Basel
Kritik an neuen Tango-Trams
Aktualisiert am 01.10.2009 38 Kommentare
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Das erste Tango-Tram von Stadler Rail fährt fahrplanmässig seit Januar auf dem Netz der Basler Verkehrs-Betriebe (BVB) und der Baselland Transport AG (BLT), seit Ende Mai sind es gar vier. Im Juni und Juli haben BLT und BVB über die Vorserienfahrzeuge eine Fahrgastumfrage durchgeführt, wie sie am Donnerstag mitteilten.
Die Ergebnisse sollen - wie auch jene intensiver Betriebstests - Hinweise auf Verbesserungsmöglichkeiten geben, bevor die beiden Verkehrsbetriebe die definitive Bestellung der Trams auslösen. Befragt wurden per Fragebogen und Internet 3202 Personen. Bei den Resultaten standen Aussenbild, Fahrgefühl und Fahrgastraum im Vordergrund.
Licht und Schatten
Von aussen fänden die Befragten das Tram optisch mehrheitlich ansprechend, heisst es in der Mitteilung. Das einfache Ein- und Aussteigen werde begrüsst, kritisiert würden aber die quietschenden Bremsen. Gelobt worden sei die Laufruhe der Trams. Einige Fahrgäste wünschten sich indes ein durchgängiges Niederflurtram.
Für viele Fahrgäste halte das Tram zu ruckartig an. Beanstandet worden sei zudem, dass das Tram trotz zehn Prozent mehr Kapazität acht Sitzplätze weniger als eine herkömmliche BLT-Doppeltraktion aufweist. Irritiert hätten auch die Eineinhalb-Sitze. Gewünscht worden seien sodann mehr Haltestangen und Festhaltemöglichkeiten.
Viele Fahrgäste habe die helle und kalte Beleuchtung gestört. Bemerkt wurde auch, dass nicht jeder Eingang einen idealen Auffangraum für Kinderwagen aufweist. BLT und BVB wollen nun die Kommentare prüfen und wenn möglich in der Serienproduktion berücksichtigen.
Positiv auch in Zürich
Eine positive Bilanz hat schon im Frühjahr eine Umfrage der Zürcher Verkehrsbetriebe (VBZ) ergeben, die ein BLT-Tango-Tram drei Wochen lang in Zürich getestet hatten. Einzelne damalige Resultate ähneln den jetzigen; so gabs Lob für den tiefen Geräuschpegel, aber Kritik am zu geringen Platz für Kinderwagen und der Anordnung der Sitze.
Die BLT will von den Tango-Trams total 40, die BVB wollen 20 Exemplare beschaffen. Die Kosten sind mit 276 Millionen Franken veranschlagt, verteilt auf zehn Jahre. Die insgesamt zweijährige Testphase soll auch Risiken minimieren, wie sie sich etwa bei der «Combino»-Beschaffung der BVB ausgewirkt hatten.
Was denken Sie über das Tango-Tram? Schreiben Sie uns ihre Meinung über die untenstehende Kommentarfunktion. (amu/sda)
Erstellt: 01.10.2009, 17:18 Uhr
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38 Kommentare
Seit kurzem wird das Tango auf dem 14er eingesetzt. Endlich mal neues Rollmaterial auf dieser Linie! Der Tango finde ich positiv. Innen schön hell und einladend und mit viel Platz. Kritik an den 1 1/2-Sitzen kann ich nicht verstehen, man hat doch so schön Platz. Antworten
Als positiv kann die Klimaanlage und das eher ruhige Fahrverhalten betrachtet werden. Allerdings ist das Licht zu kalt und es hat weniger Sitzplätze als bei den alten Trams. Als grösster Minuspunkt sind für mich die allzu hart gepolsterten Sitze. Ausserdem frage ich mich, wofür die Oversize-Sitze sind, für übergewichtige Personen, für zwei Primarschüler, für Mutter mit Kleinkind? Antworten
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