Basel

Hausärzte und Ambulantspitäler haben künftig die gleichen Preise

Aktualisiert am 05.08.2010 1 Kommentar

Ärzte, Spitäler und Krankenkassen haben sich nach langen Verhandlungen auf einen einheitlichen Taxpunktwert für den Kanton Basel-Stadt geeinigt.

Jede ambulante ärztliche Leistung ist mit einer bestimmten Anzahl Taxpunkte bewertet.

Jede ambulante ärztliche Leistung ist mit einer bestimmten Anzahl Taxpunkte bewertet.
Bild: Keystone

In Basel-Stadt wird der Taxpunktwert für ambulante Spitalleistungen und für frei praktizierende Ärzte auf 91 Rappen vereinheitlicht. Darauf habe man sich nach harten Ringen geeinigt, teilte die Regierung am Donnerstag mit. Sie hat diesen Wert nun genehmigt.

Verhandelt hatten zum Einen die Medizinische Gesellschaft (MedGes) Basel als Ärztevertreterin mit dem Krankenkassenverband santésuisse und zum Anderen santésuisse mit den Basler Spitälern. Die Regierung schreibt von «langwierigen Verhandlungen»; sie hatte im Februar 2009 mangels Einigung die alten Werte provisorisch festgeschrieben.

Gegenüber diesen provisorischen Taxpunktwerten bedeutet der neue Einheitswert eine Erhöhung um zwei Rappen für die freien Ärztinnen, respektive eine Senkung um drei Rappen im spitalambulanten Bereich. Der neue Wert liegt überdies nahe am Baselbieter Wert von 93 Rappen pro Taxpunkt - der Bund wünsche ja regional einheitliche Werte.

Kompromiss

Verhandlungen über einen neuen Tarmed-Taxpunktwert waren nötig geworden, nachdem die MedGes den Tarmed-Vertrag gekündigt hatte: Die Ärzteschaft hatte ihren Wert von 89 auf 94 Rappen erhöhen lassen wollen, während ihn santésuisse auf 80 Rappen senken wollte. Die Spitäler forderten derweil 98 Rappen, santésuisse 88 Rappen.

Von der Höhe des Taxpunktes hängt das Honorar der Ärzteschaft ab: Jede ambulante ärztliche Leistung ist mit einer bestimmten Anzahl Taxpunkte bewertet. Je höher deren Wert, umso mehr Geld bekommt der Arzt für die gleiche Behandlung. Der Leistungskatalog des Ärztetarifs TARMED umfasst rund 4500 Positionen.

Wegen dem Kostendruck im Gesundheitswesen wird um die Taxpunktwerte ständig verbissen gerungen. So hatte die MedGes beispielsweise 2006 ihre Position in Basel-Stadt mit einer Streikdrohung unterstrichen. (amu/sda)

Erstellt: 05.08.2010, 15:21 Uhr

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1 Kommentar

Marcelle O'Palle

06.08.2010, 07:55 Uhr
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Der Taxpunktwert ist das eine Seite der Medaille, die Anzahl der Taxpunkte die Andere. Dann verrechnet der Arzt aus Frust halt Positionen, welche ihm weiterhin den gewünschten Mehrertrag ermöglichen und die Kosten werden weiterhin steigen. Wer der Beteiligten hat da noch eine Kontrolle ? Niemand !! Der Patient bezahlt die Rechnung sowieso !!! Antworten



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