Basel

Mäusekiller kann Menschen töten

Das Basler Kantonslabor ruft dazu auf, Mäusegift zurückzugeben. Das «gefährliche Produkt» dürfe nur von ausgebildeten Fachpersonen verwendet werden.

Das hauptsächlich betroffene Produkt: Polytanol.

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Versehentlich seien die Mäusegifte «Polytanol» und allenfalls auch «Mäusekiller U2» und «Kobra Wühlmaus-Pellets» an Privatpersonen verkauft worden, wie einer Medienmitteilung des Gesundheitsdepartements zu entnehmen ist. Bei falscher Anwendung, Aufbewahrung oder Entsorgung könne Mäusegift für den Anwender wie Nachbarn oder Passanten lebensbedrohlich sein, warnt das kantonale Labor vom Kanton Basel-Stadt.

Mäusegifte entfalten ihre Wirkung durch die Freisetzung des gasförmigen Phosphins. Der toxische Stoff kann bei Tieren wie Menschen die Atemwege lähmen, präzisiert Martin Brunner, stellvertretender Kantonschemiker in Zürich, wo das Problem ebenfalls aufgetaucht ist.

Vergiftete Feuerwehrleute

Verwenden dürfen Mäusegift laut Brunner nur Fachleute wie beispielsweise Gärtner, Landwirte oder Schädlingsbekämpfer. Privatleute, die eine Maus im Haus haben, sollten dagegen eine Falle aufstellen, rät Brunner. Mitte Februar 2010 mussten in Meilen am Zürichsee neun Feuerwehrleute ins Spital, nachdem eine Privatperson Mäusegift falsch angewendet hatte.

Information zur Rückgabe der betroffenen Produkte gibt das Kantonale Laboratorium Basel-Stadt per Mail E-Mail: oder Telefon (061/385'25'00). (jg/sda/)

Erstellt: 16.03.2010, 14:15 Uhr

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