Basel
Potenzieller Amokläufer flieht über die Dächer Basels
Aktualisiert am 11.03.2010 4 Kommentare
In diesem Gebiet entzog sich der Mann mit einer Flucht über die Dächer dem Zugriff der Basler Polizei.
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Die Geschichte hatte ihren Anfang am Mittwochmorgen im Dorfkern von Pratteln, wie die Baselbieter Kantonspolizei und das Statthalteramt Liestal am Donnerstag mitteilten. Dort war es kurz nach 09.30 Uhr zu einem heftigen Familienstreit zwischen einem 40-jährigen Serben und seinem Schwiegervater gekommen. Dabei soll der Schwiegersohn auch Tätlichkeiten verübt und den Schwiegervater mit einer Faustfeuerwaffe bedroht haben.
Nachdem der Mann weitere massive Drohungen gegen mehrere Personen sowie gegen die Polizei und weitere Amtsstellen ausgesprochen hatte, ergriff er die Flucht. Um welche Amtsstellen es sich handelte und was der Grund war, wieso der Mann ausrastete, wollte Meinrad Stöcklin, Sprecher der Baselbieter Polizei, auch auf Nachfrage nicht verraten. Offenbar nahm man die Drohungen jedoch sehr Ernst und «ergriff entsprechende Schutzmassnahmen».
Ortung via Handy
Im Verlaufe des Abends konnte der Gesuchte in Basel über sein Mobiltelefon geortet werden. Die Kantonspolizei Basel-Stadt sperrte in der Folge gegen 23.00 Uhr das Gebiet Webergasse, Ochsengasse und Klingentalstrasse und durchsuchte mehrere Liegenschaften. Zeugen, die einen bewaffneten Mann gesehen hatten, führten die Polizisten dann zum richtigen Gebäude. Der in der Region wohnhafte Mann machte sich jedoch in einer waghalsigen Aktion über die Dächer wiederum aus dem Staub. Danach stellte der Mann sein Handy für eine gewisse Zeit ab. Später, nachdem der Täter sein Handy wieder in Betrieb genommen hatte um mit seinem Bruder zu telefonieren, gelang es der Polizei, Kontakt aufzunehmen. Der Flüchtige konnte dabei «überredet werden, seine Flucht aufzugeben und sich zu stellen», wie Klaus Mannhart, Sprecher der Polizei Basel-Stadt gegenüber der Basler Zeitung verriet.
Am frühen Donnerstagmorgen um 03.30 Uhr stellte sich der Mann, der im Hosenbund einen schussbereiten Revolver mit sich führte, im Bereich Kannenfeld der Polizei und liess sich festnehmen. Er wurde in Haft genommen. Das Statthalteramt Liestal hat ein Strafverfahren gegen ihn eröffnet. Laut bisherigen Erkenntnissen der Polizei soll der Täter auf der Flucht auch weitere Personen mit der Waffe bedroht haben. Die Polizei sucht nun Zeugen, die ihre Beobachtungen melden. (amu/ddp)
Erstellt: 11.03.2010, 17:00 Uhr
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4 Kommentare
Und wieder einer - wie in über 90% der Fälle - dem gemäss Art. 7 WG und Art. 12 WV der Erwerb, der Besitz und das Tragen von Schusswaffen verboten ist ! Vielleicht begreifen die Initianten der "Anti-Waffen-Initiative" und deren Lobby auch gelegentlich, dass auch mit dem schärfsten Waffengesetz nur die legalen Waffenbesitzer bestraft werden. Die Kriminellen werden sich nie an ein Gesetz halten ! Antworten
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