Kirchenbesetzer werden vorerst geduldet

Abgewiesene Asylsuchende haben die Matthäuskirche in Basel besetzt. Sie berufen sich auf Asylrecht, laut welchem die Kirche ihnen als Verfolgten Asyl gewähren soll. Der Kirchenrat will vorerst keine polizeiliche Räumung.

Die Matthäuskirche in Basel ist zur Zeit von abgewiesenen Asylsuchenden besetzt. Die Gruppe mit dem Namen «Wir bleiben» fordert von der Kirche Asyl.

Die Matthäuskirche in Basel ist zur Zeit von abgewiesenen Asylsuchenden besetzt. Die Gruppe mit dem Namen «Wir bleiben» fordert von der Kirche Asyl.

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Die Matthäuskirche in Basel ist derzeit Zufluchtsort von abgewiesenen Asylbewerbern. Die Evangelisch-reformierte Kirche Basel-Stadt (ERK) erachtet diese Aktion als Hausfriedensbruch, will das Gotteshaus im Kleinbasel aber vorerst nicht räumen lassen. Nach Angaben der ERK vom Dienstag hat sich am Sonntag eine Gruppe junger Erwachsener zusammen mit vier Asylsuchenden in der Kirche niedergelassen. Die Gruppe berufe sich auf das Asylrecht, das Kirchen Verfolgten zu gewähren hätten.

Aus Sicht des Kirchenrats haben dagegen Asylbewerberinnen und -bewerber bei Ablehnung ihres Asylgesuchs nach einem korrekten Verfahren die Schweiz zu verlassen. Der ERK-Kirchenrat sieht deshalb in der Kirchenbesetzung einen Hausfriedensbruch. Dennoch will der Kirchenrat die Aktivisten der Gruppe mit dem Namen «Wir bleiben» und die Asylsuchenden vorerst gewähren lassen. Ein Antrag auf polizeiliche Räumung der Kirche werde vorerst nicht gestellt, zuerst werde das Gespräch mit den Besetzern gesucht, heisst es im Communiqué der ERK. (las/sda)

(Erstellt: 10.02.2016, 09:32 Uhr)

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