Basel

«Ich könnte ebenso gut tot sein»

Das Paar, das am Wochenende in der Rebgasse von Jugendlichen brutal attackiert wurde, steht unter Schock. Die beiden Opfer der Schlägerattacke fordern harte Strafen für die Täter.

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Auf die Frage, wie es ihm gehe, zuckt Hanspeter S. (53) erst nur mit den Schultern. Dann richtet er sich im Spitalbett langsam auf und sagt: «Ich könnte ebenso gut tot sein.» Sicher ist: Die Nacht vom Freitag auf den Samstag wird er nie vergessen (bazonline berichtete). Nach einem Konzert im Basler Volkshaus, wo seine Lebenspartnerin Theresa S. (55) einen Auftritt als Sängerin hatte, lässt das Paar den Abend mit Freunden im Restaurant Zum Schiefen Eck ausklingen. Es wird spät: Erst nach vier Uhr morgens löst sich die Runde auf.

Hanspeter S. und Theresa S. wollen beim Wettsteinplatz ein Taxi oder ein Tram ins Grossbasel nehmen, wo sie zu Hause sind. Zu Fuss gehen die beiden durch die Rebgasse. Die Gruppe von Jugendlichen, die linker Hand in der Nähe des Eingangs zum Keller der Schotte-Clique sitzt, bemerken sie kaum: «Sie fielen mir nicht weiter auf», sagt Hanspeter S. Auch angepöbelt worden sei er nicht: «Es ist kein Wort gefallen.»

«Solche Gewaltakte gab es bis vor einigen Jahren nicht»

Das Nächste, was Hanspeter S. hört, sind Schritte. «Dann erhielt ich einen Wahnsinnstritt in den Rücken.» Er geht zu Boden, hält sich den rechten Unterarm schützend vors Gesicht. Die Täter treten ihn so hart, dass sein Arm bricht. Auch in die Nieren schlagen sie ihn. «Ich hatte noch nie im Leben so grosse Angst», sagt Theresa S. Erst als sie um Hilfe schreit, lassen die Angreifer von Hanspeter S. ab – dafür schlagen sie auf Theresa S. ein und brechen ihr mehrere Rippen.

Nach vier Tagen im Spital sitzt der Schock beim Zahnarzt Hanspeter S. immer noch tief. «Egal, was die Statistiken sagen: Solche Gewaltakte gab es in Basel bis vor einigen Jahren nicht.» Die Jugendlichen seien so brutal geworden, dass nur ein hartes Durchgreifen der Richter ähnliche Taten verhindern werde. «Diese Leute müssen für lange Zeit ins Gefängnis, sonst schreckt das niemanden ab», fordert Hanspeter S.

Markus Melzl, Sprecher der Basler Staatsanwaltschaft, bestätigt derweil, dass beim Angriff auch zwei junge Frauen dabei waren. Bis jetzt gebe es aber keine Hinweise, dass diese direkt in die Tat involviert waren. Die Polizei hatte am Samstagmorgen vier Schweizer im Alter zwischen 19 und 22 Jahren festgenommen; drei befinden sich noch immer in Haft. (Basler Zeitung)

Erstellt: 25.11.2009, 12:23 Uhr

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22 Kommentare

Christian Bernhardt

18.01.2011, 09:41 Uhr
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Aber fragt mal einen basler SP-Wähler, wie sicher und wunderschön das Kleinbasel ist. Solche Ausnahmen sind doch nicht schlimm!! Alle anderen denen die Augen schon lange aufgegangen sind wissen, dass wir uns nicht mehr im Kleinbasel aufhalten können, sobald die Sonne untergegangen ist! Antworten


Michael Trümmer

25.11.2009, 21:31 Uhr
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Haben sich Täter und Opfer gekannt? Haben zumindest die Täter gewusst wen sie töten wollen (arrogante, lästernde Nachbarn etc.)? Oder gingen die wirklich zufällig auf ältere Leute los? Antworten


