Basel
Messe-Neubau verschiebt sich definitiv um ein Jahr
Aktualisiert am 17.03.2009 5 Kommentare
Das «Messezentrum 2012» von Herzog und de Meuron soll erst 2013 beendet werden.
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Die Messe Schweiz (MCH Group) ist zufrieden mit dem vergangenen Jahr: 336,4 Millionen Franken Ertrag und 27,2 Millionen Franken Gewinn bedeuteten das zweitbeste Ergebnis der Firmengeschichte, teilte MCH am Dienstag mit. Das Hallen-Neubauprojekt in Basel werde aber um ein Jahr vertagt.
2008 sei nach dem Rekordjahr 2007 darum besonders erfreulich, weil zyklusbedingt einige grössere Veranstaltungen nicht stattfanden. Berücksichtige man dies, lägen die Resultate in ähnlichem Rahmen, hiess es.
Der Cashflow wird auf 64,7 (Vorjahr: 87,9) Millionen Franken beziffert, die Abschreibungen auf 37,5 (42,2) Millionen Franken. Der konsolidierte Gruppengewinn sank so von 45,7 auf 27,2 Millionen Franken. Die Bilanzsumme liegt nun bei 520,7 (535,7) Millionen Franken.
«Messezentrum 2012» erst 2013 fertig
Das von den Stimmberechtigten beider Basel abgesegnete Grossprojekt «Messezentrum 2012» der Architekten Herzog und de Meuron wird dennoch um ein Jahr vertagt. Die Überarbeitung zwecks Kostensenkung laufe zwar gut, brauche aber noch Zeit; die Details sollen bis Mitte Jahr stehen.
Konkret soll nach heutigem Stand das Bauvolumen reduziert werden, indem die Hallenhöhe des ersten Obergeschosses von zehn auf acht Meter reduziert und das ganze Gebäude etwas schlanker gebaut wird. Zudem plane man Änderungen an der inneren Tragstruktur, der Fassadenkonstruktion, der Haustechnik sowie den Materialien.
Laut einem MCH-Sprecher ist noch offen, ob die Änderungen am Ende mit einer Anpassung der Baubewilligung durchgehen oder eine Neuauflage oder gar einen neuen referendumsfähigen Grossratsbeschluss erfordern - letzteres wolle MCH vermeiden. Eine Verkleinerung käme ja den Kritiken an der Ästhetik entgegen.
Neubau finanziell auf Kurs
Die Verschiebung auf 2013 bringt laut dem MCH-Sprecher wegen des anderen Messen-Zyklus' ein paar Monate mehr Bauzeit ohne Unterbruch, was sparen helfe. Finanziell gälten im Übrigen die alten Vorgaben: ein Projektvolumen von 350 Millionen Franken plusminus 15 Prozent. Es zeichne sich nun ab, dass Kosten und Konzept einzuhalten sind.
Unter der Finanzkrise leide die Messe nur insofern, als die für den Neubau geplante Kapitalerhöhung wegen dem gesunkenen MCH-Aktienkurs vertagt wurde. Man hoffe nun eben auf einen bald steigenden Kurs. Dank der guten Ergebnisse könne sich die MCH den spektakulären Neubau aber weiterhin leisten. (jg/sda)
Erstellt: 17.03.2009, 12:53 Uhr
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