Basel

Protest gegen Kasernen-Deal

Von Raphael Suter. Aktualisiert am 07.02.2012 22 Kommentare

Das Basel Tattoo, Heimatschutz und Denkmalpflege wehren sich gegen die grosszügige Öffnung des Kasernenareals. Das Vorhaben soll mit einem Referendum bekämpft werden.

Steht morgen im Grossen Rat zur Diskussion: Der Abbruch des Zwischentraktes zwischen dem Kasernen-Kopfbau und der Klingentalkirche (Visualisierung).

Steht morgen im Grossen Rat zur Diskussion: Der Abbruch des Zwischentraktes zwischen dem Kasernen-Kopfbau und der Klingentalkirche (Visualisierung).
Bild: zVg

Artikel zum Thema

Korrektur-Hinweis

Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.

Morgen Mittwoch soll der Grosse Rat über die Öffnung des Kasernenareals durch den Abbruch des Zwischentraktes zwischen dem Kopfbau und der Klingentalkirche beraten. Die vorberatende Bau- und Raumplanungskommission (BRK) hat dieses Projekt mit einem Architekturwettbewerb für eine «grosszügige» Öffnung zum Rhein verknüpft. Gegen dieses Vorgehen laufen jetzt der Basler Heimatschutz, die Freiwillige Denkmalpflege und das Basel Tattoo Sturm.

In einer gemeinsamen Medienmitteilung kritisieren sie diesen «Kasernen-Deal» als politisch «unkorrekt». Die Verknüpfung der seitlichen Öffnung mit einem Architekturwettbewerb lehnen die beiden Vereine und das Basel Tattoo entschieden ab. Man versuche hier die grosszügigere Öffnung quasi über die Hintertüre am Stimmvolk vorbeizubringen. «Das ist intransparent, politisch fragwürdig und – nicht zuletzt – eher undemokratisch», heisst es in der Mitteilung. Zudem widerspreche das Vorgehen auch dem Einvernehmen von Tattoo-Produzent Erik Juillard mit der Basler Regierung.

SP-Grossrat Tobit Schäfer in der Kritik

Juillard sei versprochen worden, dass der Kaserne keine weiteren «Abrissprojekte» drohen würden, wenn er sich nicht gegen die seitliche Öffnung ausspreche. Die Tattoo-Verantwortlichen hatten eine Petition mit rund 10 000 Unterschriften für den Erhalt der Basler Kaserne eingereicht.

Eine mit 3100 Stimmen eingereichte Initiative «Öffnung zum Rhein» fordert einen grosszügigeren Zugang von der Kaserne zum Rhein. Das Initiativkomitee ist aber bereit, die Initiative zurückzuziehen, wenn der Beschluss über das vorliegende Bauprojekt und den Architekturwettbewerb rechtskräftig ist. Basler Heimatschutz, Freiwillige Denkmalpflege und Basel Tattoo kritisieren in ihrer gemeinsamen Mitteilung auch die Rolle von SP-Grossrat Tobit Schäfer, der als Mitglied des Initiativkomitees gleichzeitig Vizepräsident der vorberatenden Kommission ist, die den jetzigen Vorschlag zuhanden des Grossen Rates ausgearbeitet hat. Sie werfen ihm «offensichtliche Interessenkonflikte» vor. Vom Grossen Rat fordern sie die Rückweisung der Vorlage an den Regierungsrat oder zumindest die Streichung des Beschlussantrags über die «grosszügige Öffnung». Die Initiative dagegen müsse unverzüglich dem Volk vorgelegt werden. Falls der Grosse Rat morgen den Anträgen der BRK zustimmt, soll das Referendum ergriffen werden. (Basler Zeitung)

Erstellt: 07.02.2012, 13:49 Uhr

22

Kommentar schreiben

Verbleibende Anzahl Zeichen:

No connection to facebook possible. Please try again. There was a problem while transmitting your comment. Please try again.

22 Kommentare

André Stohler

07.02.2012, 14:28 Uhr
Melden 19 Empfehlung

und wieso bitte soll ein im Grossbasel wohnender Sozi-GR über die Kaserne bestimmen, die im Kleinbasel steht? Wir werden uns dagegen wehren! Antworten


christoiph cornelius

07.02.2012, 14:48 Uhr
Melden 18 Empfehlung

Müssen wir uns nun ein Leben lang nach den Wünschen der Tattoo-Leitung richten? Nur nie etwas ändern, in Basel nennt man das dann Tradition......ein weiterer Kommentar erübrigt sich. Antworten



Basel

Populär auf Facebook Privatsphäre

Verzeichnis

Werbung

Familie, Beruf und Studium

Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.

Live @ Sunset

11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!