Basel

Radio DRS schlägt unklare Töne an

Von Christian Mensch. Aktualisiert am 24.03.2010 3 Kommentare

Dreispitz, Volkshaus oder doch Bruderholz? Bei Radio DRS ist vieles offen. Die Regierungen beider Basel erwarten ein klärendes Gespräch.

Der Saal des Volkshauses diente früher schon als Proberaum. Jetzt sind die Perspektiven ungewiss.

Jürg Isler

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Noch immer ist offen, wo das Radio DRS künftig in Basel seine Studios haben wird. Zur Diskussion steht unter anderem das Volkshaus im Kleinbasel. Ist dies eine gute Idee?

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Die Atmosphäre zwischen der DRS-Führung und der DRS-Region Basel ist gestört. Für zusätzliche rote Köpfe sorgte das Interview, das die Chefredaktoren von Radio DRS und des Schweizer Fernsehens vergangene Woche der BaZ gewährt hatten. Radiochefredaktor Rudolf Matter hatte beispielsweise gesagt, DRS bleibe vielleicht im Studio Bruderholz und verzichte auf einen zentrumsnäheren Standort. Dem widerspricht Niggi Ullrich, Präsident der DRS-Region Basel und neuer Vizepräsident im übergeordneten DRS-Verwaltungsrat, energisch. Der Auszug sei mit der SRG-Liegenschaftsverwaltung schriftlich festgehalten.

Irritiert hatte auch die Aussage, die SRG habe den Standort Basel im Konvergenzprozess von Radio und Fernsehen zwar als eines von drei Hauptstudios definiert, er werde dennoch vor allem ein Radiostandort für die Kulturberichterstattung bleiben. Die implizite Weigerung, Basel als Fernsehstandort ernsthaft in Erwägung zu ziehen, erzürnte den Studio-Basel- und DRS-2-Chef Marco Meier derart, dass er sich zu einem sarkastischen Leserbrief in der BaZ hinreissen liess. Dies brachte ihm wiederum einen offiziellen Rüffel durch den Radio-DRS-Chef Iso Rechsteiner wegen illoyalen Verhaltens ein.

Vorschläge

Aus einer Halbdistanz beobachten die Regierungen Baselland und Basel-Stadt die Fehden. In einem Brief an die SRG-Spitze haben sie ihre Sorge um den Standort zum Ausdruck gebracht. Nun warten sie auf einen Gesprächstermin mit dem DRS-Verwaltungsratspräsidenten Viktor Baumeler. Eine Arbeitsgruppe der Verwaltung sichtet währenddessen Alternativen zum Standort Bruderholz. Samuel Hess, zuständig für die Medienpolitik der Basler Regierung, möchte rasch einen solchen Ort benennen, damit dieser in der Konvergenzplanung berücksichtigt werden kann.

Zwei Varianten sind bekannt: zum einen das Dreispitz-Areal, das bei den DRS-Machern allerdings nicht beliebt ist, da die Arealentwicklung langsam voranschreitet. Mehr Goodwill hätte die Variante Volkshaus. Es wäre eine Rückkehr des Radios: 1976 wurde der grosse Volkshaus-Saal für acht Millionen Franken als Proberaum für das Radiosinfonieorchester umgebaut. Nach ersten Konzeptideen sollte das Haus auch bei einer DRS-Nutzung für die Öffentlichkeit zugänglich sein.

Widerstand

Immobilien Basel-Stadt als Eigentümerin hält sich zu den Plänen bedeckt. Der Vertrag mit dem Pächter Martin Künzel laufe im kommenden Sommer aus, dann sei alles offen, sagt Sprecherin Barbara Neidhart. Künzel ist allerdings ein erfahrener Widerstandskämpfer, wenn es darum geht, sich als Wirt zu behaupten. Seit 2005 hangelt er sich von einer befristeten Abmachung zur nächsten. Für ihn ist klar, dass er bei einer Kündigung die Mieterschlichtungsstelle einschalten würde; eine Verlängerung des Vertrags um drei bis vier Jahre sei ihm dann gewiss.

So lange kann DRS nicht warten. Ausser es bleibt ohnehin auf dem Bruderholz. (baz.ch/Newsnet)

Erstellt: 24.03.2010, 06:56 Uhr

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3 Kommentare

andre tschudin

24.03.2010, 20:16 Uhr
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basel hat doch das radio basel von christian heeb,er sagt uns immer,welche zeit es ist und sie stimmt meistens Antworten


Jügge Kachelmann

25.03.2010, 13:47 Uhr
Melden

Es soll mir einer mal erklären, für was wir in der Region überhaupt noch Empfangsgebühren bezahlen. Fernsehen schau ich eh schon lange nicht mehr und falls Radio DRS nun auch noch mehr ZH bestimmt ist, verzichte ich auch darauf. Die Wetterberichte höre ich schon lange nicht mehr bei SRG Sendern, die kennen ja nur das Mittelland und das Tessin... Dies ist typisch für die Wertschätzung aus ZH... Antworten



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