Basel

Konzentration im Kleinbasel

Von Ralph Schindel. Aktualisiert am 27.01.2011 1 Kommentar

Der Umzug des Offizielle Brysdrummle vom Grossen Festsaal der Messe ins Volkshaus bringt viele Unsicherheiten. Über 500 Teilnehmer haben sich für den Wettkampf angemeldet

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Das Offizielle Brysdrummle und -pfyffe geht statt im Grossen Festsaal der Messe im Volkshaus über die Bühne. Freuen Sie sich darauf, dem Wettkampf am neuen Standort zu lauschen?

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IOffiziells Brysdrummle und -pfyffe

Von 3.–5. Februar. Finals am Freitag und Samstag im Volkshaus. Tageskarte für 20 Franken, Zutritt zur Eventzone für fünf Franken.
> www.offiziells.ch

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Der Fasnachtsolymp als Hintergrund hat ausgedient. Und damit auch der gefüllte Kelch als Logo des Offizielle Brysdrummle und -pfyffe. Das neu-alte Logo wird jenen bekannt vorkommen, die sich bereits in den 80er- und 90er-Jahren für die Veranstaltung interessiert haben. Es zeigt eine Trommel mit Schlägeln, ein Piccolo und davor die Larve eines Ueli.

Dies ist aber nur eine von vielen Neuerungen, welche Teilnehmer und Publikum am ersten Februarwochenende erwarten. Mit Blick auf den Abriss des Grossen Festsaals der Messe Basel im kommenden Jahr haben die organisierenden Stammgesellschaften Seibi, Rootsheere, Glunggi und Basler Dybli bereits jetzt den Wechsel des Finals ins Volkshaus vollzogen. «Wir haben keine Erfahrung mit dem neuen Austragungsort», sagte OK-Sprecher Dominic Willimann gestern vor den Medien. Die ganzen Abläufe mussten geändert werden. Das Volkshaus sei aber von der Grösse her ideal. Pfeifer-Jurychef Michael Robertson betonte zudem die gute Akustik: «Das macht Freude.» Vor dem Saal wird eine sogenannte Eventzone eingerichtet. Das Geschehen im Saal wird live dorthin übertragen. Die Vorausscheidungen finden alle im Kleinbasel statt. «Volkshaus, Kartäusersaal, Meriansaal und Wettsteinsaal sind alle in fünf Minuten zu erreichen», sagte Willimann.

Nachwuchs macht Sorgen

Bei den Konkurrenzen bleibt vieles gleich, einige Änderungen sind aber auch hier zu verzeichnen. So wird die Zahl der Finalteilnehmer bei den Jungen von 16 auf zehn reduziert. «Wir wollen einen stärkeren Finalcharakter», sagte Willimann. Bei den gemischten Gruppen sind nur sechs am Start. «Das ist bedenklich bei 40 Jungen Garden», sagte Trommel-Jurychef Andreas Kurz, «gemeinsames Trommeln und Pfeifen ist ein wichtiges Kulturgut dieser Stadt». Robertson pflichtete bei. «Der Nachwuchs bereitet uns Sorgen.» Bereits im vergangenen Jahr waren die Jungen ein Thema, damals wurde die mangelhafte Ausbildung kritisiert.

Bei den Alten gibt es die neue Konkurrenz EWG («Einer wird gewinnen»). Vier Teilnehmer haben sich angemeldet, das Publikum entscheidet über den Sieger, die anderen teilen sich den zweiten Platz. Die im letzten Jahr eingeführte Kategorie SoloDuo mit einem Tambour und einem Pfeifer war ein durchschlagender Erfolg. «Ein musikalischer Genuss und eine Bereicherung» sind sich Kurz und Robertson einig. Insgesamt sind in den beiden Kategorien Alte und Junge 328 Startnummern vergeben worden. Über 500 Teilnehmer werden erwartet, etwas weniger als 2010.

Ab- oder Aufwertung?

Der Finalabend, der sich in den Vorjahren auch schon bis weit nach Mitternacht hingezogen hat, wird aufgeteilt. Bereits am Freitag finden die Finals der gemischten Gruppen der Alten sowie des EWG statt. Andreas Guth vom Fasnachts-Comité, unter dessen Patronat das Offizielle steht, sprach von einer «Abwertung der gemischten Konkurrenz». Das wollte OK-Präsident Donald Grossenbacher nicht unwidersprochen lassen. «Die gemischte Konkurrenz ist die Königsdisziplin und erhält ihren separaten Finalabend.»

Hauptsponsoren des Anlasses sind die Bürgergemeinde der Stadt Basel und die UBS. Die Hauptpreise sind in der Geschäftsstelle Kleinbasel am Claraplatz ausgestellt. Deren Geschäftsführer Sämi Meyer – ehemaliger Trommelkönig und nun Jurymitglied – hat es ermöglicht, dass alle Teilnehmer an beiden Finalabenden gratis Eintritt geniessen. (Basler Zeitung)

Erstellt: 27.01.2011, 07:31 Uhr

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1 Kommentar

Karl Buschweiler

27.01.2011, 09:10 Uhr
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Diese dauernden Veränderungen schaden dem Offiziellen und sind mitverantwortlich für den Besucherrückgang. Warum die organisierenden Cliquen meinen, sie müssen den Austragungsmodus immer wieder ändern, ist schleierhaft. Hier müsste das Fasnachts-Comite klare Vorgaben zur Austragung vorgeben. Es stellt sich die Frage, ob es nicht ein OK braucht, welches über mehrere Jahre das Offizielle organisiert Antworten



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