Basel

Regio-S-Bahn soll für 540 Millionen Franken ausgebaut werden

Die Basler Regio-S-Bahn soll mittelfristig ausgebaut werden. Fünf Nordwestschweizer Kantone und die SBB haben Zielvorstellungen entwickelt, deren Umsetzung 540 Millionen Fr. kosten dürfte. Nun sollen Studien und Vorprojekte erarbeitet werden.

(Bild: Keystone)

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Die Ausbauten betreffen die S-Bahnlinien im Fricktal (S1) und Ergolztal (S3) sowie im Laufental und Jura (S3), wie aus einer Mitteilung der Nordwestschweizer Konferenz der Direktoren des Öffentlichen Verkehrs vom Mittwoch hervorgeht. Ebenso ist das geplante «Herzstück» der Regio-S-Bahn durch die Stadt Basel einbezogen.

Für die S1 zwischen Basel und Rheinfelden AG haben sich die Verkehrsdirektoren der beiden Basel, des Aargau sowie der Kantone Solothurn und Jura auf den durchgehenden Viertelstundentakt als Ziel geeinigt. «Realistischer Zwischenschritt» seien Zusatzhalte der InterRegio-Züge in Möhlin oder Pratteln, sodass die wichtigsten Haltepunkte vier Verbindungen stündlich mit Basel erhielten.

Im Viertelstundentakt verkehren soll nach dem Ausbau auch die S3 zwischen Basel und Liestal. Weiter bis Gelterkinden BL solle eine dritte S-Bahnverbindung pro Stunde angeboten werden, was samt Fernverkehrsangebot ab Gelterkinden fünf und ab Liestal sieben Abfahrten pro Stunde nach Basel ergäbe.

Im Laufental soll zum bisherigen S3-Angebot ein stündlicher Schnellzug zwischen Basel und Delsberg mit Halten in Laufen und Dornach-Arlesheim hinzukommen. Die Verkehrsdirektoren zogen dies einem Viertelstundentakt zwischen Basel und Laufen vor, da der Schnellzug mit den ZEB-Planungen der SBB kompatibel ist.

Kosten auf 540 Millionen geschätzt

Um die Ziele zu erreichen, müsste die Infrastruktur ausgebaut werden. Nach einer Grobabklärung der SBB würde dies etwa 540 Millionen Fr. kosten, heisst es in der Mitteilung. Nötig wären Entflechtungen in Muttenz und Pratteln BL, Wendegleise in Liestal und Gelterkinden sowie der Ausbau einzelner Abschnitte auf Doppelspur im Laufental.

Geeinigt haben sich die fünf Kantone und die SBB vorerst auf die zügige Ausarbeitung von Studien und Vorprojekten für die Infrastruktur. Von den entsprechenden Kosten von 5,7 Millionen Fr. übernehmen die fünf Kantone rund 3 Millionen Fr. und die SBB knapp 2,7 Millionen Franken.

Die Resultate der Arbeiten sollen danach in die Weiterentwicklung der nationalen Bahninfrastruktur (ZEB 2) einfliessen. Sicherstellen soll dies Bundesmittel bei der Finanzierung der Bauwerke.

Weitere Planung für «Herzstück»

Basel-Stadt und Baselland wollen sich zudem die Kosten der nächsten Planungsstufe für das «Herzstück» der Regio-S-Bahn in Basel hälftig teilen; diese betragen rund 1,2 Millionen Franken. Daneben wollen die SBB die Anbindung des «Herzstück» an das Bahnnetz in den Bahnhöfen Basel SBB und Basel St. Johann auf eigene Kosten prüfen.

Mit dem Kredit sollen in den nächsten zwei Jahren technische und betriebliche Fragen der S-Bahn-Strecke zwischen Basel SBB und dem Badischen Bahnhof unter der Innenstadt hindurch, Auswirkungen auf die Stadtentwicklung, Finanzierungsgrundlagen und Ähnliches untersucht werden. Die Ergebnisse sollen als Basis für ein Vorprojekt dienen. (amu/sda/)

Erstellt: 17.12.2008, 15:43 Uhr

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13 Kommentare

Richard Kunz

18.12.2008, 11:11 Uhr
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Endlich ein Projekt das die ganze Region verbindent und der Umwelt bestimmt etwas nutzen wird. Super !!!! Antworten


René Hübscher

18.12.2008, 09:27 Uhr
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Was haben Schweizer Infrastrukturprojekte und Olivenölproduzent Monini (gemäss Werbespot) gemeinsam: "Es wird von der einen auf die nächste Generation übergeben." Nehmt endlich mal eine Ladung Dynamit und ein paar Schaufeln in die Hand und baut den Wiesenbergtunnel !!! Antworten


