Basel

Kommissär Hunkeler ist wieder in der Stadt

Von Joel Gernet. Aktualisiert am 05.07.2011 2 Kommentare

Eigentlich ist Kommissär Peter Hunkeler ja pensioniert. Dennoch treibt er dieser Tage in Basel sein Unwesen – beim Dreh zur sechsten Buch-Verfilmung. Baz.ch traf Hauptdarsteller Mathias Gnädinger zum Video-Interview.

«Bei uns ist der Rhein einfach ein bisschen sauberer als bei euch unten»: Mathias Gnädinger und Charlotte Heinimann über den Hunkeler-Dreh in Basel. (Video: Joël Gernet)

Schauspielerin Marie Leuenberger – bekannt geworden als «Die Standesbeamte» – zum Dreh in ihrer «alten Heimat». Im neuen Hunkeler-Film mimt sie die Jungsschauspielerin Beate, welche mit dem Mordopfer ein Techtelmechtel hatte.

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Hunkeler und die Augen des Ödipus

Eigentlich will der pensionierte Kommissär Hunkeler mit dem Premierenbesuch nur seine alte Theater-Leidenschaft aufleben lassen. Doch dann wird nach der kontroversen Vorstellung der egozentrische Regisseur und Hauptdarsteller Bernhard Vetter tot aus dem Rhein gefischt – ohne Augen. Als dringlich Tatverdächtige kommt Vetters Exgeliebte Judith Keller, eine einst gefeierte Theaterschauspielerin, in U-Haft. Zwischen ihr und dem Schauspieler ist es an der Premierenfeier zum Streit gekommen. Aus Eifersucht? Judiths Tochter Beate spielt in «König Ödipus» im Gegensatz zu ihrer Mutter eine Rolle – und Vetter hat ihr eine vielversprechende Karriere in Aussicht gestellt. Nach ihrer Festnahme bittet Judith Hunkeler um Hilfe – dieser war früher nicht nur ins Theater, sondern auch in sie verliebt gewesen.

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Auf den schick hergerichteten Apéro-Tischen stehen Häppchen und Champagnergläser, davor Hunkeler-Darsteller Mathias Gnädinger und Film-Freundlin Charlotte Heinimann alias Hedwig an einem Stehtisch. Bald findet hier, im Foyer des Basler Schauspielhauses, eine Premierenfeier statt. Angestossen wird natürlich noch nicht auf die neue Verfilmung des Hansjörg-Schneider-Buches «Hunkeler und die Augen des Ödipus», sondern auf die Erstaufführung des Sophokles-Theaters «König Ödipus».

Während dieser ist es zum Eklat gekommen – ein ehemaliger Theaterschauspieler hat das Stück mit lautstarken Flüchen aus dem Publikum unterbrochen. Nach der Premiere wird es zum Mord kommen, dieser muss aber erst noch abgedreht werden. Vorher werden die Gläser gehoben.

Balanceakt zwischen Privat- und Filmleben

Gnädiger und Heinimann nehmen den sechsten von insgesamt 24 Drehtagen also mit einer Feier Angriff. Zusammen mit 70 bis 80 Statisten, welche ihre Hintern während der vergangenen drei Drehtage auf den Theaterstühlen platt gesessen haben. «Das ist ein Riesenwirbel hier, als ob Theater-Spielzeit wäre», sagt Heinimann und windet den geduldigen Statisten ein Kränzchen. Sie freue sich jedes Mal auf den Hunkeler-Dreh. «Es ist ein bisschen wie heimkommen», lacht Heinimann. Kommt sich die Baslerin beim Dreh in ihrer Heimatstadt manchmal wie eine Gastgeberin vor für die auswärtigen Schauspieler? «Also eingeladen hat sie uns noch nie», wirft Mathias Gnädiger ein während Heinimann loslacht. Ob er eine spezielle Beziehung zu Basel habe, will der Autor von Gnädinger wissen. «Ja, ich hatte einmal eine Freundin hier, sie steht gerade neben mir.» Dann lacht das Duo. Man merkt: Die beiden harmonieren auch abseits der Kamera – wo sie noch immer ein Paar sind – bestens.

Sie verstehen sich so gut, dass es zu Verwechslungen zwischen Privat- und Filmleben kommen kann. «Also heiraten würde ich die nie», meint Gnädinger schelmisch zur Frage, ob man sich zuweilen auch neben der Kamera wie ein Ehepaar verhalte – die lockere Art der beiden lässt darauf schliessen. «Weil du schon verheiratet bist», entgegnet Heinimann, die sofort von Gnädinger – beziehungsweise Hunkeler – ausgekontert wird: «Nein, wir sind kein Ehepaar im Film, ich bin geschieden. Der Hunkeler hat eine Tochter und möchte das nicht noch einmal erleben». Natürlich hat Heinimann vom Privatmann Gnädiger geredet. «Es vermischt sich halt ein bisschen», lacht die Baslerin.

Die Dreharbeiten zu «Hunkeler und die Augen des Ödipus» dauern noch bis zum 31. Juli. Im Fernsehen gezeigt wird der Film 2012. (baz.ch/Newsnet)

Erstellt: 05.07.2011, 17:20 Uhr

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2 Kommentare

juerg mueller

06.07.2011, 10:04 Uhr
Melden 8 Empfehlung

Ich freue mich riesig auf die neue Folge, Hunkeler und seine Hedwig sind einfach Spitze, die passen zusammen wie aus einem Guss, ein Genuss. Wenn sie sich im Bauernhauf im Elsass noch ein wenig "näherkommen" wird es direkt "kribelig".(sofern nicht noch eine Leiche hängt oder liegt). HJ Schneider, bitte noch weitere Folgen zum Verfilmen. Hu.ist x-mal besser als jeder Hollywoodschinken.... Antworten



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