Basel
Diskussion
Radikale Kritik an Loprienos Plänen
Der emeritierte Wirtschaftsprofessor Silvio Borner kritisiert die Reformpläne von Rektor Antonio Loprieno und verlangt eine gründliche Sanierung der Universität Basel. Mehr...
Von Christoph Heim.
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11 Kommentare
Zitat: «Die Gründung einer neuen Fakultät muss bottom up geschehen!»
Steht dieses in den Sternen Geschrieben? Wahrscheinlich nicht, denn solche bodenlose Scheinaxiome führen in die Irre!
Zitat: "Zudem macht die Zusammenführung von Kunstgeschichte und Architektur überhaupt keinen Sinn!"
Na, na, Schuster bleib bei Deinen... Die Sinnsuche scheint wohl eine Gabe zu sein, die einem Materialisten fehlt
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Das ökonomische Denken ist bei der Phil.I-Fakultät nicht Lösung,sondern Teil des Problems (ökon. Imperialismus).Es gibt nämlich auch ein Denken,das nicht im Sinn der Wissenschaft zwingend+allgemeingültig ist:In der Form der Wissbarkeit bringt es einen zu sich selbst,hat Folgen durch das mit ihm vollzogene innere Handeln+macht die Ursprünge in einem wach,die der Wissenschaft erst ihren Sinn geben. Antworten
Borner geht es um eine reine Kosten-Nutzen Rechnung, die nicht versteht dass es bei der Universität auch um die Entwicklung einer Lehr- und Wissenskultur geht.
Und bezüglich Stärken stärken: Wenn Basel neben der Pharma eine Stärke hat, dann ist es doch wohl Architektur! Kaum eine Stadt auf der Welt hat so viel zu bieten. Und die FH kann da nicht mithalten. Eine Architekturfakultät macht viel Sinn!
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Damit die Architekturfakultät was reissen kann, braucht es eine kritische Grösse vgl. mit ETHZ oder EPFL. Das wiederum führt zu einer Schwemme an Absolventen, die sich auf den Füssen stehen und Mittelmass produzieren müssen, um zu überleben. Der Erfolg der Basler Architekturbüros beruht aber grade auf der Tatsache, dass sie vor diesen Verhältnissen in Zürich und Lausanne nach BS geflüchtet sind.
Oscar Pick: Wieso kann da die FH nicht mithalten? Könnten sie dies noch etwas genauer erläutern, oder steckt bei ihrer Meinung ein Uni-Standesdünkel dahinter?
Man mag S. Borner nun sympathisch finden oder nicht, aber er hat in diesem Fall uneingeschränkt recht. Da reitet ein uneinsichtiger Rektor zusammen mit ein paar Vorgestrigen sein Steckenpferd und schadet letztlich der Universität. Antworten
So langsam werden sich auch die Phil.I'er mit den Realitäten im öffentlichen Wirtschaftsleben befassen müssen. Die Vorschläge von Professor Borner sind sehr berechtigt und lassen sich nicht von ein paar lateinverliebten Professoren unter den Tisch fegen. Antworten
Die Haltung des Ökonomen Borner deckt sich mit der mehrheitlichen Position der Phil 1-Fakultät, die Loprienos Plänen überhaupt nicht gerne sieht. Ein "Lateinverliebter" ist Loprieno ausserdem sicher nicht: Er war ein aktiver Verfechter der eben erst vollzogenen Abschaffung des Lateinobligatoriums, die übrigens auch von vielen Phil.1ern mitgetragen wurde.
Die Strukturen der Phil. I-Fakultät wurden seit einem Jahr auf Wunsch des Rektorats reformiert. Die alten Institute/Seminare wurden aufgelöst und in grössere Departemente zusammengelegt. Kaum ist diese Reform abgeschlossen, soll schon die nächste losgetreten werden? Die Qualität der Forschung steigt sicher nicht, wenn die Wissenschaftler ständig solchen Reformen nachrennen müssen statt zu forschen Antworten
Ich frage mich auch, ob eine grosse Phil. I Fakultät überhaupt nötig ist! Zitat "...wo Leistung nachweisbar ist. Statt in neue imaginäre Fakultäten Gelder zu investieren, sollen jene Fakultäten ausgebaut werden, die sich im internationalen Wettbewerb behaupten und Studenten mit Erfolgschancen ausbilden." Nur weil Rektor Loprieno aus der Phil. I. kommt, muss es nicht gleich subventioniert werden! Antworten
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