Momentaner Engpass: Basel erhält mehr Impfstoff

Die Schweiz wird bis Ende Woche zwei Millionen ihrer bestellten 13 Millionen Impfdosen gegen die Schweinegrippe an Lager haben. Noch diese Woche sollen 25'000 Einheiten nach Basel geliefert werden. Über Verbesserungen bei der Verteilung wollen die Behörden erst nach der Impfkampagne sprechen.

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Basler Risikopatienten können sich während dieser Woche wohl nicht mehr gegen die Schweinegrippe impfen lassen. «Wir sind ausgeschossen», sagt Kantonsärztin Anne Witschi. Wo der Fehler liegt, lässt sich nicht bis ins letzte Detail nachvollziehen. Andere Kantone können mit der Lieferlücke von rund zehn Tagen besser umgehen: «Wir haben sehr sorgfältig geplant», sagt der Baselbieter Kantonsarzt Dominik Schorr. «Unsere Planung war ebenso sorgfältig. Die Verteilung hat bestens geklappt», entgegnet Witschi.

Warum es in Basel trotzdem zu einem Engpass bei den Impfungen gekommen ist, hat wahrscheinlich mit der Kontingentierung zu tun. Diese wurde auf Grundlage der Bevölkerungszahl, des Gesundheitspersonals und der möglichen Risikopatienten berechnet. Dabei wurde aber die Impffreudigkeit des Gesundheitspersonals unterschätzt: Gegen die normale, saisonale Grippe impfen sich jeweils zwischen zehn und 15 Prozent, bei der Schweinegrippe sind es deutlich mehr. Zahlen fehlen jedoch noch.

Rationiertes Gut

Kantonsärztin Witschi hat beim Bundesamt für Gesundheit (BAG) interveniert und erhält gegen Ende dieser Woche ein deutlich höheres Kontigent an Impfstoff. Etwas mehr als 20 000 Impfdosen wurden bereits nach Basel geliefert, weitere 25 000 sollen jetzt folgen.

Insgesamt soll die Schweiz bis Ende Woche über insgesamt zwei Millionen der bestellten 13 Millionen Impfdosen verfügen. «Damit stehen wir besser da als die meisten anderen europäischen Länder», sagt BAG-Direktor Thomas Zeltner der BaZ. Trifft der Impfstoff diese Woche tatsächlich ein, habe man genügend Dosen für alle Risikogruppen.

Nach der Kampagne über «Optimierungspotenzial» reden

«Es ist falsch, jetzt von Fehlern zu reden», sagt Zeltner weiter. Der Impfstoff sei ein rationiertes Gut und werde so schnell ausgeliefert, wie es eben gehe. Trotzdem müsse man nach der Impfkampagne über «Optimierungspotenzial» reden. Bereits vergangene Woche hatte Zeltner eine Zentralisierung der Impfstoffverteilung bei künftigen Pandemien lanciert. Eine Forderung, die von Gesundheitspolitikern dankbar aufgenommen wird: «Der Föderalismus wird in diesem Bereich zum Problem», sagt die Basler SP-Ständerätin Anita Fetz. Und auch SP-Nationalrätin Silvia Schenker (BS) meint: «Es braucht unbedingt eine zentrale Planung.» (Basler Zeitung)

Erstellt: 17.11.2009, 15:39 Uhr

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1 KOMMENTAR

Roland Caviezel

17.11.2009, 13:02 Uhr

Eigentlich herrs. chaotische Zustände, Arztpraxen erhalten im BL die Impfdosen nicht oder verspätet. Wenn man sein Kind impfen lassen will, weill es zu einer Risikogruppe gehört. Kann es nicht geimpft werden weil kein Hausarzt den Impfstoff für Kinder hat. Gehen Sie zum Kinderarzt, heisst es! Nun haben wir aber keinen Kinderarzt für unser Kind sondern einen Hausarzt! Die Impfzentren haben auch kei



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