Basel
«Es kamen regelmässig vereinzelte Leute»
Von Joel Gernet. Aktualisiert am 07.08.2009 5 Kommentare
Artikel zum Thema
Standort des Alban Market
Etwas gesehen, etwas geschehen?
Haben Sie etwas Aussergewöhnliches gesehen, fotografiert oder gefilmt? Ist Ihnen etwas bekannt, das die Leserinnen und Leser von baz.ch/Newsnet wissen sollten? Senden Sie uns Ihr Bild, Ihr Video, Ihre Information per MMS an 4488 (CHF 0.70 pro MMS).
Die Publikation eines exklusiven Leserreporter-Inhalts mit hohem Nachrichtenwert honoriert die Redaktion mit 50 Franken. Mehr...
«Vielleicht können wir noch die eine oder andere Person vor dem Coop abfangen», sagt Carrotmob-Mitorganisator Raphael Faeh und wedelt mit den Flugblättern. Beworben hat das Carrotmob-Team den Anlass bisher vorwiegend im Internet – via Facebook und Twitter. Doch letztgenanntes Portal holpert ausgerechnet an diesem Morgen.
Trotzdem haben bis zur Mittagszeit schon Dutzende Carrotmobber den Weg zum Alban Market gefunden. «Gits kai Kebap?», fragt ein hungriger Kunde, als er den Laden betritt. Der Junge Mann wird nicht fündig – der Alban Market verkauft nämlich Balkan-Spezialitäten.
Gemässigter Kunden-Ansturm
Zwischen den Kunden schlängelt sich eine beachtliche Anzahl Journalisten durch die engen Gänge des Quartierladens. Sie möchten den ersten Schweizer Rüeblimob offensichtlich nicht verpassen.
Bis kurz vor Feierabend bleibt der Grossansturm der Kunden jedoch aus: «Es kamen regelmässig vereinzelte Leute», fasst Raphael Faeh den Nachmittag zusammen. Rund 400 Mobber und einen Umsatz von etwa 4000 Franken verzeichnet der Alban Market bis 17.15 Uhr. Von der erhofften «Verdoppelung des Umsatzes» kann jedoch noch nicht die Rede sein: «Da müssen wir am Abend noch Gas geben», erklärt Faeh.
Bazonline-Leser sind geteilter Meinung
«Wir praktizieren den umgekehrten Boykott, organisieren unseren Konsum und belohnen dadurch Geschäfte», erklären die Organisatoren des Basler Carrotmobs auf ihrer Homepage. In Basel wollen die Carrotmobber Fadil Jakupaj vom Alban Market einen möglichst hohen Umsatz zu bescheren. Dieser soll dann zu 51 Prozent in energieeffiziente Massnahmen investiert werden – zum Beispiel in Energiesparlampen.
Gemischte Reaktionen löste ein früherer Artikel über die Idee des Carrotmob bei bazonline-Lesern aus: «Diese jungen Leute fliegen alle mit dem Flugzeug in der Welt herum und möchten dann mit ein paar ökologisch fragwürdigen Energiesparlampen das Klima retten», kritisiert etwa Peter Sanders. Marianne Gautschi hingegen kontert: «Eine super Idee. Was gibt es da zu klönen? Junge Menschen, die denken und etwas bewegen sollte man loben».
Mehr zum Thema können sie morgen Samstag in der Basler Zeitung lesen. (baz.ch/Newsnet)
Erstellt: 07.08.2009, 17:52 Uhr
Kommentar schreiben
5 Kommentare
Basel
Basel
Meistgelesen in der Rubrik Basel
Ist der Kreisel bei der Prüfstation trotz Sanierung gefährlich?
Ja
Nein
1101 Stimmen





