Stefan Strub

18.12.2008, 08:10 Uhr
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Toll, alles gut und recht. Aber liebe Politiker, liebe Verwaltungsmenschen, sorgt bitte ENDLICH dafür, dass das Umwltabonnement seine Gültigkeit bis nach OLTEN hat. Nur so ist es möglich, dass die diesbezüglich minderprivilegieren Oberbaselbieter aus dem Homburgertal auch mit einem katasrophalen Fahrplan einigermassen leben können. Beispiel: Wir sind schneller in Bern und Zürich als in Basel! Antworten


Alfred Christen

18.12.2008, 07:17 Uhr
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Was nützt mir ein stündlicher Verkehr nach Delémont, wenn es neben der nur eingleisigen Strecke durch das Laufental keine Verbindung in den Jura gibt im Stil des wilden Westen, wo es im Hochplateau der Franches Montagnes Ortschaften gibt, die nur mit Bussen 2 Mal täglich befahren werden - Herr Leuenberger lasst grüssen. Antworten


adrian strittger

18.12.2008, 04:04 Uhr
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auch dieses Projekt hat den Nachteil, dass nur das gebaut wird, woran gewisse kreise ihre tantiemen einstreichen koennen, das Baudep darf fuer x mio planen und dann wird trotzdem ein projekt von aussen realisiert. BS hat nur noch korrupte obere staatsdiener, es wird nur noch in die eigene Tasche gearbeitet. saemliche projekte unterliegen dem internen netzwerk, leider. Antworten


Samuel Müller

17.12.2008, 19:46 Uhr
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Ein 15 Minuten-TAkt auf de genannten Achsen ist illusorisch, wenn im Ergolztal nicht weitere 2 Geleise (Wisenbergunnel) errichtet werden. Aber diesbezüglich hört man von den Verantwortlichen nichts. Ein überzeugendes Lobbying funktioniert anders. Man schauen sich den Kanton ZH an, wie dieser mit strategischen Allianzen mit anderen Kantone seine Vorhaben durchpeitscht (Durchgangsbahnhof, S-Bahn). Antworten


Lars Mazzucchelli

17.12.2008, 19:38 Uhr
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Hoffentlich ist der grosse Wurf nicht der 13-Minuten-Takt von morgens 6 bis abends 11. Die sollen gescheiter mal morgens ein wenig mehr Züge bringen und abends. Und bitte nicht immer alle Pendlerzüge auf Gleis 18 einfahren lassen, fast in Frankreich. Für die Fernverbindungen tun sie alles, aber wir Pendler, die Milchkühe, die eh nicht anders können, wir werden ausgenommen wie die Weihnachtsgänse! Antworten


Scheurer Hans

17.12.2008, 17:17 Uhr
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ich gehe mit Renö Hübscher einig. vor 40 Jahren schon plante man die Verbindung St. Johann - RB unter den Boden zu legen. Man werkelt ein bisschen am Bhf. Basel aber ein rechter Wurf kommt nicht zustande, so warten immer noch Züge beim Wolf bis es im Bh. wieder einen freien Platz hat.. Der Aushub vom Chienberg hätte für ein Tresse Grellingen - Zwingen mehr als gereicht. Basel ist nicht Zürich. Antworten


Alfred Neumann

17.12.2008, 17:04 Uhr
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Tolles Projekt ! Antworten


John Tinic

17.12.2008, 16:47 Uhr
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Wenn man sieht, welchen Nutzen Zurich von der S Bahn hat, weiss man, wie wichtig dieses Projekt für die Nordwestschweiz ist. Hoffentlich wird das umliegende Europa auch bald einbezogen. So wird Basel von der Randregion zum 'Dreiländerzentrum' Antworten


René Hübscher

17.12.2008, 16:36 Uhr
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Studien, Vorstudien, Vorprojekte, Grobabklärungen, Feinabklärungen, Detailabklärungen...etc. Wenn ich das nur schon höre !!! Auf Deutsch übersetzt: Es dauert, wird teurer und verschiebt sich auf den St. Nimmerleinstag. Typisch Schweiz: Es wird alles verbürokratisiert und verprojektiert. Schaufel in die Hand nehmen und gut is. Vorschlag: S9 Von Läufelfingen direkt über Muttenz zum Badischen. Antworten


Martin Jäggi

17.12.2008, 16:16 Uhr
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SUPER, ich bin hell begeistert. Antworten


Martin Schmitt

17.12.2008, 15:59 Uhr
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Das Herzstück wäre eine klasse Sache! Man nehme sich ein Beispiel an München.. dort kann man auf einer längeren Trasse (zw. Laim und Ostbahnhof) alle 2-5 Minuten ne S-Bahn nehmen.. am Anfang und Ende der Trasse teilen sie sich dann in verschiedene Vororte auf.. Geniales System.. http://de.wikipedia.org/wiki/S-Bahn_M%C3%BCnchen Antworten



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