Basel

Hoffnung für die Rheinuferpromenade

Von Peter Schenk. Aktualisiert am 02.02.2011 3 Kommentare

Die geplante Rheinuferpromenade mit Veloweg am Novartis Campus vorbei nach Frankreich war gefährdet. Doch nun zeichnet sich eine Lösung ab.

Der Hafen St. Johann verschwindet: Dem Rhein entlang soll künftig ein Fuss- und Veloweg bis nach Huningue zur Dreiländerbrücke führen.

Der Hafen St. Johann verschwindet: Dem Rhein entlang soll künftig ein Fuss- und Veloweg bis nach Huningue zur Dreiländerbrücke führen.
Bild: Elena Monti

Die Chancen stehen gut,
dass Velofahrer keinen Umweg
fahren mu?ssen. Grafik BaZ/reh

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Die Chemiefabrik von BASF in Huningue will die Gefahr, die von ihr ausgeht, durch einen Umbau der Leitungen auf dem Fabrikgelände reduzieren. Die Modifikationen, die laut Direktor Jean-Michel Schaff mehrere Hunderttausend Euro kosten werden, sollen innerhalb eines Jahres umgesetzt werden. Dadurch könnte der Bau einer durchgehenden Velo- und Fussgängerpromenade am Rheinufer von Basel St. Johann entlang dem Novartis Campus bis zur Dreiländerbrücke in Huningue doch möglich werden.

Die elsässische Behörde für Industrierisiken hatte den Bau letzten Sommer untersagt, da dieser an der BASF-Fabrik vorbeiführt, die den Richtlinien von Seveso unterliegt.Stattdessen hatte die Behörde einen 1,5 Kilometer langen Umweg vorgeschlagen, der durch das Industriegebiet von Huningue hinter dem Biotechnikum von Novartis führen würde. Dadurch würde die grenzübergreifende Verbindung unattraktiv. Die Uferpromenade kostet allein auf Schweizer Seite 28 Millionen Franken. Auf der französischen Seite dürften Kosten von zehn Millionen Franken anfallen.

Dank für Pragmatismus

Jean-Marc Deichtmann, Maire von Huningue, dankte Ende letzter Woche auf dem Neujahrsempfang der Stadt dem Sous-Préfet von Mulhouse, Louis Le Franc, für seinen Pragmatismus in Bezug auf das Vorhaben. Le Franc, der Vertreter des französischen Staates im Südelsass, bestätigte gegenüber der BaZ, dass das Zustandekommen der Rheinuferpromenade auf gutem Weg sei.

Novartis-Mediensprecher Felix Räber betonte, dass der Weg attraktiver für die Bevölkerung sei, wenn er bis zur Dreiländerbrücke weitergeführt werden könnte. Er teilte mit: «Novartis setzt sich deshalb zusammen mit den Behörden und BASF sehr dafür ein und hofft, dass von der französischen Umweltbehörde Dreal in den nächsten Wochen ein positiver Bescheid kommt, damit die Uferpromenade auch auf französischer Seite realisiert werden kann.»

Arbeiten vorgezogen

Der Maire von Huningue würdigte ausserdem die Anstrengungen von BASF, den Gefahrenperimeter zu reduzieren und so die Uferpromenade zu ermöglichen. Laut BASF-Direktor Jean-Michel Schaff wären die Modifikationen in der Fabrik auch ohne die Problematik des Uferweges umgesetzt worden, allerdings nicht sofort. «Wir haben sie deshalb vorgezogen, arbeiten aber ständig an der Reduzierung der Risiken.»

Mit den Arbeiten könnte bei grünem Licht der französischen Behörden 2012 begonnen werden, so Marc Keller, Sprecher des Basler Baudepartements. Ausserdem stehen auf Schweizer Seite noch das Planauflageverfahren und ein Grossratsbeschluss aus. Bei einer voraussichtlichen Bauzeit von anderthalb bis zwei Jahren könnte die Rheinuferpromenade 2014 fertig sein. (Basler Zeitung)

Erstellt: 02.02.2011, 12:24 Uhr

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3 Kommentare

Otti Thöri

02.02.2011, 16:56 Uhr
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Jetzt sind wir also schon so weit, dass wir uns genötigt fühlen, den "Pragmatismus" zu loben und die "Anstrengungen" zu würdigen und einen Zeitungsartikel darüber zu schreiben, wenn jemand das Selbstverständliche tut. Wie weit hat sich der Normalitätsbegriff verschoben! Antworten


Kurt Seiler

02.02.2011, 18:42 Uhr
Melden

Ob das die Franzosen ohne Gegenleistung machen? Im Schenken sind sie normalerweise etwas knausrig. Antworten



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