Peter Thommen

25.11.2009, 20:48 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Diese Art von Gewalt kann jedeN treffen. Sie dient grundsätzlich der persönlichen Ego-Befriedigung des Täters, der Täterin. Dass Frauen an Gewalthandlungen anwesend/beteiligt sind, kenne ich aus Vorkommnissen im Schützenmattpark. Sie wollen einfach ihre Macker nicht verlieren. Und diese suchen etwas, um ihre Potenz aufzublasen. Wir diskutieren ja über Sexualität und Gewalt. Wieso immer getrennt? Antworten


Werner Fürst

25.11.2009, 20:29 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Die Ohnmacht, Hilflosigkeit einfach so niedergeschlagen zu werden. Die Niedertracht der feigen Angreifer. Das bleibende Trauma (psychische Verletzung) nach den geheilten Wunden. Ich hoffe, dass Herr S. und Frau S. ihre Gefühle, die Empörung, hartnäckig möglichst breit publizieren. Dass dieses hässliche Phänomen der hirnlosen Gewalt, das immer weiter um sich greift, erkannt und bekämpft wird. Antworten


martin stehli

25.11.2009, 19:59 Uhr
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Die Justiz und die Richter haben es in der Hand, ob sich Selbstjustiz ausbreitet oder nicht. Denn bei den allseits bekannten Strafen wird es nur eine Frage der Zeit sein, bis sich ein Opfer mal selbst Gerechtigkeit verschaffen wird. Ob dies dann richtig oder falsch ist, wage ich nicht zu beurteilen. Allerdings habe ich mir meine Meinung gebildet, werde sie hier aber nicht kundtun... Antworten


Werner Schweizer

25.11.2009, 19:56 Uhr
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Solange Basel rot/grün regiert wird, kann man drakonische Strafen vergessen. Antworten


René Fischler

25.11.2009, 17:45 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Ich beobachte solche Gewalttaten jedes Wochenende in einem kleinen "Gässlein" parallel zur Steinen. Anrufe auf die Polizeiwache nützen wenig denn bis eine Streife da ist ist der Tumult vorbei. Es braucht einfach mehr Patrouillen, gerade Freitag- und Samstag in der Nacht welche stündlich durchfahren. Spazierfahrten um 08.00h in der Früh bringen gar nichts! Mehr Mut liebe Polizei! Antworten


oliver keller

25.11.2009, 17:33 Uhr
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Gewalt gab es leider schon immer und die Hemmschwelle zuzuschlagen sinkt immer mehr. Menschen waren schon immer aggressiv und werden es umso mehr, wenn man sie dichter zusammenleben lässt, was den Stresspegel auch anhebt. Ich glaube nicht, dass es hierzu eine Patentlösung gibt- vielleicht verunmöglichen wir es am Ende höchstselbst, eine neue Evolutionsstufe zu erklimmen und machen uns überflüssig. Antworten


Kurt Naef

25.11.2009, 17:21 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Weber Markus: dieser vers hat noch eine fortsetzung - wählt weiter grün/rot und basel ist tot ! im falle dieser brutalos braucht es endlich richtige strafen. min 4 jahre ohne vorzeitige entlassung und ohne jede vergünstigungen wie tv etc. jeden tag arbeiten bis der schaden bezahlt ist. Antworten


Jan van Berkel

25.11.2009, 16:26 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Ja, und Herr Gass wird uns dann wohl wieder weismachen wollen wie sicher Basel ist. Solche Gewaltakte gab es bis vor ein paar Jahren kaum und sicher nicht in dieser unmenschlichen Brutalität. Unsere Stadt Basel ist nicht mehr sicher und wenn unsere linksdominierte Politik und die Kuscheljustitz so weitermachen wird es wohl nur noch schlimmer kommen. Schade für unser einst so friedliches Basel!! Antworten


Urs Gautschi

25.11.2009, 16:01 Uhr
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Schockierend. Ich wünsche den Opfern baldige Genesung. Für solche Täter sollte es einen virtuellen "Pranger" im Internet geben. Solche Verbrecher müssen aus der Anonymität geholt werden. D.h. das Volk soll deren Namen und Gesichter erfahren können - lebenslang. Zudem sollte deren Anspruch auf soziale Unterstützung verfallen und falls nötig den Opfern zugesprochen werden. Antworten


