Basel

Hin, aber nicht mehr zurück

Von Valentin Ade. Aktualisiert am 26.08.2014 24 Kommentare

Mobility testet in Basel das erste Schweizer Carsharing-Angebot, bei dem das Auto nicht an den Abfahrtsort zurückgefahren werden muss.

Per Klick verfügbar: Die 100 Kleinwagen von Catch a Car sind überall im Stadtgebiet verteilt und können per Smartphone reserviert werden.

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Bild: Dominik Plüss

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Carsharing ist in der Schweiz schon lange ein Begriff. In Basel bietet die Schweizer Carsharing-Genossenschaft Mobility seit Jahren an verschiedenen Stationen ihre roten Wagen zur gemeinschaftlichen Nutzung an. Gestern lancierte Mobility ein neues Angebot, mit dem auch eine andere Zielgruppe angesprochen werden soll.

Das Neue daran: Zum ersten Mal müssen die weissen Kleinwagen der Mobility-Tochter Catch a Car nach der Fahrt nicht mehr an einen festen Standort zurückgebracht, sondern können auf 26'000 öffentlichen Parkplätzen in der Stadt geparkt werden.

Jüngere Klientel im Visier

Für die Nutzung wird keine Abogebühr fällig, wie Catch-a-Car-Geschäftsführer Adamo Bonorva gestern beim Start auf dem Barfüsserplatz erklärte. Für 20 Franken kann man sich online anmelden, eine Smartphone-App zeigt die aktuellen Standorte der 100 weissen VW (Modell Up). Nach Anwahl eines der Autos ist dieses 15 Minuten für den Nutzer zum Parktarif von 27 Rappen die Minute reserviert, die Fahrt kostet 37 Rappen pro Minute. Die Abrechnung erfolgt über die Kreditkarte.

Das Angebot spricht eine jüngere Klientel als die durchschnittlichen Mobility-Nutzer an. Catch a Car lohnt sich für Kurzfahrten im Stadtgebiet oder darüber hinaus. Abgestellt werden müssen die Wagen einzig wieder innerhalb der Stadtgrenzen (ohne ­Riehen und Bettingen).

Mobility testet das neue Angebot nun zwei Jahre lang exklusiv in Basel. Danach entscheidet die Genossenschaft, ob es auf weitere Städte in der Schweiz ausgeweitet werden soll. Basel habe man ausgewählt, so der Catch-a-Car-Chef, weil hier «das Päckli stimmt». Eine Schweizer Grossstadt, 26'000 öffentliche Parkplätze und nur knapp die Hälfte aller Haushalte besitzt ein eigenes Auto.

Businessplan unter Verschluss

Auch Verkehrsdirektor Hans-Peter Wessels freute sich über den Pilotstatus Basels. Angesichts einer Projektion der SBB, wonach sich das Verkehrsaufkommen in der Schweiz bis 2030 verdoppeln soll, können Ideen wie Catch a Car die steigende Nachfrage nach Mobilität bedienen.

In den Businessplan wollte sich Bonorva gestern nicht schauen lassen. Weder die Kosten des Projekts noch der Finanzierungsbeitrag, den die staatliche Plattform Energie Schweiz beisteuert, sind öffentlich. Für die Auswertung der Nutzungsdaten hat die Mobility-Tochter den wissenschaftlichen Beirat der ETH Zürich an Bord geholt. Aber auch über zu erreichende Zielgrössen, die über Erfolg oder Misserfolg des Projekts entscheiden werden, schwiegen sich die Verantwortlichen gestern aus. (Basler Zeitung)

Erstellt: 26.08.2014, 16:16 Uhr

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24 Kommentare

Karl Klingler

26.08.2014, 17:20 Uhr
Melden 57 Empfehlung 14

Habe es am 1. Tag schon zwei Mal getestet. Für Kurzfahrten ist es genial und die ganzen Buchungs- und Abrechnungsprozesse sind gut umgesetzt. Buchen mit der App (kann man auch direkt am Auto per QR-Code) oder Web. Die Benutzerführung im Wageninnern ist akustisch - man kann eigentlich nichts falsch machen. Sofort nach Abstellen des Autos und der Abmeldung erhält man eine E-Mail mit der Abrechnung. Antworten


Peter Berger

26.08.2014, 18:07 Uhr
Melden 63 Empfehlung 44

Ist Wessels beteiligt? Bei den von ihm verursachten Baustellen, Stockungen und Verkehrschaos dauert es Stunden bis man am anderen Stadtende ist. Rechnet man noch je 10 Minuten für Abholen und vom Parklatz zum Ziel laufen da es ja doch , dank Wessels, keine Parkplätze in der Nähe hat, gibt das viel Umsatz/Gewinn. Antworten



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