Basel

Neuer Warteraum im Bahnhof SBB

Die SBB haben eine Million Franken in die Verbesserungen des Bahnhofs investiert. Einen Rückschritt gibt es beim Reisezentrum, das in den Wintermonaten am Sonntag geschlossen wird.

Der neue Warteraum hat 25 Plätze, und an der Wand finden sich 172 Ansichten des Rheins.

Henry Muchenberger

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Der neue Warteraum im Basler Bahnhof SBB kann sich sehen lassen: bequeme rote Sitzplätze, die mit Steckdosen ausgerüstet sind, eine elektronische Anzeigetafel, die über abfahrende Züge informiert und an der Wand ein Panoramabild von Rolf Siegenthaler, das mit 172 Ansichten des Rheins für eine Basler Atmosphäre sorgt. Es fehlt allerdings eine Infotafel für die ankommenden Züge. 25 Sitzplätze stehen zur Verfügung und der im Winter geheizte Raum wird täglich von 6 bis 0.30 Uhr geöffnet sein. «Der Wartesaal wird laufend vom Objektschutz überwacht, damit sich hier keine Leute einnisten», kündigte Markus Streckeisen, Leiter RailCity bei SBB Immobilien, gestern bei der Eröffnung an.

Länderspiel als Test

Als weitere Neuerung wurde der Info-Point eingeweiht, der sich direkt über dem Warteraum am Anfang der Passerelle befindet, links von den Rolltreppen, wenn man von der Schalterhalle kommt. Hier werden SBB-Mitarbeitende täglich von 8 bis 22 Uhr Fragen zu Anschlusszügen, zum Fahrplan und Bahnverkehr, aber auch zum Tram- und Busangebot oder zur Stadt beantworten. Billette können am Info-Point nicht gekauft werden.

«An Grossreisetagen wird der Info-Point durch Personal verstärkt und die Öffnungszeiten werden ausgedehnt», sagte Gian-Mattia Schucan, Leiter SBB Personenverkehr, Vertrieb und Services. Ein erster Test sei das Länderspiel Schweiz–Griechenland am kommenden Samstag. Der Info-Point ist bereits in Zürich in einem Pilotprojekt getestet worden, der Warteraum in Bern. Für beide Anlagen haben die SBB in Basel eine Million Franken investiert. Neuerungen gibt es auch im Reisezentrum. Dort befindet sich neu ein Empfang, der acht Stunden täglich in den Hauptverkehrszeiten bedient ist. SBB-Mitarbeiter empfangen die Kunden, lenken sie an den richtigen Schalter oder geben Informationen.

Nur selten hochkomplexe Fragen

«Wir haben festgestellt, dass die Wartezeit abnimmt, wenn jemand am Empfang ist. Kurzauskünfte lassen sich so direkt erledigen», sagt André Naef, Leiter Verkauf Nordwestschweiz. Ausserdem stehen drei PC zur Selbstinformation und zwei Surfpoints zur Verfügung. Neu wird das Reisezentrum von November bis Februar am Sonntag geschlossen sein. «Beratung wird im Winter wenig nachgefragt», begründet Naef die temporäre Schliessung. Viele Kunden hätten keine hochkomplexen Fragen. Zudem sagt er: «Auch Sonderwünsche können am normalen Schalter erfüllt werden.» (Basler Zeitung)

Erstellt: 03.09.2009, 14:14 Uhr

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