Basel
Publikumsrekord an der Museumsnacht
Von David Wohnlich. Aktualisiert am 22.01.2011 1 Kommentar
Die Veranstalter zur Museumsnacht 2011
Die Museen verzeichneten bis eine Stunde vor Schluss 105’767 Eintritte, also 7101 mehr als im Vorjahr. Damit wurde ein neuer Rekord erzielt. Am meisten Eintritte verzeichneten das Kunstmuseum Basel, das Puppenhausmuseum und das Naturhistorische Museum Basel. Über einen deutlichen Anstieg gegenüber dem Vorjahr freuten sich insbesondere die Basler Papiermühle und das Historische Museum Basel: Musikmuseum. Die Besuchszahl mehr als verdoppeln konnte das Kunstmuseum Basel.
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«museen basel – 365 tage & 1 nacht». Kalendarisch betrachtet stimmt dieser Slogan, der die gestrige Museumsnacht auf eine Zeile brachte. Vom Erlebnis her betrachtet sind es aber viele Nächte in einer, denn die Angebote sind so bunt wie die Stadt Basel; umgekehrt kann man also im Spiegel dieses einzigartigen musealen Parforceritts die Museumsnacht Basel als viele Städte in einer erleben. Und diese Städte wurden dieses Jahr besonders gut besucht (siehe links).
So nehmen sich denn die verschiedenen Museen und die ihnen zugewandten Gastinstitutionen wahr als Stätten, die die Stadt als unermüdlich forschenden Organismus abbilden; andere konservieren, nicht ohne den Bezug zur lebendigen Gegenwart herzustellen, Historisches, wieder andere untersuchen die kulturellen Antworten auf Fragen der Polis – und alle freuen sich ganz offen darüber, dass sie dem Publikum zeigen können, wie wenig ihre Arbeit von der täglichen Wirklichkeit abgehoben ist, wie sehr sie sich, im Gegenteil, daraus herleitet und sich darauf bezieht.
Spannender als «Körperwelten»
Was bringt die Götter von Eretria nach Basel? Eifrig diskutiert eine Gruppe Jugendlicher, die trotz der winterlichen Kälte nicht zu frieren scheinen, was sie im Antikenmuseum soeben erlebt haben. Nun wollen sie in die Kunsthalle; dort gibt es in der «One Night Show» verschiedene Künstler-Performances zu sehen. Gleichzeitig hätten sie im Anatomischen Museum lernen können, warum die sensationsheischenden Präparate auf Wanderausstellungen weniger spannend sind als ihre wissenschaftlich fundierten Geschwister.
Die Teezeremonie im Puppenhausmuseum verlangsamt und strukturiert die Nacht, bevor man sich durch die Vielfalt des Angebotes wieder zu verzetteln droht. Gespannt riecht man im Jüdischen Museum biblische Düfte und denkt bei der sorgsamen Präsentation der Thorazeiger zurück ans Teezeremoniell – staunend sieht man die gemeinsamen kulturellen Interessen in verschiedenen Ausformungen; sie alle erfordern Aufmerksamkeit, Geduld, liebende Zuwendung.
Die Qual der Wahl
Im Musikmuseum kommt man dem Geheimnis des Jodelns auf die Spur – einem Geheimnis, das ein Instrument voraussetzt, welches gar nicht ausgestellt werden kann. Schon wieder lässt sich die Einrichtung «Denken» nicht zügeln. Ein Abstecher ins Kleinbasel bringt nicht die erhoffte Ablenkung; im Museum Kleines Klingental irritieren Filme über frühere Vorstellungen von Gesundheit so sehr, dass wir einmal mehr erkennen, dass wir nichts wissen. Zurück also ins Kunstmuseum, zur Party im Hof?
Nein, später – die Nacht ist noch lang. Griechisches im Antikenmuseum? Brasilianisches am Dreiländereck, das zur Graffitikunst passt, die die Stiftung Brasilea dort zeigt? Oder doch noch die Angstschwelle überwinden, hin zur Sammlung Friedhof Hörnli, zu «Hörnli und Ghackts» und Totenbeinli? Nächstes Jahr vielleicht – falls ihnen bis dann nicht bereits wieder etwas Neues eingefallen ist. Wundern würde das niemanden. (Basler Zeitung)
Erstellt: 22.01.2011, 04:15 Uhr
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1 Kommentar
Ein Bummel im Rummel? Ok, ein Happening für junge Leute, aber welcher normale Mensch quält sich durch tausende Menschen? Ich geniesse so ein Besuch unter dem Jahr! Sicher die Museumsnacht macht Junge vielleicht neugierig einmal ein Museum in Ruhe zu besuchen. Nach den Zahlen, 105’767 Eintritte, 7000 mehr wie letztes Jahr, ein Erfolg war es allemal. Antworten
Basel
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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.
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