Basel

Hells Angels etablieren sich in Basel

Von Ralph Schindel. Aktualisiert am 11.05.2010 9 Kommentare

Der Motorradclub hat sein Vereinslokal an der Hammerstrasse bezogen. In Deutschland sind die Hells Angels teilweise als kriminelle Vereinigung verboten. In Basel stehen Behörden und Anwohner der Gruppe wohlwollend gegenüber.

Ruhig: Die Hells Angels des Charters Basel treffen sich an der Claramatte.

Ruhig: Die Hells Angels des Charters Basel treffen sich an der Claramatte.
Bild: Keystone

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Die Schrift am Schaufenster der ehemaligen Drogerie an der Hammerstrasse 86 an der Claramatte ist nicht zu übersehen: «Hells Angels Motorcycleclub Basel» prangt vor einem roten Vorhang, der den Blick ins Innere des Raums versperrt. Daneben ist der Eingang mit «Privat» und «Zutritt verboten» angeschrieben. Eine Kamera filmt, wenn man die Klingel drückt. Kennt man die Geschichte der Hells Angels (Text links), kann einen ein mulmiges Gefühl beschleichen.

«Kein Thema»

So abweisend das Vereinslokal scheint, so wenig sind die Hells Angels bis jetzt aufgefallen. Theres Wernli vom Stadtteilsekretariat hatte bis zum Anruf der BaZ noch nichts vom Charter (Untergruppe) Basel an der Hammerstrasse gehört und auch keine Reaktionen aus der Bevölkerung erhalten. «Ich kenne die Hells Angels von Zürich her», sagt Wernli. Sie erwartet keine Konflikte.

Rolf Keller vom Verein Claramatte musste zuerst Rücksprache mit seinen Vereinsmitgliedern nehmen, bevor er Auskunft geben konnte. «Bis jetzt sind die Hells Angels nicht aufgefallen», sagt Keller. Man habe sie aber gebeten, ihre Harleys nicht in die Eingänge zur Claramatte zu stellen.

Die Behörden wissen vom neuen Charter. «Bisher hat es keine Meldungen gegeben», sagt Markus Melzl, Sprecher der Staatsanwaltschaft. Und Martin Schütz, Sprecher des Justiz- und Sicherheitsdepartements, sagt, dass das Charter «kein Thema» bei der Polizei sei. Reaktionen aus dem Umfeld sind weder bei der Staatsanwaltschaft noch bei der Polizei eingegangen.

Zur Anklage reicht es nicht

Die Bundesanwaltschaft hatte seit 2004 gegen die Zürcher Hells Angels ermittelt wegen des Verdachts auf eine kriminelle Organisation. Zur Anklage reichte die Verdachtslage aber nicht, wie der eidgenössische Untersuchungsrichter am letzten Freitag zum Abschluss der Voruntersuchung schrieb.

Der Nachrichtendienst des Bundes (NDB) gibt ausserhalb der jährlichen Berichterstattung keine Auskunft «aus Datenschutzgründen und im Interesse der weiteren nachrichtendienstlichen Tätigkeit», wie NDB-Sprecher Simon Johner auf Anfrage der BaZ mitteilte.

Ein Kontakt zu einem Vertreter des Basler Charters kam gestern trotz Vermittlung durch den Zürcher Hells-Angels-Anwalt Valentin Landmann nicht zustande. (Basler Zeitung)

Erstellt: 11.05.2010, 13:31 Uhr

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9 Kommentare

ernst fluri

11.05.2010, 15:37 Uhr
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Endlich,jetzt gibt es dann im Kleinbasel ein wenig mehr Ordnung die Behörde ist da ja nicht fähig Antworten


Abdul R. Furrer

11.05.2010, 18:03 Uhr
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Willkommen im Kleinbasel, Angels ! Ich hoffe, Ihr verhaltet Euch nicht allzu diskret, sondern dreht öfters Eure Runden durch das Untere Kleinbasel. Dann werden Matthäus, Klybeck, Rosental und Kleinhüningen bald wieder zu den sichersten Quartieren gehören. Antworten



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