Basel

Kein Referendum wegen Kasernen-Durchbruch

Aktualisiert am 15.02.2012 2 Kommentare

Heimatschutz, Freiwillige Denkmalpflege und Basel Tattoo verzichten vorläufig auf ein Referendum zur Kaserne. Der Grosse Rat hatte für den Abriss eines Nebenbaus und einen Architekturwettbewerb für eine weitergehende Öffnung ausgesprochen.

Öffnung zum Rhein? Auf das Referendum wird verzichtet, doch gleichzeitig werden mahnende Worte an das Initiativkomitee gerichtet.

Öffnung zum Rhein? Auf das Referendum wird verzichtet, doch gleichzeitig werden mahnende Worte an das Initiativkomitee gerichtet.
Bild: Lucian Hunziker

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Sie verzichteten auf ein Referendum «zum jetzigen Zeitpunkt» nach reiflicher Überlegung, teilten der Heimatschutz Basel, die Freiwillige Basler Denkmalpflege, die Basel Tattoo Productions GmbH und in dieser Sache engagierte Parlamentarier mit. Dabei nehmen sie allerdings die Regierung und das Initiativkomitee in die Pflicht. Denn sie vertrauten auf Zusicherungen der Regierung in der Debatte betreffend den Erhalt des Kasernen-Hauptbaus und die Rücksichtnahme auf bestehende Veranstaltungen, heisst es in der Mitteilung. Ebenso erwarteten sie nun, dass der Architekturwettbewerb und dessen Auswertung «tatsächlich ergebnissoffen ablaufen».

«Mit Interesse und Aufmerksamkeit» zur Kenntnis genommen hätten sie entsprechende Zusicherungen von Regierungspräsident Guy Morin, Baudirektor Hans-Peter Wessels und Vertretern des Initiativkomitees für eine Kasernenöffnung. Nicht gefährden wollen sie im Weiteren die «sehr begrüssenswerten» Vorlagenteile zur Sanierung des Klingentalwegleins und Aufwertung des Kasernenvorplatzes. Die drei Organisationen hätten im übrigen eine direkte Abstimmung über die Initiative vorgezogen. Doch höchstwahrscheinlich werde auch über das Wettbewerbsergebnis noch abgestimmt, und dem sähen sie «mehr als zuversichtlich» entgegen.

Rückzug der Initiative gefordert

Vom Initiativkomitee erwarteten sie aber, dass es seine Initiative «Öffnung zum Rhein» nach Freigabe des Architekturwettbewerbkredits tatsächlich zurückzieht. Die Initianten hatten vor der Grossratsdebatte in Verhandlungen mit der Regierung ihre entsprechende Bereitschaft erklärt. Das unformulierte Volksbegehren war von den Initianten von «Kulturstadt jetzt» 2011 mit gut 3100 Unterschriften eingereicht worden. Es verlangt, das Kasernenareal «durch eine Umgestaltung des Kasernenhauptbaus grosszügig zum Rhein hin zu öffnen» und durch «Entwicklungsmassnahmen zu einem lebendigen städtischen Platz» aufzuwerten.

Der Grosse Rat beschloss am vergangenen 8. Februar einen Kredit von 5,3 Millionen Franken für eine seitliche Öffnung des Areals mittels Abbruch eines Nebenbaus sowie die Aufwertung des Klingentalwegleins zum Rhein. Zudem bestellte er bei der Regierung eine Kreditvorlage für den Architekturwettbewerb für «grosszügige Öffnungen» durch den Hauptbau. Kantonsbaumeister Fritz Schuhmacher hielt dazu in einem Interview in der «Basler Zeitung» vom Mittwoch unter anderem fest, dass im Wettbewerb Kontur, Volumen und Baustruktur des Hauptbaus respektiert werden sollten. Eine Öffnung des Gebäudes wäre trotzdem «in hoher Qualität» möglich, übers Erdgeschoss hinaus allerdings heikel.

(ms/sda)

Erstellt: 15.02.2012, 15:59 Uhr

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2 Kommentare

Werner Fricker

16.02.2012, 11:57 Uhr
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1964 habe ich als junger Journalist für die einen meiner ersten Artikel geliefert: Da sagte Fritz Hauser, dass die Truppe hier nur noch ein kurzes Gastspiel habe und die Kaserne abgerissen werde. Weshalb sie nun nach 50 Jahren des Palaverns abgerissen werden soll, wo sie für das Tatoo eine fantastische Kulisse abgibt, ist mir schleierhaft. Antworten


ernst schenk

17.02.2012, 09:16 Uhr
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warum muss man alles kabut machen last doch die kasserne soo wie sie ist. der heimatschutz ist auch nicht mer was er wahr. zur zeit wirt in basel nur noch gewurschtelt.wen ihr so weitr macht ist basel nicht mehr schön. Antworten



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