Basel
«Münsterplatz wäre bestechend als Adresse für ein Luxus-Hotel»
Von David Weber. Aktualisiert am 29.12.2011 5 Kommentare
Artikel zum Thema
Hanspeter Wessels: Der Basler Baudirektor kann sich einen Umzug seines Departements gut vorstellen. (Bild: Roland Schmid)
Etwas gesehen, etwas geschehen?
Haben Sie etwas Aussergewöhnliches gesehen, fotografiert oder gefilmt? Ist Ihnen etwas bekannt, das die Leserinnen und Leser von baz.ch/Newsnet wissen sollten? Senden Sie uns Ihr Bild, Ihr Video, Ihre Information per MMS an
4488 (CHF 0.70 pro MMS).
Die Publikation eines exklusiven Leserreporter-Inhalts mit hohem Nachrichtenwert honoriert die Redaktion mit 50 Franken. Mehr...
Korrektur-Hinweis
Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.
Knapp 60 Prozent der Leserinnen und Leser auf baz.ch finden die Idee eines Luxus-Hotels auf dem Münsterplatz gut. Wie die BaZ gestern berichtete, schlagen die Basler Architekten Buol & Zünd vor, in den drei historischen Gebäuden Münsterplatz 10, 11 und 12 ein Luxus-Hotel mit 105 Zimmern einzurichten. Mit öffentlichen Nutzungen im Erdgeschoss. Falls diese Projektidee irgendwann umgesetzt würde, müssten die Angestellten des Bau- und Verkehrsdepartements (BVD) dort ausziehen.
Damit hätte BVD-Chef Hans-Peter Wessels (SP) kein Problem – im Gegenteil. Denn das BVD sucht seit Längerem einen neuen Standort. Was nach dem Auszug mit den Häusern Münsterplatz 10 bis 12 passiert, ist noch offen. Aber für Wessels ist klar: «Ein Hotel wäre eine ideale Nutzung.» Das historische Gemäuer biete sich geradezu an, ist er überzeugt. Der Münsterplatz wäre bestechend als Adresse für ein Luxus-Hotel. Einige Kommentatoren auf baz.ch befürchten, dass der Münsterplatz mit einem Luxus-Hotel wieder – wie bis 2005 – zum Parkplatz verkommen könnte. Diese Gefahr sieht Wessels nicht. «Das geplante Parking beim Kunstmuseum in unmittelbarer Nähe würde sich ideal als Hotel-Parking eignen», sagt Wessels.
Raus aus den Repräsentationsbauten
Der Hauptgrund, weshalb das BVD vom Münsterplatz weg will, ist laut Wessels folgender: «Verwaltungseinheiten müssen nicht in historischen Repräsentationsbauten untergebracht werden.» Deshalb unterstütze er die Strategie des Kantons, die Verwaltung aus historischen Gebäuden herauszunehmen und diese anders zu nutzen. Ein Umzug des BVD hätte noch andere Vorteile. Ein moderner Bau entspräche den heutigen Ansprüchen der Verwaltung besser. Weiter könnte an einem neuen Ort das auf mehrere Standorte verteilte BVD zusammengefasst werden.
Dazu bräuchte es Räumlichkeiten für ungefähr 500 Mitarbeitende, die anderen rund 500 BVD-Angestellten arbeiten in den Betrieben wie der Stadtreinigung oder der Stadtgärtnerei. Wessels würde die Nutzung eines bestehenden Gebäudes einem Neubau vorziehen. Und er ist zuversichtlich, dass man etwas Passendes findet. Mit dem Bezug des Roche-Turms 2015 und dem Ausbau auf dem Novartis-Campus werde in der Stadt viel Büroraum frei.
Bis spätestens in sechs Jahren
Zum Zeitplan des Umzugs sagt Wessels: Ab etwa 2017/2018 solle im Zuge der Schulreform das Gebäude an der Rittergasse 4 beim Münsterplatz wieder als Schulhaus genutzt werden. Heute ist auch dort das BVD zu Hause. «Es ist sinnvoll, alles zusammen zu zügeln», sagt Wessels. «Aufgrund der Umbauarbeiten an der Rittergasse 4 müssten wir sicher ein Jahr früher raus.» Das heisst also, dass das BVD den Münsterplatz bis spätestens 2016/2017 verlassen dürfte. Vor rund zwei Jahren haben die Immobilien Basel-Stadt Studien für die Nachnutzung der BVD-Gebäude in Auftrag gegeben (BaZ von gestern). Schon damals habe er die Idee einer Hotelnutzung eingebracht, sagt Wessels. Die Nachnutzungspläne wurden dann aber sistiert, weil das BVD doch nicht wie beabsichtigt an die Spiegelgasse zügelte. (Basler Zeitung)
Erstellt: 29.12.2011, 08:22 Uhr
Kommentar schreiben
Verbleibende Anzahl Zeichen:
5 Kommentare
Basel
Familie, Beruf und Studium
Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.
Live @ Sunset
11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!

Bitte warten

