Basel
Migros erwägt Verkleinerung der Stücki-Filiale
Von Samuel Mattli. Aktualisiert am 31.12.2010 25 Kommentare
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Die Migros hat aus ihrer Unzufriedenheit mit dem Lauf der Geschäfte im Stücki-Shopping noch nie einen Hehl gemacht. Da vermag die Meldung der «Badischen Zeitung», wonach der Detailhandelsriese in Erwägung ziehe, seine dortige Filiale zu verkleinern, kaum zu überraschen. Vielmehr überrascht, dass Dieter Wullschleger, Mediensprecher der Migros Basel, plötzlich versöhnliche Töne anschlägt: «Im vierten Quartal verzeichnete unsere Filiale im Stücki eine erfreuliche Entwicklung. Das kalte Wetter kommt uns da natürlich entgegen. Aber auch die neue, etwas bodenständigere Werbung des Centers hilft wohl mit.»
Die Verkleinerung des rund 5000 Quadratmeter grossen Ladens sei bloss eine Option unter vielen, abhängig von der weiteren Entwicklung, gibt Wullschleger zu verstehen. «Die durch eine allfällige Verkleinerung frei werdende Fläche würden wir für einen Komplementärpartner innerhalb des Unternehmens nutzen – zum Beispiel für einen Denner.» Die Migros sei für das Stücki aber optimistischer als auch schon, betont Wullschleger: «Das Center leidet noch an einigen Kinderkrankheiten und braucht deshalb noch etwas Zeit. Ein wichtiger Faktor ist dabei auch die Verkehrssituation, die noch schlecht ist.»
Das weiss auch Center-Manager Jan Tanner: «Wir haben kürzlich beim Tiefbauamt und dem Bundesamt für Strassen beantragt, dass die Signalisation ab der Autobahn so angepasst wird, dass man auf zwei verschiedenen Wegen zum Stücki geleitet wird – nicht mehr nur über die Hochberger-, sondern auch über die Freiburgerstrasse.» Damit würde ein lästiger Flaschenhals behoben, ist Tanner überzeugt.
Pläne fürs 2011
Wie Wullschleger beobachtete auch Tanner zuletzt einen positiven Trend: «Verglichen mit dem Vorjahr hatten wir zehn Prozent mehr Besucher und ein um etwa zehn Prozent besseres Weihnachtsgeschäft. Einzelne Mieter sprechen sogar von einer Steigerung der Umsätze um bis zu 50 Prozent.» Dennoch werde es auch im Jahr 2011 wieder zu verschiedenen Mieterwechseln kommen, sagt Tanner. Der nächste findet bereits im Januar statt: Der Luxusheimtextilien-Hersteller Christian Fischbacher tritt sein kleines Geschäft im Obergeschoss an die «USA Boutique» ab, ein Modegeschäft, welches es bereits im Tivoli-Center im aargauischen Spreitenbach gibt.
Im Sommer 2011 wird zudem der Seiteneingang zum Densa-Areal geöffnet, wo zurzeit rund 100 Wohnungen entstehen. Damit verbessert sich der Zugang aus dem Quartier. Ausserdem sollen die Aufenthaltsflächen attraktiver werden, etwa durch eine verbesserte Beleuchtung oder veränderte Sitzgelegenheiten. «Die Besucher loben oft die schöne Architektur, empfinden die Atmosphäre aber als zu kühl. Das wollen wir jetzt in Angriff nehmen», verspricht Tanner. (Basler Zeitung)
Erstellt: 31.12.2010, 13:51 Uhr
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25 Kommentare
Ich hoffe, die Stückibetreiber denken an die Quartierbevölkerung, die ein grosses, zu Fuss erreichbares Einkaufszentrum für den täglichen Bedarf zu schätzen wissen. Sonst gehen die nahe wohnenden Leute schnell wieder mit dem Auto in den Marktkauf. Antworten
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