Basel
Heiss, heisser, Basel: Eine Stadt geht baden
Artikel zum Thema
- Eine orange Welle mit über 6000 Schwimmern
- Mit dem Schulstart beginnt die Hitzewelle
- Basels schönste Bade-Brunnen
Teilen und kommentieren
Etwas gesehen, etwas geschehen?
Haben Sie etwas Aussergewöhnliches gesehen, fotografiert oder gefilmt? Ist Ihnen etwas bekannt, das die Leserinnen und Leser von baz.ch/Newsnet wissen sollten? Senden Sie uns Ihr Bild, Ihr Video, Ihre Information per MMS an
4488 (CHF 0.70 pro MMS).
Die Publikation eines exklusiven Leserreporter-Inhalts mit hohem Nachrichtenwert honoriert die Redaktion mit 50 Franken. Mehr...
Korrektur-Hinweis
Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.
Am Rheinbord hätte gestern Nachmittag kaum noch ein Blatt Papier zwischen die Sonnenanbeter gepasst, so dicht lagen sie auf ihren Badetüchern. «Es ist einfach nur genial heute», freuten sich Mark und Yan. Die beiden 28-jährigen Basler schwammen gefühlte hundert Mal den Rhein hinunter. «Das macht die Temperaturen erträglich.» Nicht nur die beiden suchten Abkühlung im Rhein. Bei Temperaturen von fast 34 Grad flüchteten sich die Basler gestern scharenweise ins Wasser.
Einen Riesenspass am und auf dem Rhein hatten die Teilnehmer des zweiten Basler Palmenfests. Zum Event war im Internet aufgerufen worden. «Flashmob-artig soll der Rhein mit Palmeninseln und freundlichen Teilnehmern gefüllt werden», so die Idee hinter dem Anlass. Auf mehr als einem Dutzend schwimmender Gummi-Inseln liess sich die feuchtfröhliche Truppe gestern Nachmittag vom Tinguely Museum bis zur Johanniterbrücke treiben. Ein zwar illegaler – Schwimmhilfen sind auf dem Rhein verboten – aber offensichtlich grandioser Spass. Ob es auch im nächsten Sommer ein solches Palmenfest geben wird, ist unsicher. Laut Teilnehmern und Eintrag auf Facebook war das gestern die letzte Rhein-Abfahrt dieser Art. Doch vielleicht soll diese Ansage ja einfach nur die Behörden beruhigen.
«Ränzler» ins kühle Nass
Unzählige andere Rheinfans wählten währenddessen die klassische legale Art, um von der Schwarzwald- bis zur Dreirosenbrücke zu gelangen. In einem nicht abreissenden Strom pilgerten sie in Badehose oder Bikini den Rheinweg hoch, um sich dann gemütlich mit ihren Schwimmsäcken flussabwärts treiben zu lassen. Im Wasser sah es beinahe nach offiziellem Rheinschwimmen aus, so viele farbige Wickelfische leuchteten in der Sonne.
Andere wiederum suchten die dringend benötigte Abkühlung abseits des Rheins: Auch das Basler Brunnen-Baden erfreute sich gestern immenser Beliebtheit. Eine Gruppe besonders ausgelassener Wasserratten aus der Region zog von Brunnen zu Brunnen durch die ganze Stadt. «Wir springen überall hinein, wo genug Platz ist», sagte Marco (23) aus Oberwil. Das mit dem Springen war ihm und seinen Kollegen ernst. Die jungen Männer dümpelten nicht einfach gemütlich im Schöneck-Brunnen in der St.-Alban-Vorstadt herum, sondern warfen sich vom Brunnenstock mit einem «Ränzler» bäuchlings ins kühle Nass. Danach gings weiter in Richtung Kunstmuseum. «Der Brunnen dort ist toll.» Ruhiger zu und her ging es gestern in den Langen Erlen, wo ebenfalls viele Abkühlung suchten. Einige wollten die Wiese gar nicht mehr verlassen und machten es sich gleich im Wasser zwischen den Steinen gemütlich.
Egal ob Brunnen, Bach oder Fluss, die Basler werden auch weiterhin Abkühlung brauchen. Die Hitzewelle soll mindestens noch bis morgen anhalten. (Basler Zeitung)
Erstellt: 20.08.2012, 11:42 Uhr
Kommentar schreiben
Verbleibende Anzahl Zeichen:
Basel
Jetzt wechseln und sparen
Finden Sie in nur fünf einfachen Schritten die optimale Fahrzeugversicherung.
Abopreise vergleichen
Der Handy-Abovergleich mit Ihrem gewünschten Mobiltelefon und Prepaid-Angeboten.

Bitte warten






