Ernst fluri

25.11.2009, 15:44 Uhr
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Super 4 Täter, 3 in Haft und einer schon wieder auf freiem Fuss,bereit zum wieder auf die "Jagd" zu gehen. Alle die noch zu später Stunde unterwegs sind wird empfohlen sich wenn möglich zu "bewaffnen"oder die Polizei zu bitten Sie auf dem Heimweg zu begleiten.Es lebe die Bronx,nein so schlimm ist es dort auch wieder nicht. ich war dort! Antworten


Hanspeter Breitenstein

25.11.2009, 15:36 Uhr
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Wie wird die Zukunft aussehen ? Ich sehe schon die Schlagzeile: "4 junge Männer spätnachts im Ausgang erschossen ! Vom Täter keine Spur! Handelt es sich wohl um eine Abrechnung der Mafia?" Die Wahrheit, die man nie erfahren wird: Es war ein Rentner, der überfallen werden sollte und sich zur Wehr gesetzt hat! Schluss.Punkt.. Antworten


Alain Mohler

25.11.2009, 15:33 Uhr
Melden 1 Empfehlung

und Herr Morin steht dann wieder in der Arena erzählt wie toll das Kleinbasel ist. Antworten


Ronaldo Martin

25.11.2009, 15:28 Uhr
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Da gibt's vorderhand nur eine Lösung: knallharte Strafen. Aber wirklich hart. Mein Strafmass: Versuchter Mord, 10 Jahre hinter Gitter. Und tschüss. Antworten


oliver keller

25.11.2009, 15:22 Uhr
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Ich bin schon gespannt auf die nächste populistische Aktion "für mehr Gefängnisse"- ooops, das kostet aber viel Geld und wir wollen doch sparen, nicht wahr. Dann warte ich also vergeblich auf "konstruktive" Vorschläge? Antworten


Tanja Seiler

25.11.2009, 14:55 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Bei solchen Straftaten,wenn es sich um Ausländer handelt,kurz und bündig ab an die Grenze! Bei Schweizern die gleiche Strafe wie bei Mord! Es kann doch nicht sein,dass man sich in seiner Heimatstadt nicht mehr frei bewegen kann!! Antworten


Rolf Brunner

25.11.2009, 14:49 Uhr
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Machen wir uns nichts vor: das gibt Bedingten, wir sind schliesslich in der Schweiz, da sind Gewalttaten von Schlägern vor Gericht ein Kavaliersdelikt. Ein riesiges Wunder schon, dass sie nicht schon alle entlassen wurden! Antworten


Weber Markus

25.11.2009, 13:56 Uhr
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und bald kommt die nächste Strophe im lustigen Gass/Mannhart Kanon: Basel finde mir soo glatt und vor allem so ne sichere Stadt. Antworten


rolf spinnler

25.11.2009, 13:28 Uhr
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Nächstens werden auch die drei wieder auf freiem Fuss sein. Leute zusammenschlagen und ausrauben, morden, dealen etc. ist nicht erwünscht, aber offenbar auch nicht ganz verboten, siehe unsere Justiz mit ihren weichspühler Strafen. Antworten


Stefan Bauer

25.11.2009, 13:22 Uhr
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Ich habe immer noch die Hoffnung, dass unsere Richter endlich reagieren und das gleiche Strafmass anwenden wie gegen die potentiellen Mörder von München. Da es sich hier ebenfalls um potentielle Mörder handelt muss hart durchgegriffen werden. Solche Individuen dürfen nicht mehr auf die Allgemeinheit losgelassen werden. Muss es erst Tote geben? Antworten


Norbert Rufer

25.11.2009, 12:56 Uhr
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Vermutlich erhalten die 4 mutmasslichen Täter eine bedingte Strafe und das war's dann auch schon. Blickt man nach München, so sieht man, dass bei uns - meiner Meinung nach - zu wenig hart durchgegriffen wird. Antworten



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