Basel
Neue Basler Eventhalle auf wackligem Fundament
Von Christian Mensch und Patrick Marcolli. Aktualisiert am 08.09.2010 3 Kommentare
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Die Firma Beton Christen rüstet sich für die Zukunft. Diese sieht allerdings kein Eventzentrum am Ort ihres Firmenareals beim Fussballstadion St.-Jakob-Park auf Muttenzer Boden vor. Für dieses Areal plant der Baukonzern Losinger seit zwei Jahren ein Grossprojekt mit Eventhalle, Büroturm und Hotelkomplex. Doch diesem Vorhaben erteilt Firmenpatron Rudolf Christen eine Absage, oder besser gesagt: Er verweigert Losinger das Gespräch – und stellt im Gegenzug neue Leute ein.
Seitdem die BaZ vergangene Woche über das Projekt Arena erstmals berichtete, verdichten sich die Gerüchte, dass Losinger nicht der einzige Immobilienentwickler ist, der auf das Areal spekuliert. Wie gut unterrichtete Quellen gegenüber der BaZ festhielten, hat auch das Basler Architektur- und Generalplanungsunternehmen Burckhardt & Partner ein Projekt in der Hinterhand. Die Rede ist von einer weniger spektakulären Überbauung, ohne Eventhalle. Für eine einvernehmliche Lösung würden mit Rudolf Christen, dessen Firma der Grossteil des Areals gehört, sorgfältig Bande geknüpft.
Realisierungschancen zwischen «fünf und fünfzig Prozent»
Verwaltungsrat bei Burckhardt & Partner, will von solchen Gesprächen nichts wissen: «Wir planen dort kein Projekt», sagt er. Er räumt allerdings ein, dass sein Unternehmen das Areal kenne und wisse, «dass dort eine Entwicklung möglich ist». Es gehöre zu einem professionell operierenden Bauunternehmen, nach Optionen dieser Art Ausschau zu halten.
Die Chancen, dass Losinger sein Grossprojekt realisieren kann, sinken damit weiter. Selbst intern werden die Realisierungschancen lediglich mit zwischen «fünf und fünfzig Prozent» bewertet, wie Daniel Scheifele, Direktor für Immobilienentwicklung bei Losinger, erklärt. Losinger, der zum französischen Baugiganten Bouygues gehört, habe in der Schweiz aber mindestens fünf Projekte mit einem ähnlich grossen Bauvolumen. Die Arena sei vor allem für Basel bedeutend. Wenn sie am vorgeschlagenen Standort nicht realisiert werden könne, würden andere Standorte geprüft, sagt Scheifele.
Projektentwickler unter Druck
Recherchen zeigen, dass Losinger vergangene Woche den Befreiungsschlag gesucht hat, als er sein Projekt öffentlich machte. Die Projektentwickler sind unter Druck gekommen, da Basel-Stadt nächstens die Sanierungspläne für die St. Jakobshalle vorlegen will. Wird darin der Ausbau zur modernen Eventhalle vorgeschlagen, würde das Losinger-Projekt überflüssig. Gleichzeitig stagnierten offenkundig die Bemühungen, mit den Landbesitzern zu einer Einigung zu kommen. Und zu guter Letzt waren es die regelmässigen Anfragen der BaZ, die bereits ein Jahr zuvor über die Pläne berichtete und die nun zu einem Gang an die Öffentlichkeit drängten. «Wenn sich ein Projekt nicht mehr unter dem Deckel halten lässt, ist es besser, klar zu informieren», sagt Scheifele. Und räumt ein: Ein Projekt vorzustellen, obwohl noch keine Einigung mit den Grundbesitzern vorliege, sei natürlich eher ungewöhnlich.
Peter Epting zeigt sich erstaunt über das Kommunikationsverhalten von Losinger. Die Ausgangslage für dieses Projekt sei doch diffizil und bedinge ein sanftes Vorgehen. Sollte das Projekt scheitern, erhielte der ehemalige FCB-Präsident wohl die Chance, es besser zu machen. (Basler Zeitung)
Erstellt: 08.09.2010, 11:00 Uhr
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3 Kommentare
Anscheinend wollen die die abkassiert haben die letzten Jahre Ihr Geld unter die Leute bringen. weil es auf der Bank verrotten könnte . Tja Losinger probieren Sie es doch mit einer Solaranlage in einer Wüste das bringt mehr und man muss sich das auch nicht anschauen. und vor allem hat es Platz und macht Sinn. Antworten
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