Basel

Neuapostolische Kirche noch nicht anerkannt

Die Neuapostolische Kirche Basel wird noch nicht kantonal anerkannt: Der Grosse Rat hat am Mittwoch die Vorlage dazu auf Antrag der SP an die Regierung zurückgewiesen.

Die Vorlage zur Anerkennung der Neuapostolische Kirche (NAK) wurde am Ende mit 46 gegen 34 Stimmen bei drei Enthaltungen zurückgewiesen. Die Regierung hatte demgegenüber grünes Licht geben wollen: Aus seiner Sicht erfüllt die NAK die verfassungsrechtlichen Voraussetzungen, Religionsinhalte würden nicht überprüft.

Zu reden gab ein Passus in den NAK-Schriften, wonach zwar das weltliche Recht einzuhalten sei, ausser jedoch bei Widerspruch gegen göttliche Regelungen. Laut Finanzdirektorin Eva Herzog meint die NAK damit nur allfällige Konflikte mit Menschenrechten und der Religionsfreiheit, was man gelten lassen könne.

Türe nicht Allen öffnen

Die SP vermisste indes eine profunde inhaltliche Prüfung der Lehre der NAK. Ohne solche könnten auch weit problematischere Gruppen anklopfen wie etwa Scientology. Auch die EVP äusserte Skepsis. Die LDP beantragte, die NAK zu einem jährlichen Tätigkeitsbericht mit Jahresrechnung zuhanden der Regierung zu verpflichten - die Rückweisung erübrigte dann aber dazu eine Abstimmung.

Die SP monierte überdies einen Exklusivitätsanspruch der Neuapostolischen Kirche. Das bewegte die LDP zur Bemerkung, eine solche habe ja auch die römisch-katholische Kirche, und zwar ganz ausgeprägt, und diese sei eine anerkannte Landeskirche.

Angesichts des Unbehagens im Ratsaal plädierte aber schliesslich auch Herzog für die Rückweisung, weil eine Anerkennung trotz Zweifeln «kein guter Start» wäre für die Neuapostolische Kirche. Sie versprach eine umfangreichere Vorlage, damit die Anerkennung dann glatt erfolgen könne. Die NAK Basel zählt gemäss eigener Webpage 571 Mitglieder, darunter 23 Kinder. Ihr neulich renovierter einziger Gemeindesaal steht im Kleinbasel an der Breisacherstrasse. (amu/sda)

Erstellt: 09.02.2011, 11:48 Uhr

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8 Kommentare

Hans Anliker

25.02.2011, 15:17 Uhr
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Pacal Bührig kannst du bitte mal erklären was die NAK mit der SP zu tun hat? Wir sind politisch neutral! Antworten


Pascal Bührig

22.02.2011, 16:05 Uhr
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Liebe "Glaubensgeschwister", von denen sich einige hier tummeln und teilweise wieder alle Sektenklischees bestätigen.
Wir wissen alle sehr genau, dass die NAK nicht mit den etablierten christlichen Kirchen zu vergleichen ist und noch genug Probleme eine Anerkennung ganz legitim verneinen. Ich werde mich als Mitglied der NAK und der SP jetzt intensiv mit einem Abweisungsantrag beschäftigen!
Antworten


Bernhard Lang

10.02.2011, 18:34 Uhr
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Meines Erachtens sollten lieber gezielt christliche Gemeinden und Veranstaltungen gefördert werden anstelle dem Basler Theater. Die christlichen Grundwerte unter das Volk zu bringen zahlt sich langfristig positiv aus. Wenn jeder Bürger und jede Bürgerin nur schon die zehn Gebote und das Hohelied der Liebe (NT, 1. Korinther, 13) einhalten würde, wäre Basel eine glänzende und wegweisende Stadt. Antworten


Stefan Benes

10.02.2011, 09:45 Uhr
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Diese Kirche gibt es seit Ende des 19. Jahrhunderts. Diese Gemeinschaft ist beneidenswert. Nicht leere Bänke. Auch ohne Rockkonzerte. Gehen Sie einmal hin. Sie werden nicht als Fremder begrüsst. Sehen Sie den enormen Zulauf weltweit. Alles ohne Geld aus der Tasche ziehen oder fanatischem Getue. Es braucht keine Glocken, Türme usw. Antworten


Franz Huber

10.02.2011, 09:37 Uhr
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Finde die Neuapostolische Kriche erfüllt die Anforderungen und kann daher auch anerkannt werden. Ich kann den Entscheid der Regierung nicht ganz verstehen Antworten


Hans Anliker

10.02.2011, 09:20 Uhr
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Ich finde es schade, dass der Antrag zurückgewiesen wurde. Aber ich glaube die SP würde lieber das Fasnachstkomitee als "Glaubensgemeinschaft" annehmen! gruess Hans Anliker Antworten


Markus Heesch

09.02.2011, 23:34 Uhr
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"Jeder hat das Recht auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit Antworten


Michael Niederdorfer

09.02.2011, 18:33 Uhr
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Es braucht KEINE Religion Anerkennung. Sonst kommen alle! Ich bin total dagegen. Jeder soll Glauben oder nicht Glauben was er will und andere damit in Ruhe lassen dafür braucht es keine Anerkennung. Wer will kann solchen Institutionen Spenden für was soll sich der Staat um religiöse Belange kümmern reine Privat-Sache und gehört nicht in die Hände des Staates auch das Missionieren gehört Verboten! Antworten



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