Junge trotzen der Krise: Erstes StartupCamp in Basel
Von Roger F. Delle. Aktualisiert am 29.01.2009 2 Kommentare
Angehende Jungunternehmer trotzen der Krise: Dania Gerhardt zum ersten StartupCamp.
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Ein starkes Zeichen gegen die Krise: So sieht Vizepräsidentin Dania Gerhardt das StartupCamp in Basel, das beim Start von neuen Firmen (Startup-Unternehmen) in der Tech- und der Life-Science-Branche helfen soll. Das Interesse an der Veranstaltung, die am Samstag ihre Schweizer Premiere feiert, ist gross. Über 180 angehende und junge Unternehmer aus der ganzen Schweiz und auch aus Deutschland haben sich angemeldet, um voneinander und von Experten zu lernen, damit sie ihr Geschäft möglichst erfolgreich in die Hand nehmen können.
«Dass sich in so kurzer Zeit 180 Teilnehmer zusammenfinden, die Interesse haben, entweder eine neue Firma zu gründen, oder die schon daran sind oder vielleicht schon ein erfolgreiches Startup etabliert haben, ist ein sehr schönes Symbol gegen das Tief, gegen die negative Stimmung. Und es stimmt einen einfach sehr zuversichtlich für die Zukunft», sagte Dania Gerhardt gegenüber baz.online.
14-jähriger CEO
Das StartupCamp wird im Sinne von so genannten BarCamps organisiert. Dabei handelt es sich um lose Teffen, an denen jeder Teilnehmer ein selbstgewähltes Thema kurz vorstellt. Dann wird demokratisch über die Themen abgestimmt und damit bestimmt, welche eingehend behandelt werden. Dafür stehen parallel mehrere Räume zur Verfügung – am Samstag in Basel sind es fünf, in denen jeweils sechs Sessionen abgehalten werden, was 30 Präsentationen ergibt, die den Teilnehmern zur Auswahl stehen.
Auch die Experten müssen sich dem demokratischen Votum stellen. Nur einer hat sozusagen einen fixen Startplatz: Suhas Gopinath. Der Inder aus Bangalore gilt als jüngster CEO der Welt, indem er als 14-Jähriger im Jahr 2000 in Kalifornien ein IT-Unternehmen gründete. Vom World Economic Forum (WEF) ist er zum jüngsten «Young Global Leader» ernannt worden.
«Alle lernen von allen»
Generell lautet das Motto des StartupCamps in Basel gemäss Gerhardt aber: «Alle lernen von allen.» Es gibt zwei Hauptziele: Das eine ist, Wissen zu vermitteln für die Gründung und den Start eines Unternehmens. Und das andere Ziel ist die Vernetzung, welche hierzulande laut Gerhardt durch ein gewisses «Gärtchendenken» etwas vernachlässigt werde: «Es geht darum, den Vernetzungsaspekt in der Schweiz mehr zu fördern.» Wegen der Sprachhürden in der Schweiz soll dabei am StartupCamp Englisch gesprochen werden.
Dania Gerhardt ist Vizepräsidentin des Vereins StartupCamp Switzerland, der den Anlass am Standort der Hochschule für Wirtschaft der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) an der Peter Merian-Strasse in Basel organisiert.
Rückkehr nach Basel
Der Entscheid für Basel fiel laut Gerhardt dank Daniel Ebneter, der an der FHNW doziert und von der Idee begeistert war: «So war schnell klar, dass die FHNW unter anderem wegen der guten Infrastruktur und der Bahnhofsnähe ein toller Ort für ein StartupCamp ist. Auch ist Basel eine tolle Stadt für ein StartupCamp: erfolgreiche Pharmaindustrie mit vielen jungen Firmen im Biotech-Bereich und internationale Ausrichtung.»
Für die 29-jährige Dania Gerhardt bedeutet das Event eine Rückkehr nach Basel. Nachdem sie in Genf geboren wurde und in San Diego in Kalifornien aufwuchs, kam sie 1987 nach Basel, wo sie bis vor vier Jahren lebte und an der Universität Wirtschaft studierte. Danach zog sie nach Zürich – dort gründete sie ihr eigenes Webunternehmen, eine Plattform für Projekte.
Der Verein StartupCamp Switzerland ist aus einer Gruppe von Webunternehmern und Bloggern hervorgegangen, die sich regelmässig treffen. Präsident ist Patrick Liechti aus Zürich. Finanziert wird das StartupCamp durch Sponsoren. (bazonline.ch/Newsnetz)
Erstellt: 29.01.2009, 16:15 Uhr
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2 KOMMENTARE
Grossartige Initiative. Ich bin mit René Müller völlig einverstanden. Toi, toi, toi für alle Teilnehmer. Vielleicht wächst ja aus dem Samen der an diesem Forum gesät wurde da und dort eine besondere Pflanze?
Vorbildliches Interview in Inhalt und Form: Offene, einfach gestellte Fragen (ohne Implikation der erwarteten Antwort), führen zu klaren Antworten. Für Leser und Hörer einfach zu verstehen. Journalistisches »Musterbeispiel« - Bravo!
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