rheins geniessen können - gute Nacht Basel und schlaf Du schön..... Antworten
Gesetzliche Grundlage gegen exzessives Greillieren??? Da brauchst doch dann bestimmt ein paar zusätzliche Staatsangestellte mehr ... so 10-15 Grillkontrolleure, die dann sicherstellen, dass pro Grill nur 2 Klöpfer und höchstens eine Bratwurst auf den Grill kommt, damit das Ganze nicht exzessiv ist. Tja, wenn man halt mitten in der Stadt am Rhein wohnen will... Antworten
Sollen uns jetzt die paar wenigen Sommertage in Basel auch noch vermiest werden? Wäre es den Anwohner lieber, dass die Leute rumlungern und aus langweile sonstigen Unfug treiben statt friedlich am Rheinbord zu grillieren und die Sommerabende geniessen. Die Tage sind weiss Gott an einer Hand abzuzählen drum lasst dem Rheinbord seinen Freiraum und ratet den Anwohner doch in den Wald zu ziehen. Antworten
Dass man hinter sich aufräumt, versteht sich von selber. Leider muss ich aus eigener Erfahrung bestätigen, dass die Toiletten-Situation entlang des Rheins sehr unbefriedigend ist. Dasselbe gilt in leicht geringerem Masse auch für die Mülleimer. Ich finde, man sollte es den Leuten so einfach wie möglich machen, ihre Abfallprodukte fachgerecht zu entsorgen. Öffentlicher Raum ist kostbar und rar. Antworten
Mein Mitleid fuer die IG Unterer Rheinweg haelt sich in Grenzen - man kann leider nicht die convenience und den Lebensstandard einer Stadt haben, ohne auch ihr Leben und die damit verbundenen Emissionen zu akzeptieren. Gegen das Muellproblem wuerden mehr grosse Tonnen helfen - aber dass Einweggrills von der Promenade bis in die Vorgaerten getragen werden? Soweit spaziert ein 'Litterer' nicht...;-) Antworten



Malte Gross
Also ich hab auch schon in der Nähe der Kaserne grilliert und es war toll! Anschliessend brav mit Wasser abgelöscht und den Einweggrill in die Mülltonne. Ein Verbot wäre traurig. Aber auf der anderen Seite müsste man unsere assoziale Gesellschaft halt auch mal etwas erziehen, wenn sie es schon nicht selbst schafft. Trotzdem: gegen ein Verbot! Antworten