Basel
Kunstmuseum-Erweiterung ein Schritt weiter
Aktualisiert am 17.11.2010 3 Kommentare
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Der geplante 100-Millionen-Erweiterungsbau für das Kunstmuseum Basel rückt der Realisierung näher: Der Entwurf der Architekten Christ & Gantenbein für den Erweiterungsbau vis-à-vis des bestehenden Kunstmuseums war unbestritten. Allseits Dank gab es an Mäzenin Maja Oeri für ihren 50-Millionen-Beitrag an den Bau. Zu reden gab jedoch die Zunahme der jährlichen Betriebskosten des Museums um 4,8 Millionen Franken.
Davon sollen Sponsoren 2,5 Millionen Franken aufbringen. Die Sprecherin der Bildungs- und Kulturkommission bezeichnete dies als «Wermutstropfen» angesichts von Sparvorgaben andernorts. So seien in anderen Häusern Stellenabbau und teurere Eintrittspreise absehbar.
Zweifel an Drittmitteln
Dass diese Drittmittel künftig tatsächlich fliessen, gab sich Regierungspräsident und Kulturminister Guy Morin «sehr zuversichtlich». Und um den Staatsanteil von 2,3 Millionen Franken werde das Kulturbudget aufgestockt; das Geld werde «also niemandem weggenommen».
Daran äusserten einzelne Linke mehr oder weniger Zweifel. Eine Grossrätin des Grünen Bündnis' sprach von einem «extrem riskanten Finanzierungsmodell», bei dem am Ende das Personal die Zeche bezahlen werde - sie lehnte die Vorlage als einzige ab. Sieben Enthaltungen gab es am Ende daneben vom Bündnis und der SVP.
Die EVP sprach von «leichter Besorgnis» punkto Betriebskosten und pochte auf eine Gesamtbetrachtung mit dem als Entwurf vorliegenden Kulturleitbild. Die SP war für das «grossartige Projekt», forderte aber, nicht wegen kürzlich beschlossener Steuersenkungen anderswo als beim Kunstmuseum Leistungen abzubauen.
Verteilkampf lanciert
Die FDP mahnte hingegen, Schwerpunkte zu setzen sei notwendig; für die Betriebs-Mehrkosten dürfe der Kanton das Kulturbudget nicht massiv aufstocken. Die Freisinnigen warben zudem noch für die umstrittene Idee, das Kunstmuseum aus der Kantonsverwaltung auszugliedern, um ihm mehr Entwicklungsspielraum zu geben.
Die Fraktionen können indes alle mit dem Kostenteiler leben. Mehrere warben für den Erweiterungsbau des Kunstmuseums mit Weltruf als wichtigen Beitrag zur Stärkung der Kulturstadt, respektive als Standortfaktor. Für Sonderausstellungen, die junges Event- orientiertes Publikum anziehen, brauche es neue Räume.
Im 1936 gebauten Hauptgebäude des Basler Kunstmuseums am St. Alban-Graben müssen für Sonderausstellungen jeweils Teile der Sammlung vorübergehend eingekellert werden. Die Einweihung des Erweiterungsbaus, für den das «Burghof»-Eckgebäude abgerissen werden soll, ist 2015 vorgesehen. Einsprachen waren keine eingegangen. (jg/sda)
Erstellt: 17.11.2010, 13:15 Uhr
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3 Kommentare
Ich frage mich, wie die schönen, leeren Visualisierungen aussehen, wenn sich mal der reale Verkehr/Stau an den Häuserecken vorbeiquetscht? Ist das Trottoir vor dem neuen Trakt nicht etwas schmal, bzw. das Gebäude etwas gar nahe an die Strasse gebaut, dazu ohne Bäume, die heute dort stehen? Und die russgeschwärzte Brücke über die Strasse wird sich auch sehr pittoresk ausnehmen... Kunstnadelöhr. Antworten
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