Grünes Licht für Rheinuferpromenade

Von Peter Schenk. Aktualisiert am 21.01.2012 7 Kommentare

Die französischen Behörden geben den Widerstand gegen den Veloweg am Rheinufer zwischen Basel und Huningue auf. Bis 2015 sollte das Projekt fertig sein.

Momentan noch eine Baustelle: Der Uferweg soll am Novartis-Campus vorbei nach Huningue führen.

Momentan noch eine Baustelle: Der Uferweg soll am Novartis-Campus vorbei nach Huningue führen.
Bild: Joël Gernet

Direkter Weg: Die Uferpromenade verbindet das St. Johann mit dem französischen Huningue. (Grafik BaZ/reh)

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Die Rheinpromenade vom ehemaligen Basler Hafen St. Johann am Campus Novartis vorbei bis zur Dreiländerbrücke im französischen Huningue kann nun doch gebaut werden. «Nach drei verlorenen Jahren und vielen Anstrengungen hat sich der gesunde Menschenverstand durchgesetzt», sagte Jean-Marc Deichtmann, Maire von Huningue, am Donnerstagabend auf dem Neujahrsempfang des elsässischen Nachbarstädtchens von Basel.

Die französischen Behörden hatten den Bau der Velo- und Fussgängerpromenade bisher untersagt, da sie an einer BASF-Fabrik vorbeiführt, die den Richtlinien von Seveso unterliegt. Deichtmann dankte ausdrücklich BASF. Die Firma habe sich bereit erklärt, den Gefahrenperimeter durch Modifikationen in der Fabrik zu reduzieren. «Mittwoch haben wir erfahren, dass der Sitz der Firma in Ludwigshafen die Mittel für die Finanzierung der Arbeiten zugesagt hat.» Dies seien mehrere Hunderttausend Euro, sagte der Maire.

Zwei Wege und Duschen für Schwimmer

Der oberelsässische Präfekt, Vertreter des französischen Staates im Departement, hat Deichtmann zugesagt, dass die Behörden den Widerstand gegen die Promenade aufgeben. Der Maire rechnet damit, dass bereits im Sommer 2012 mit den Arbeiten am französischen Teil des Uferwegs begonnen werden kann. «Im Sommer 2013 sollte er fertig sein.» Für den elsässischen Teil der grenzüberschreitenden Uferpromenade dürften Kosten von zehn Millionen Franken anfallen.

Die Arbeiten auf der Schweizer Seite sind mit 28 Millionen Franken erheblich teurer und auch aufwendiger. Geplant sind zwei Wege: ein reiner Spazierweg, der bei Hochwasser überflutet wird und mit Treppen und Duschen für Rheinschwimmer ausgestattet wird, sowie ein höher gelegener Promenadenweg mit einer Mindestbreite von vier Metern, auf dem es auch Sitzplätze mit Bäumen geben wird; die Stützmauern bestehen aus Natursteinplatten.

Bis 2015 sollte alles fertig sein

Auf der Basler Seite ist der Abriss der Hafenanlagen im St. Johann praktisch abgeschlossen. Der Grosse Rat hat den Bau der Uferpromenade bereits beschlossen, als nächster Schritt folgt die Planauflage. Rodolfo Lardi, Projektleiter und stellvertretender Leiter des Basler Tiefbauamts, geht davon aus, dass die Arbeiten auf Schweizer Seite 2013 beginnen werden. Er verweist darauf, dass auf französischer Seite eine Kläranlage abgerissen werden muss, deren Leitungen neu verlegt werden müssen. Lardi ist deshalb überzeugt, dass die Arbeiten im Elsass länger dauern werden als bis 2013. «Die gesamte Uferpromenade könnte im Laufe des Jahres 2015 fertig werden.» (Basler Zeitung)

Erstellt: 21.01.2012, 15:23 Uhr

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7 Kommentare

Max Wartenberg

21.01.2012, 15:44 Uhr
Melden 31 Empfehlung

Erfreulich diese Nachricht. Was jetzt noch fehlt, ist der Uferweg unter dem Münster zwischen Wettsteinbrücke und Mittlere Brücke. Dieses Projekt sollte nun vorangetrieben werden. Antworten


Chrigu Montana

21.01.2012, 18:03 Uhr
Melden 27 Empfehlung

Danke an BASF wäre wohl angebracht.
Nicht selbstverständlich, dass eine Firma zahlt, wenn sie nicht muss.
Aber wir können ja über alles noch irgendwie jammern.
Antworten



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