Basel

Morgartenring wird einen Meter schmaler

Der Morgartenring im Osten Basels soll komplett saniert werden: Die Basler Regierung hat dazu dem Grossen Rat einen Kredit von 3,32 Millionen Franken beantragt.

Allee: Künftig sollen die Bäume am Morgartenring mehr Platz haben, die Fussgängerbrücke im Hintergrund wird verschwinden. (Bild: Google Street View)

Allee: Künftig sollen die Bäume am Morgartenring mehr Platz haben, die Fussgängerbrücke im Hintergrund wird verschwinden. (Bild: Google Street View)

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Der Morgartenring, Teil des sogenannten äusseren Rings, sei in einem schlechten baulichen Zustand, teilte die Regierung am Dienstag mit. Im Abschnitt zwischen dem Langen Loh und der General Guisan-Strasse müssten sowohl der Ober- als auch der Unterbau saniert werden.

Dabei sind auch Verbesserungen für die Alleebäume und die Fussgänger vorgesehen. Mit 172 Bäumen - amerikanische Eschen, die zum Teil über 80 Jahre alt sind - ist die 800 Meter lange Allee am Morgartenring eine der längsten zweireihigen Alleen, die das Basler Stadtbild prägen.

Fussgängerbrücke ade

Im Zuge der Sanierung sollen nun die Baumscheiben deutlich vergrössert werden, also jene Fläche rund um dem Stamm der Bäume, die nicht asphaltiert ist. Dadurch erhalten die Bäume mehr Lebensqualität. Zum Wohl der Bäume muss nun die Fläche der Strasse verkleiner werden. Nötig ist dazu auf beiden Strassenseiten zusätzlich je ein halber Meter. Die Fahrbahn für den Verkehr wird somit künftig noch sieben statt wie bisher acht Meter breit sein, zuzüglich der Parkplätze. Deren Anordnung bleibt unverändert.

Abgerissen werden soll die Fussgängerüberführung bei der Gottfried Keller-Strasse. Stattdessen soll der bestehende Fussgängerstreifen mit einer Lichtsignalanlage ausgestattet werden. Die Regierung sei «in Abwägung aller Vor- und Nachteile» zum Schluss gekommen, dass dies die Interessen aller Fussgänger abdeckt und auch bezüglich der Kosten die vertretbarste Lösung sei, heisst es dazu. Für Gehbehinderte, Rollstuhlfahrer, ältere Menschen und Familien mit Kinderwagen sei die steile Überführung ungeeignet.

Bei der Einmündung in die Mythenstrasse ist - für die Fussgänger und als Tor zur Tempo-30-Zone - eine Trottoirüberfahrt geplant. Solche bestehen bereits bei den Einmündungen in die Tessin- sowie Reussstrasse.

Abgestimmt auf Wasgen- und Luzernerring

Zusammen mit der Sanierung sollen auch Werkleitungen erneuert werden. Die dafür nötigen 3,63 Millionen Franken werden allerdings über die Rechnung der Industriellen Werke Basel (IWB) und den Rahmenkredit des Tiefbauamts für die Stadtentwässerung abgerechnet und sind nicht Teil des Sanierungskredits.

Ausführen will die Regierung die Sanierung in den Jahren 2011 und 2012. Erfolgen sollen die Bauarbeiten in Etappen, wobei der Verkehr aufrecht bleibt. Der Bauablauf soll zudem mit dem an der Urne vom Volk beschlossenen Rückbau des Wasgen- und Luzernerrings abgestimmt werden, welcher an den Morgartenring anschliesst. (jg/sda/)

Erstellt: 16.03.2010, 13:56 Uhr

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6 Kommentare

roger haus

17.03.2010, 12:25 Uhr
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Hurra die Bäume und auch die Füssganger haben mehr Platz,ich hoffe ich treffe dann keine Jogger mehr auf der Fahrbahn an !! Antworten


Raphael Schumacher

17.03.2010, 10:34 Uhr
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Ich finde keinen Hinweis darauf, das für den Morgartenring eine Velospur vorgesehen ist. Frage mich deshalb, ob die die Policy seit den 80er-Jahren nicht mehr gilt, bei Strasssenerneuerungen jeweils eine Velospur einzuführen, besonders auf solchen Ringstrassen? Antworten


Irene Hersperger

16.03.2010, 20:36 Uhr
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Kann es tatsächlich sein, dass weiterhin Trottoirüberfahrten (immerhinweiss ich jetzt wie dieses Uebel heisst) geplant werden. Hat noch niemand bemerkt, dass Kinder diese NIEMALS als Strasse erkennen, und die mobilen Verkehrsteilnehmer dort den Fussgängern NIEMALS den geschuldeten Vortritt lassen. Warum lässt man Kinder überhaupt noch aus dem Haus? Antworten


Markus WEber

16.03.2010, 17:01 Uhr
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Die Kosten für eine Lichtsignalanlage kann man sich gerade mal sparen! Fussgänger (und Velofahrer) am Morgartenring halten sich weder an Ueberführung noch an Lichtsignal noch an Fussgängerstreifen sondern rennen/gehen/radeln einfach über die Strasse. Antworten


Rolf Schlumpf

16.03.2010, 15:49 Uhr
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Ich fahre Velo, Motorrad und Auto. Darum... so wahnsinnig viele Leute laufen dort nicht auf dem Trottoir, ein kleiner Velostreifen dort wär doch auch einmal ein Beitrag zur Sicherheit. Kein Velos auf diesem gefährlichen Strasseabschnitt (da dann enger) = Für Velos und Autos/Motorräder bestmögliche Sicherheit für alle. Antworten


Dan Peters

16.03.2010, 14:23 Uhr
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Wieder ein Bausteinchen mehr zum grossen Ziel. Endlich ein autofreies Basel. Bravo. Weiter so. Wieso lässt man den Autofahrern immer noch 7 Meter. 1 Meter pro Fahrbanseite würde genügen. Antworten



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