Basel

Hooligans am Internet-Pranger: Die ersten haben sich gemeldet

Aktualisiert am 13.08.2010 45 Kommentare

Die Basler Staatsanwaltschaft hat die Fotos der seit November 2009 gesuchten Gewalttäter im Internet veröffentlicht – mit ersten Erfolgen.

Die Gesichter sind in der Originalversion der Basler Staatsanwaltschaft (siehe Link) klar erkennbar.

Die Gesichter sind in der Originalversion der Basler Staatsanwaltschaft (siehe Link) klar erkennbar.

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Grosser Sachschaden

Bei der Randale am Cup-Achtelfinal vom 20. November 2009 im Basler St. Jakobpark-Stadion waren mehrere Personen verletzt worden, zwei von ihnen spitalreif; der Sachschaden beträgt nach früheren Angaben rund 100'000 Franken. Gegen identifizierte Tatverdächtige wurden Verfahren etwa wegen Körperverletzung, Landfriedensbruchs oder Gewalt gegen Beamte eingeleitet.

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Die Staatsanwaltschaft Basel-Stadt (Stawa) hatte einen solchen Schritt schon Mitte Juni angedroht. Gestellt hat sich seither aber keiner der Hooligans. Nun machte die Stawa Ernst und veröffentlichte am Freitagmorgen 17 Fotos im Internet. Jene Fotos von Personen, welche aufgrund von Dritthinweisen oder eigener Meldungen identifiziert werden können, werden umgehend von der Web-Site entfernt, heisst es von Seiten der Behörde.

Dieses Versprechen konnte bereits nach kurzer Zeit ein erstes Mal in die Tat umgesetzt werden: Rund eineinhalb Stunden nach der Veröffentlichung der Bilder, hat sich einer der 17 Hooligans bei der Zürcher Polizei gemeldet, wie Stawa-Kriminalkommissär Markus Melzl gegenüber der BaZ sagte. Wenig später verschwanden zwei weitere Bilder von der Webseite. Bis am frühen Freitagabend haben sich offenbar insgesamt vier Personen gemeldet.

Insgesamt wurde gegen 25 Personen ermittelt, in enger Kooperation mit der Stadtpolizei Zürich. Mehrere Dutzend weitere Personen konnten indes nicht identifiziert werden. 17 von ihnen, waren am Freitagmorgen im Internet zu sehen. Mit den 17 Betreffenden beschränkte sich die Staatsanwaltschaft auf «die, die wir auf Videosequenzen ganz klar einer strafbaren Tat zuweisen können», hiess es am Dienstag. Nun bleiben also noch 13. Melzl ist zuversichtlich, dass ein grosser Teil der Gesuchten in den nächsten Tagen identifiziert werden kann.

Auf Fotoportal ausgewichen

Die Staatsanwaltschaft stellte die Bilder nicht auf ihre eigene Website, sondern auf das Fotoportal Flickr – dies laut dem Sprecher aufgrund der Erfahrungen bei der letzten Internetfahndung im März 2009: Damals sei die eigene Seite so oft angeklickt worden, dass die Server Probleme hatten. Beim Fotoportal sei das nicht der Fall. Nach zehn Stunden löschte Flickr jedoch die Bilder. Deshalb müssen die Behörden die Fahndungsbilder doch wieder auf einer kantonalen Seite aufschalten, Serverengpässe hin oder her (siehe Link).

Lesen Sie mehr über die Panne bei der Internetfahndung in der BaZ vom Samstag, 14. August 2010. (amu/sda)

Erstellt: 13.08.2010, 08:25 Uhr

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45 Kommentare

Norbert Rufer

13.08.2010, 08:43 Uhr
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Gratulation zu diesem - in meinen Augen - sinnvollen Vorgehen. Antworten


Marco Lardi

13.08.2010, 08:46 Uhr
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Im Flickr muss man angemeldet sein, um einen Kommentar abzugeben. Wird sich wirklich einer dort anmelden um einen Kommentar abzugeben? Warum sind die nicht auf der HP der STAWA abgebildet? Irgendwie scheint mir diese Aktion stümperhaft zu sein. Antworten



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