Basel
Kühlhaus brennt nach zwei Tagen immer noch
Aktualisiert am 29.03.2010 3 Kommentare
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Weil die Feuerwehr aus Sicherheitsgründen das mehrteilige Gebäude nicht betreten konnte, war am Montag noch nicht klar, wie stark das Feuer darin noch brannte. Laut einem Staatsanwaltschafts-Sprecher war der Rauch deutlich weniger stark als am Vortag. Und die Gebäudehülle - teils mit Sichtbeton-Fassade - habe gehalten.
Die Feuerwehr riss indes über Mittag mit schwerem Gerät ein erstes Loch von zwei Metern Durchmesser in die Wand des Erdgeschosses. Da gemäss dem Staatsanwaltschafts-Sprecher weder Flammen noch Rauch austraten, breche man nun Löcher in alle vier Etagen. Danach werde erneut die Statik abgeklärt und über den Zutritt entschieden. Benachbarte Lagerhäuser nahmen derweil den Betrieb wieder auf.
Das grosse Kühlhaus, das der Bell AG gehört, steht einen Steinwurf vom schweizerisch-französischen Autobahngrenzübergang entfernt. Als Auslöser des Brandes stünden derzeit klar Schweissarbeiten im Vordergrund, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Montag. Laut einem Bell-Sprecher ging es dabei um Unterhaltsarbeiten.
Zwei Gebäude in Flammen
Die Lagerhaus-Eigentümerin Frigo St. Johann AG gehört zu 100 Prozent dem Fleischverarbeiter Bell. Konkret stehen zwei ihrer Lagergebäude mit Baujahr 1968 und 1972 in Flammen. Drei weitere nebenan sowie den Verwaltungstrakt hat die Feuerwehr mit einem Grossaufgebot seit Samstagmorgen sichern können.
Bell hat zudem kurzfristig Tiefkühllager-Kapazitäten extern zugemietet. Damit konnte am Montagmorgen der Betrieb neben dem Brand wieder aufgenommen werden. Tiefkühlware werde zeitlich weniger knapp disponiert als Frischware, sagte der Bell-Sprecher dazu, und die betroffene Kundschaft sei avisiert.
Von Versicherung gedeckt
Der Sachschaden durch vernichtete Lagerwaren - unter anderem Fleischprodukte und Fertigpizzen - wird gemäss dem Bell-Sprecher auf einen zweistelligen Millionenbetrag geschätzt. Hinzu kommt der noch unbezifferte Gebäudeschaden. Bell sei für beides voll versichert.
Am Montag war die Neudorfstrasse neben dem brennenden Tiefkühllager weiterhin für den Verkehr gesperrt. Nur einzelne Zubringerlastwagen für Nachbargebäude durften passieren. Über die Neudorfstrasse führt auch die Ein- und Ausfahrt der Autobahn Basel-Mulhouse. (jg/sda)
Erstellt: 29.03.2010, 17:49 Uhr
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