Basel
Neujahr in Basel: Grosses Feuerwerk und Verletzte
Von rfd/sda/kapo. Aktualisiert am 01.01.2009 2 Kommentare
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An der Silvesterfeier in Basel sind zwei Frauen verletzt worden. Eine wurde von einer Flasche im Gesicht getroffen, die zweite von einem Feuerwerkskörper verletzt, der vor ihr am Boden explodierte. Vier Männer wurden vorübergehend festgenommen.
Eine der Passantinnen ging zu Fuss über die Mittlere Rheinbrücke in Richtung Kleinbasel, als ihr die Flasche ins Gesicht geworfen wurde. Drei alkoholisierte Männer, die nach Angaben der Staatsanwaltschaft Basel-Stadt möglicherweise mit der Tat zu tun haben, wurden vorübergehend dingfest gemacht.
Der zweite Vorfall ereignete sich ebenfalls auf der Mittleren Rheinbrücke. Ein Mann hatte einen Feuerwerkskörper über seine Schulter nach hinten geworfen. Dieser fiel direkt vor einer Passantin zu Boden und explodierte. Die Frau wurde im Gesicht verletzt.
124 Notrufe
Der mutmassliche Täter, ein 24-jähriger Mann, wurde ebenfalls vorübergehend festgenommen. Beide Frauen mussten in eine Notfallstation eingewiesen werden. Sie seien glücklicherweise nicht schwer verletzt worden, schrieb die Staatsanwaltschaft, die zu beiden Vorfällen Zeugen sucht. Personen, die nähere Angaben machen können, sollen sich mit dem Kriminalkommissariat Basel-Stadt, Tel. 061 267 71 11 oder mit der nächsten Polizeiwache in Verbindung setzen.
In der Einsatzzentrale der Basler Polizei gingen während der Neujahrsnacht 124 Notrufe ein, die eine sofortige Intervention notwendig machten. Die Berufsfeuerwehr hatte zehn Einsätze zu bewältigen und auch bei der Sanität herrschte pausenloser Einsatz mit 47 Notfällen, wie die Kantonspolizei Basel-Stadt mitteilte.
Trotz selten miesem Wetter herrschte während der Neujahrsnacht in Basel drinnen wie draussen Hochbetrieb. Tausende verfolgten das Feuerwerk zum Jahreswechsel, wünschten sich um Mitternacht ein gutes neuen Jahr an und feierten in bester Laune.
Daneben aber gab es laut Polizei auch die üblichen unschönen Seiten dieses Jahreswechsels: viel Scherben auf den Plätzen und Strassen, Leute, die über den Durst getrunken hatten, Schlägereien und Streitereien. Hektischer Betrieb herrschte deswegen vor allem nach Mitternacht auf der Einsatzzentrale der Polizei im Spiegelhof, und auf den Strassen waren die diversen Patrouillen pausenlos im Einsatz.
Schlägereien und Familienstreitigkeiten
Vom Silvesterabend bis am Neujahrsmorgen wurde die Polizei insgesamt 124 Mal über die Notrufnummern 112 und 117 alarmiert. Zudem gingen weitere 406 Anrufe ein von Leuten, die mit sich und anderen Personen Probleme hatten. Die Polizei wurde aus den verschiedensten Gründen gerufen, und oft war zuviel Alkohol mit im Spiel.
So kam es zu Schlägereien und Familienstreitigkeiten, die geschlichtet werden mussten, zu häuslicher Gewalt, Zechprellereien, Lärmbelästigung vor allem auch durch Feuerwerk, herrenlose Hunde mussten eingefangen, verzweifelte Leute in die entsprechenden Institutionen verbracht und allzu Betrunkene in Gewahrsam genommen werden.
Daneben kam es auch zu schweren Zwischenfällen wie Körperverletzung und der Evakuation von 60 Personen wegen eines Brandes an der Liestalerstrasse. Bei dessen Bekämpfung wurde ein Feuerwehrmann verletzt.
Zehn Einsätze der Berufsfeuerwehr
Der Balkonbrand an der Liestalerstrasse war nur einer der zehn Einsätze der Berufsfeuerwehr in der Neujahrsnacht: Da brannte ein Abfalleimer, dort musste eine Person aus einem steckengebliebenen Lift befreit werden, im St. Johann musste eine eingeschlagene Ladentüre gesichert werden. Daneben kam es zu Brandmeldungen durch automatische Brandmeldeanlagen, die sich nachträglich als Fehlalarme entpuppten.
Auch die Sanität Basel war ab 23 Uhr mit fünf Rettungswagen pausenlos im Einsatz und hatte 47 Notfalleinsätze zu bewältigen. Zehn Personen , wovon zwei Jugendliche, mussten mit Alkoholvergiftung ins Spitalgebracht werden. 14 Patienten mussten als medizinische und 15 als chirurgische Notfälle mit Blaulicht ins Spital eingeliefert werden.
Das neue Jahr wurde zum neunten Mal mit einem grossen Feuerwerk über dem Rhein begrüsst. Wer kalt hatte, konnte sich mit einem Becher Glühwein aufwärmen. Dieser wurde wie in vergangenen Jahren gratis ausgeschenkt.
Weder Knaller noch Böller waren auf dem Basler Münsterplatz erwünscht. Um 23.30 Uhr spielte dort der Stadtposaunenchor für Menschen, die einen besinnlichen Jahreswechsel feiern wollten. Nach Mitternacht fand ein kurzer Gottesdienst im Basler Münster statt. Zu den Feiern in Basel kamen trotz der widrigen Wetterbedingungen an Silvester mehrere tausend Menschen. (baz.ch/Newsnet)
Erstellt: 01.01.2009, 18:14 Uhr
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2 Kommentare
Warum schreiben Sie nicht, dass mein Dackel taubstumm wurde von diesem ganzen Gekrache. Ich habe es ihnen doch gestern auf der Gasse mitgeteilt. Da ist man wieder einmal in Basel zu Gast, und dann kann man mit einem taubstummen Dackel abreisen. Das ist ein Geschenk! Antworten
Nach obigem ausführlichem Bericht über die vorherrschend beschämenden Ereignisse der Neujahrsnacht erstaunt es mich umsomehr, dass Sie in der heutigen Ausgabe der BAZ drei Fotos von sehr unterschiedlicher "Festfreude" zeigen. Mit dem Bild dieses offensichtlich betrunkenen Jugendlichen in primitivster Aufmachung tragen Sie nur zu dessen Stolz und Aufmunterung zum Weitermachen bei. Bravo ...... Antworten
Basel
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