Basel

Kantone stopfen Loch in Uni-Pensionskasse

Aktualisiert am 20.12.2011 5 Kommentare

Die Finanzkrise hat der Pensionskasse der Universität Basel eine Deckungslücke von 100 Millionen Franken beschert. Die Hälfte der Lücke füllen nun die beiden Basel.

Auch die Angestellten müssen mehr strampeln: Das Uni-Personal soll seinen 50-Millionen-Anteil mit Lohnmassnahmen und Kürzungen des Renten-Teuerungsausgleichs tragen.

Auch die Angestellten müssen mehr strampeln: Das Uni-Personal soll seinen 50-Millionen-Anteil mit Lohnmassnahmen und Kürzungen des Renten-Teuerungsausgleichs tragen.
Bild: Mischa Christen

Die Pensionskasse der Uni Basel hat eine Deckungslücke von 100 Millionen Franken. Nun sollen die Trägerkantone Basel-Stadt und -Landschaft je 25 Millionen einschiessen, das Personal die andere Hälfte, wie die Regierungen am Dienstag mitteilten. Das Uni-Personal soll seinen 50-Millionen-Anteil an der PK-Sanierung mit Lohnmassnahmen und Kürzungen des Renten-Teuerungsausgleichs tragen. Die Uni-PK soll so nach dem indirekten Sanierungs-Modell der baselstädtischen PK saniert werden. Die entsprechenden Vorlagen gehen im kommenden Jahr an die beiden Parlamente.

Gemäss dem Uni-Trägerschafts-Staatsvertrag ist das Uni-Personal bei zwei Vorsorgewerken versichert: der Pensionskasse Basel-Stadt (PKBS) und der Basellandschaftlichen Pensionskasse (BLPK). Bei der Uni-Ausgliederung aus der baselstädtischen Verwaltung war die PK ausfinanziert worden, hatte aber keine Schwankungsreserve erhalten.

Sanierung unvermeidlich

Seit 2008 hat aber die Finanzkrise die Deckungsgrade dahinschmelzen lassen. Sie lagen im dritten Quartal 2011 bei 86 Prozent (PKBS) respektive 94 Prozent (BLPK). So sei eine Sanierung unvermeidlich geworden, wie es weiter hiess. Dabei sollen Arbeitgeber und -nehmer je die Hälfte übernehmen.

Die Arbeitgeberseite soll 2012 eine Einmaleinlage leisten - die Mittel dazu seien seien als Rückstellungen vorhanden, hiess es auf Anfrage. Auf den Stadtkanton entfallen dabei 24,55 Millionen, auf das Baselbiet 24,75 Millionen Franken. Die Versicherten sollen derweil ihren Sanierungsanteil während rund zwölf Jahren amortisieren. (amu/sda)

Erstellt: 20.12.2011, 16:48 Uhr

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5 Kommentare

Christoph Müller

21.12.2011, 07:40 Uhr
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Ich arbeite in der Privatwirtschaft! Hilft mir auch der Steuerzahler, eine evtl. Deckungslücke meiner PK zu sanieren? Wieso müssen immer Alle dafür mitzahlen? Interessant, wer wurstelt eigentlich in diesen PKs herum? Und wo sind die Milliardengewinne geblieben, die früher eingefahren wurden? Hätte man nicht diese für die nun benötigten Sanierungen gebrauchen können? Fragen über Fragen.. Antworten


Hans Iseli

21.12.2011, 01:50 Uhr
Melden 3 Empfehlung

Kann sich der Staat leisten, und die Staatsangestellten. Berappt ja der Steuerzahler. Geht aber in der Privatindustrie nicht! Antworten



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