Basel

Monumentaler Baum soll Neubau weichen

Von Mischa Hauswirth. Aktualisiert am 27.03.2011 13 Kommentare

In Riehen will die Diakonissen-Kommunität eine stattliche Libanon-Zeder am Spitalweg fällen. Die Gemeinde entscheidet nächste Woche über das Gesuch.

Bild: Google Streetview

Die stattliche Libanon-Zeder vor dem historischen Spitaltrakt steht einem geplanten Pavillonsbau im Weg, weil der Baum in der Vergangenheit mehrmals Schäden verursacht habe, so Oberin Schwester Doris Kellerhals. Die Diakonissen-Gemeinschaft hat beim Bauinspektorat und der Gemeinde Riehen ein generelles Baubegehren eingereicht. Damit wollen die Diakonissen eine Antwort auf die Frage, ob sie den Baum fällen dürfen. Oberin Doris Kellerhals sagt der BaZ: «Wir finden diesen Baum wunderbar. Leider steht er zu nah beim Gebäude. Es wurde von unseren Vorfahrinnen wohl nicht damit gerechnet, dass er so gross werden könnte.» Eine Ersatzpflanzung wäre laut der Kommunität möglich.

Entscheid offen

Die Gemeinde Riehen bestätigt, dass das Baubegehren zur Beurteilung vorliegt. Ivo Berweger, Abteilungsleiter Hochbau und Planung der Gemeinde Riehen, sagt: «Es wurde aber noch kein Bauentscheid gefällt. Der Gemeinderat wird nächste Woche zuhanden des Bauinspektorats Stellung nehmen.» Die Zeder befinde sich weder in der Baumschutzzone, noch könne bei ihr der Baumschutz für grössere Bäume geltend gemacht werden, wie er beispielsweise in der Stadt Basel bei Bäumen mit mehr als 90 Zentimetern Umfang gilt, erklärt Berweger.

Einsprache hängig

Wegen des Fällvorhabens wurden bereits eine Einsprache sowie eine Interpellation eingereicht. Die SVP möchte wissen, wie die Gemeinde mit stattlichen alten Bäumen umzugehen gedenkt und ob solche Baummonumente wie etwa diese Libanon-Zeder zum Dorfbild gehören und deshalb geschützt werden sollten. Das letzte Wort scheint aber selbst bei den Diakonissen noch nicht gesprochen zu sein. «Vielleicht gibt es Alternativen, um den Baum zu erhalten», sagt Oberin Doris Kellerhals. (Basler Zeitung)

Erstellt: 26.03.2011, 15:37 Uhr

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13 Kommentare

Fabio Dinkel

26.03.2011, 17:18 Uhr
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Nun, was war zuerst, der Baum, das Gebaude, oder der Platzbedarf.. Antworten


Heinrich Ueberwasser

26.03.2011, 19:18 Uhr
Melden

Zuerst das Riehener Spital "gefällt", jetzt diesen wunderbaren Baum "zum Häckseln verurteilt"? Und später den Park auf der anderen Seite zu Beton verwandeln? Trauriges, grauer werdendes Riehen... Antworten



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