Basel
Heisst es bald «www.baz.basel»? Regierung prüft Internet-Registrierung
Von Ralph Schindel. Aktualisiert am 10.03.2010 7 Kommentare
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Die Basler Regierung hat Interesse an der Internet-Domain «.basel» angemeldet. Bei genügend grosser Nachfrage soll sie auch reserviert werden. Interessieren Sie sich für diese Adress-Endung?
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Die Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (Icann) verwaltet die sogenannten Top Level Domains wie «.ch» oder «.com». Derzeit ist Icann daran, ortsbezogene Domains zu lancieren, wie die Basler Regierung gestern mitgeteilt hat. Sie habe durch das Bundesamt für Kommunikation davon erfahren, wie Vizestaatsschreiber Marco Greiner ausführte. Daraufhin habe man eine unverbindliche «Expression of Interest» bei der Icann abgegeben. «Wir wollten einen Fuss in die Türe bekommen», sagte Greiner, «der Kanton nimmt die Interessen der Region wahr.»
Infoveranstaltung im Mai
Die Vergabe durch die Icann erfolgt nach dem Prinzip «first come, first served». Jedermann könnte also «.basel» reservieren. Das ist mit dem Schritt der Regierung aber noch nicht passiert. Zuerst soll abgeklärt werden, ob in der Region überhaupt genügend Interesse für die neue Web-Adress-Endung vorhanden ist. Zusammen mit Wirtschafts- und Tourismusorganisationen soll geprüft werden, ob «.basel» wirtschaftlich erfolgreich betrieben werden kann.
Verschiedene Verbände und Institutionen wie zum Beispiel die Handelskammer, der Gewerbeverband, BaselArea, Basel Tourismus, die Messe, der Wirteverband, die Bankiervereinigung, die Universität oder die BVB werden zu einer entsprechenden Veranstaltung Anfang Mai eingeladen. Weitere Interessenten können sich auch direkt bei der Staatskanzlei melden.
Hohe Kosten
Ortsabhängige Domains sind nicht gratis zu haben. Auf rund 500 000 Franken schätzt die Regierung die Registrierungskosten. Der jährliche Aufwand soll sich auf bis zu zwei Millionen Franken belaufen. Diese Kosten sollen über die Vergabe von Second Level Domains gedeckt werden, weshalb ein entsprechend hohes Interesse von Bevölkerung und Wirtschaft vorhanden sein muss.
Wer die Domain betreiben wird, ist noch unklar. Das müsse nicht der Kanton sein, sagte Greiner. In der Stadt Berlin beispielsweise ist es eine Privatinitiative. Die Betreiberin werde einen hohen administrativen Aufwand haben, da sie laut Greiner die Registrierungsformalitäten definieren sowie die Anfragen überprüfen und bewilligen müsse. (Basler Zeitung)
Erstellt: 10.03.2010, 08:12 Uhr
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7 Kommentare
Einerseits ist dies Geldmacherei von der ICANN, andererseits wäre man in 10 Jahren Froh, wenn man die TLD nicht für 20mio von irgend jemanden zurück kaufen müsste. Man würde lieber Subdomains von basel.ch verkaufen .... firma.basel.ch!!! ..dies wäre sicher günstiger. Antworten
Der Kauf muss unbedingt seriös geprüft werden. Im Zweifel die Domain mal vorläufig sichern, bevor sie von irgend einem Schlaumeier gekapert wird. Wenn sie dann mal weg ist, kann ich das Geschrei der "Ich hab's ja gesagt / Ich war schon immer dafür-Fraktion" jetzt schon hören... Antworten
Nein! Die ICANN soll aufhören, die Domainjagd nun auch noch auf die Top-Level-Domains auszudehnen. Die sind schlussendlich einfach nur auf Geld aus! Eine eigene Registrierungsstelle für eine kleine Stadt ist einfach völlig übertrieben. Wir haben ja bereits die SWITCH, welche .ch Adressen verteilt. Wenn für jeden Mumpiz auch noch eine TLD erstellt wird, gitb es ein heilloses Chaos. Antworten



Peter Fiechter
Was soll dieses .basel jedes Land hat so seine Bezeichnung und wird somit intercontinental erkannt. Mit .basel wird diese kaum erkannt und tönt unprofessionel. In dieser Stadt sollte man Steuergelder für Probleme einsetzen nicht für eine Idee von geistiger Tieffliegerei.. Antworten