Basel
Khat, Kokain und getrocknete Affen
Von Lukas Bertschmann. Aktualisiert am 07.02.2012 1 Kommentar
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An den 152 Grenz-Kilometern der Nordwestschweiz, die die Grenzwachtregion Basel im Auge behält, sind letztes Jahr insgesamt knapp 4500 Schmuggelfälle aufgedeckt worden. Damit fingen Grenzwächter in der Region über einen Drittel mehr Schmuggler ab. «Spitzenreiter unter der Schmuggelware sind Lebensmittel. Wir stellten aber auch viel Unterhaltungselektronik oder teure Sportartikel wie beispielsweise Mountainbikes sicher», berichtet der Grenzwache-Kommandant Roger Zaugg. Der private Einkaufstourismus konzentrierte sich vornehmlich auf Deutschland.
Auch der gewerbsmässige Schmuggel über die Nordgrenze stieg im 2011 an. Im November beispielsweise ging den Grenzern ein dicker Fisch ins Netz: Bei einer Stichprobe wurde ein Lieferwagen kontrolliert, der bis unter das Dach mit 1,4 Tonnen an Fleisch- und Wurstwaren beladen war. Die Behörden erwirkten einen Durchsuchungsbefehl am Wohnort der Täter im Aargau und stellten dort noch grössere Mengen an Gammelfleisch sicher. «Das Fleisch war teilweise bereits angeschimmelt», sagte Zollkreisdirektor Heinz Eng. Die Zollfahndung Basel ermittelte, dass die Täter über mehrere Monate hinweg über 15 Tonnen Fleisch illegal importierten, was ungefähr 80'000 Teller-Portionen entspricht. Sie sehen sich nun mit einer Busse eines 5-stelligen Betrags und allenfalls weiteren juristischen Konsequenzen konfrontiert. Näheres war aber nicht zu erfahren, da es sich um ein laufendes Verfahren handelt.
Erfolgreiche Dorgenfahndung
Gewerbsmässig lief auch der Drogenschmuggel. Mit etwas über 1,1 Tonnen ist 2011 erneut eine Rekordmenge der afrikanischen Droge Khat sichergestellt worden, was einem 55-prozentigen Zuwachs entspricht. Andere viel geschmuggelte Drogen wie Cannabis und Kokain verzeichneten auch satte Zuwachsraten. Mit knapp 20 Kilo sichergestelltem Kokain, rund ein Drittel mehr, und mit knapp 70 Kilo Cannabis, was sogar 1,2 mal so viel Stoff entspricht, ist der Grenzwache Basel auch hier mehr im Netzt hängen geblieben als im Jahr zuvor. Hierbei dürfte es sich aber nur um die Spitze des Eisbergs handeln. Das Katz- und Mausspiel zwischen Drogenschmugglern und den Behörden ist laut Zaugg ein laufendes Wettrennen: «Die Gegenseite hat mehr Personal, mehr Zeit und mehr Geld.»
Je lukrativer eine Schmuggelware ist, umso raffinierter gehen Drogenschmuggler vor. Nähere Einblicke zu den Entwicklungen an der Drogenfront konnte Zaugg allerdings nicht gewähren: «Aus taktischen Gründen geben wir nichts zu häufig benutzten Drogenverstecken oder Ähnlichem bekannt.» Es kämen aber vermehrt Spezialisten für Auto-Durchsuchungen zum Einsatz. «Wenn Sie mal ein Fahrzeug im Rohbau-Zustand gesehen haben, können Sie sich vorstellen, wie viele potentielle Verstecke ein Auto bietet», so Zaugg weiter. Im Kampf gegen den Schmuggel setzt die Grenzwache laut Sprecher Patrick Gantenbein primär auf Unberechenbarkeit: «Durch unregelmässige Verteilung der personellen Ressourcen ist die Unsicherheit auf der Gegenseite am grössten.»
Wilderer Fleisch
Ein neuer Trend ist laut Zollkreisdirektor Engi die illegale Einfuhr von «Bush-Meet». Das Fleisch aus im afrikanischen Busch gewilderter Beute, das hier als Delikatesse verspiesen wird. «Bisher sind vor allem am Flughafen Zürich gehäutete und getrocknete Affen sichergestellt worden», so Engi. Man würde nun aber dieses Jahr auch vermehrt am EuroAirport nach solchem verbotenen Wild-Fleisch suchen. (baz.ch/Newsnet)
Erstellt: 07.02.2012, 16:40 Uhr
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1 Kommentar
Wer"frisst" hier in der Schweiz getrocknete Affen ?!
Dass im Busch Affen gegessen werden, dass kann ich, zwar widerwillig, noch verstehen...aber hier in der Schweiz...???
Offensichtlich leben auch in der Schweiz so allerhand Spinner...seid also bitte vorsichtig liebe Eidgenossen vielleicht wird euch demnächst auch das Fell über die Ohren gezogen !
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Basel
Familie, Beruf und Studium
Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.
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